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Fürth im Haushaltsfokus: Finanzentscheidungen und Investitionen im April 2026

Finance and Budget 📍 Fuerth · Bayern
Fürth im Haushaltsfokus: Finanzentscheidungen und Investitionen im April 2026

Im April 2026 hat Fürth wichtige Finanzentscheidungen getroffen, die die Zukunft der Stadt prägen. Von Investitionen in Bildung über Gebührenanpassungen bis hin zur Finanzierung kultureller Projekte – hier ein Überblick über die Haushaltsentscheidungen und ihre Auswirkungen.

Haushaltsstrategie und Investitionsplanung: Was Fürth im April 2026 entschied

Die Haushaltsentscheidungen der Stadt Fürth im April 2026 zeigen eine klare Ausrichtung auf langfristige Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Kultur. Gleichzeitig wurden Gebührenanpassungen und Finanzierungsmodelle überarbeitet, um die Stadtfinanzen stabil zu halten. Die Sitzungen am 29. April 2026 boten zahlreiche Einblicke in die finanzielle Planung und Prioritäten der Stadt.

Investitionen in Bildung: Kita-Neubau und Ganztagsschulen

Ein zentrales Thema war die Finanzierung des Kita-Neubaus an der Poppenreuther Str. 50. Mit Gesamtkosten von 3,73 Millionen Euro wird die Kita zu 100 % durch staatliche Förderung gedeckt, abzüglich eines städtischen Baukostenzuschusses von 510.500 Euro. Hinzu kommt ein Ausstattungszuschuss von insgesamt 157.150 Euro. Diese Investition unterstreicht die Bedeutung von frühkindlicher Bildung in Fürth und zeigt, wie staatliche Förderprogramme genutzt werden können, um kommunale Projekte zu realisieren.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Finanzierung von Umbaumaßnahmen für Ganztagesschulen, insbesondere die Jakob-Wassermann-Schule. Mit staatlicher Förderung von bis zu 70 % und einem städtischen Eigenanteil von knapp 27.000 Euro wird die Schule fit für den Ganztag gemacht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 280.000 Euro, wobei 158.500 Euro allein für die Baukonstruktion und 75.500 Euro für technische Ausstattung eingeplant sind.

Gebührenanpassungen und Einnahmeerhöhung

Die Stadt hat auch im Bereich der Marktgebühren entscheidende Änderungen beschlossen. Die Standgebühren wurden um 15 Euro pro Frontlänge erhöht, was zu einer Gesamteinnahme von 3.270 Euro führte. Allerdings blieb eine Deckungslücke von 770 Euro bestehen. Zudem wurde vorgeschlagen, Befreiungen für gemeinnützige Organisationen zu beenden, um Einnahmen zu sichern.

Im Bereich der Entwässerungssatzung wurden zwei Änderungen beschlossen: eine Reduzierung der Gebühren für unwesentliche Änderungen auf 50 Euro sowie die Einführung der elektronischen Antragstellung für Gartenwasserzähler. Diese Maßnahmen sollen die Verwaltung entlasten und gleichzeitig die Transparenz erhöhen.

Kulturelle Projekte und Finanzierung

Auch in kulturelle Bereiche investiert Fürth: So wurde beschlossen, Kulturpreise mit einem jährlichen Aufwand von 16.000 Euro zu vergeben. Diese Ausgaben sind im Haushalt unter HHSt. 3000.6313 veranschlagt. Zudem wurde der Apfelmarkt finanziell unterstützt, wobei eine Deckungslücke von 770 Euro aus der Klimaschutzpauschale gedeckt wird.

Ein weiteres Projekt, das im April besprochen wurde, ist das „Bildungskommune“-Projekt, das bis 2029 verlängert wurde. Mit einem Gesamtvolumen von über 950.000 Euro wird 40 % der Kosten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBFSFJ) gefördert. Die Stadt Fürth trägt den restlichen Anteil aus dem eigenen Haushalt.

Haushaltsrelevante Änderungen und Verwaltungsoptimierungen

Neben Investitionen und Gebührenanpassungen wurden auch rechtliche und verwaltungstechnische Änderungen beschlossen. So wurden neue Richtlinien für die Vergabe von Kulturpreisen festgelegt, und auch die Bestattungs- und Friedhofssatzung wurde überarbeitet. Diese Änderungen haben finanzielle Auswirkungen, sind aber keine jährlichen Folgelasten und damit finanziell gut zu planen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Kanalbenutzungsgebühr, für die überplanmäßige Mittel in Höhe von insgesamt 268.000 Euro bereitgestellt wurden. Die Mittel sollen zur Begleichung offener Rechnungen genutzt werden und wurden einstimmig im Finanz- und Verwaltungsausschuss sowie im Stadtrat beschlossen.

Ausblick: Stabilität im Haushalt trotz wachsender Investitionen

Die Haushaltsentscheidungen im April 2026 dokumentieren eine Stadt, die sich bewusst auf Investitionen in Bildung, Kultur und Infrastruktur konzentriert. Gleichzeitig wird auf Einnahmesteuern und Gebührenreformen Wert gelegt, um die kommunalen Finanzen stabil zu halten. Die Nutzung staatlicher Förderprogramme ist dabei ein entscheidender Faktor, um Projekte umzusetzen, die ohne externe Unterstützung nicht realisierbar wären.

In den kommenden Monaten wird es besonders wichtig sein, die Auswirkungen dieser Entscheidungen zu beobachten und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Die Haushaltsplanung in Fürth ist ein Prozess, der Transparenz, Flexibilität und langfristige Perspektiven erfordert.

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