Bildung und Infrastruktur in Fürth: Ausbau des Ganztags, Nachhaltigkeit und Investitionen
Im April 2026 hat Fürth entscheidende Schritte in der Bildungspolitik und bei der Entwicklung öffentlicher Einrichtungen getan. Der Fokus lag auf dem Ausbau des Ganztags an Grundschulen, der Verlängerung des Bildungsprogramms „Bildungskommune“, der Erhöhung der Essenspreise sowie Investitionen in Schulbau und Ganztagseinrichtungen. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.
Bildung und Infrastruktur in Fürth: Ausbau des Ganztags, Nachhaltigkeit und Investitionen
Die Bildungspolitik der Stadt Fürth hat sich im April 2026 deutlich weiterentwickelt. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen – vom Ausbau des Ganztags über Nachhaltigkeitsprojekte bis hin zu Investitionen in Schulbau – zeigt sich die Stadt dabei, wie sie die Zukunft der Bildung und der öffentlichen Infrastruktur gestalten will. Die Entscheidungen des Ausschusses für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit am 16. April 2026 markieren Meilensteine in mehreren Bereichen.
Ausbau des Ganztags und Förderprogramme: Investition in die Zukunft
Der Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote ist ein zentrales Thema in Fürths Bildungspolitik. Mit der Teilnahme am bayerischen Förderprogramm und der Vorfinanzierung von 3,74 Millionen Euro wird die Stadt deutlich in die Zukunft investieren. Besonders hervorzuheben ist die Förderung von Bestands-Hortplätzen bei freien Trägern, die bis zu 2.143 Euro pro Platz erhalten – insgesamt ein Volumen von 1,36 Millionen Euro.
Ein weiteres Highlight ist das Modellprojekt an der Grundschule Seeackerstraße. Hier wird die Stadt ab dem Schuljahr 2026/27 die Betreuung von vier Klassen übernehmen, wodurch nicht nur die Betreuung auf fünf Tage pro Woche ausgedehnt wird, sondern auch finanzielle Einsparungen durch staatliche Fördermittel ermöglicht. Die Kostenersparnis durch die Abschaffung des freiwilligen Zuschusses ist ein weiterer Vorteil.
Zudem ist der Umbau des FÖZ Süd für den Offenen Ganztag (OGT) geplant. Mit Investitionen von insgesamt 348.845,85 Euro und einer Förderung bis zu 70 % wird der städtische Eigenanteil auf 26.845,85 Euro begrenzt. Die Nutzung von Freiflächen und Gartenbereichen für Grundschulgruppen unterstreicht die Bedeutung von natürlichen Lernräumen in der Bildungspolitik der Stadt.
Bildung für nachhaltige Entwicklung: Ein Querschnittsthema
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist in Fürth nicht nur ein Projekt, sondern ein strukturell verankertes Querschnittsthema. Es ist Teil des lokalen Bildungsmanagements und wird in Kitas, Schulen, Ganztagsschulen und externen Lernorten umgesetzt. Der Bericht des Bildungsbeirats zeigt, dass BNE in der Stadt auf breiter Basis verankert ist – obwohl die Kenntnisse über Nachhaltigkeit und die Gestaltungskompetenzen noch heterogen sind.
Die Verlängerung des Projekts „Bildungskommune“ bis 2029 ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Mit einem Budget von 950.052 Euro – davon 570.031 Euro durch die Stadt und 380.021 Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung – wird BNE in den Bereichen Digitalisierung, Demokratiebildung und Qualitätsentwicklung im Ganztag weiterentwickelt. Die Kofinanzierung aus ESF+-Mitteln (40 %) und Projektträgern (60 %) zeigt die hohe Priorität, die der Stadt Fürth diesem Themenfeld einräumt.
Essenspreisreform: Transparente Kalkulation, klare Struktur
Im April 2026 wurde auch die Essenspreisreform beschlossen, die ab dem Schuljahr 2026/27 in Kraft tritt. Die Preise sind auf 7,22 Euro pro Portion festgelegt, basierend auf Personalkosten und Cateringkosten. Die monatlichen Pauschalen für Grundschüler (11 Mahlzeiten/Jahr) reichen von 30 Euro für ein Essen pro Woche bis zu 119 Euro für fünf Mahlzeiten. Bei Mittelschülern (10 Mahlzeiten/Jahr) sind die Preise geringfügig niedriger.
Die zentrale Catering-Abrechnung durch die Stadt Fürth ist ein Schritt zur besseren Transparenz und Vereinfachung. Die einstimmige Zustimmung im Finanz- und Verwaltungsausschuss sowie die Kenntnisnahme durch den Schulausschuss unterstreichen die breite Unterstützung dieser Reform.
Schulbau und Strukturmaßnahmen: Für die Zukunft rüsten
Die Stadt Fürth investiert auch in die physische Infrastruktur der Bildungseinrichtungen. Der Sachstandsbericht zum Neubau des Hallenbades am Scherbsgraben sowie der Bericht über Schulbaumaßnahmen zeigen, dass die Stadt aktiv an der Entwicklung ihrer Schulen arbeitet. Die Zustimmung zur zweizügigen Eingangsklasse an der Hans-Böckler-Schule ist ein weiterer Schritt in Richtung einer besseren Schulentwicklung.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Fürth setzt im April 2026 klare Impulse in der Bildungspolitik. Mit Investitionen in den Ganztagsausbau, der Verankerung von BNE und der Reform der Essenspreise zeigt sich eine Stadt, die bereit ist, für die Zukunft ihrer Kinder und Jugendlichen zu sorgen.
Quellen
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