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Offenburgs urbaner Aufbruch: Fokus auf Infrastruktur und Nachhaltigkeit im Februar 2026

Environment and Climate Finance and Budget 📍 Offenburg · Baden-Württemberg
Offenburgs urbaner Aufbruch: Fokus auf Infrastruktur und Nachhaltigkeit im Februar 2026

Im Februar 2026 beschloss Offenburger Stadtverwaltung entscheidende Maßnahmen im Bereich Urban Development and Construction. Der Technische Ausschuss legte den Grundstein für die Modernisierung der Salzlagerung und die digitale Bewirtschaftung des Parkplatzes am Gifizsee. Diese Entscheidungen spiegeln nicht nur technische Innovation, sondern auch den Willen zur nachhaltigen Stadtentwicklung wider.

Offenburgs Infrastruktur im Wandel: Salzsilos und digitale Parkplätze

Die Stadt Offenburg hat sich im Februar 2026 einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur modernen, nachhaltigen Infrastruktur genommen. Der Technische Ausschuss traf mehrere wegweisende Entscheidungen, die sowohl den Winterdienst als auch die Parkraumbewirtschaftung grundlegend verändern. In den Mittelpunkt standen dabei zwei Projekte: der Neubau einer Salz-Siloanlage und die digitale Bewirtschaftung des Parkplatzes am Gifizsee.

Modernisierung der Salzlagerung: Sicherheit und Effizienz

Die bestehende Salzlagerhalle auf dem Gelände der Technischen Betriebe Offenburg (TBO) in der Kinziger Straße war aufgrund von Korrosionsschäden nicht mehr sicher genug, um als Schüttgutlager genutzt zu werden. Um die Standsicherheit und die Effizienz des Winterdienstes zu gewährleisten, beschloss der Technische Ausschuss am 02.02.2026 den Neubau einer Salz-Siloanlage mit integrierter Soleanlage. Die Kosten für das Projekt werden auf 1,37 Millionen Euro geschätzt.

Die neue Anlage wird zwei Silos mit je 250 Tonnen Füllvolumen beinhalten und eine integrierte Soleanlage mit einer Kapazität von etwa 50 m³. Sie wird im Bereich westlich der Fahrzeughalle errichtet, wobei die Durchfahrt erhalten bleibt. Der Bau ist so konzipiert, dass er im Winterdienst 2026/2027 eingesetzt werden kann.

Die aktuelle Situation war logistisch aufwendig, da Salz zwischen dem Munitionslager und dem TBO-Standort transportiert werden musste. Mit der neuen Anlage entfällt dieser Aufwand. Die ehemalige Salzhalle wird künftig als Umladestation für Kehrmaschinen und Abfallfahrzeuge genutzt, wodurch ein zusätzlicher Effizienzgewinn erzielt wird.

Digitale Parkplatz-Bewirtschaftung am Gifizsee: Effizienz und Nachhaltigkeit

Ein weiteres Projekt, das den Technischen Ausschuss beschäftigte, war die Sanierung und digitale Bewirtschaftung des Parkplatzes am Strandbad Gifizsee. Mit einem Budget von rund 75.000 Euro wird ein Free-Flow-System mit LPR-Kameras (License Plate Recognition) eingeführt, das die Erkennung von Fahrzeugkennzeichen ermöglicht. Die Bezahlung kann bar, bargeldlos oder digital über die App „EasyPark“ erfolgen.

Die Technik wird von ICA bereitgestellt, einem Partner, der bereits in anderen Parkanlagen der TBO aktiv ist. Wohnmobile werden automatisch mit einem speziellen Tarif berechnet. Bei nicht erfolgter Zahlung innerhalb von 48 Stunden wird ein erhöhtes Entgelt durch ein Inkassounternehmen in Rechnung gestellt.

Die Sanierungskosten selbst sind nicht in den 75.000 Euro enthalten. Sie beinhalten unter anderem die Verlegung neuer Strom- und Datenleitungen sowie die Fertigstellung der Parkplatzmaßnahmen bis Mitte Mai 2026. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig eine moderne, effiziente Parkplatzbewirtschaftung zu ermöglichen.

Pilotprojekt „TreeTank“: Nachhaltigkeit im Grünraum

Ein weiteres Aushängeschild der Offenburger Stadtentwicklung ist das Pilotprojekt „TreeTank“, ein Wurzelkammersystem, das von der Firma Wavin entwickelt wurde. Ziel ist es, Baumquartiere und Parkflächen nachhaltig zu verbinden und die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Das System besteht aus hochmodularem Polypropylen-Recyclingmaterial und wird im Herbst 2026 umgesetzt.

Fünf Bäume werden im Grünstreifen gegenüber des Wohnmobilstellplatzes gepflanzt. Bestehende Stellplätze entfallen zugunsten der neuen Zufahrt. Die Kosten für die Pilotanlage liegen bei mindestens 20.000 Euro pro Baumquartier, insgesamt sind rund 100.000 Euro für Planungen im Wirtschaftsplan 2026 vorgesehen. Die Stadt prüft außerdem Förderprogramme, um die Kosten zu reduzieren.

Ausblick: Offenburg als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

Die Entscheidungen des Technischen Ausschusses zeigen, dass Offenburg nicht nur auf technische Innovation setzt, sondern auch auf Nachhaltigkeit und Effizienz. Mit der Modernisierung der Salzlagerung und der digitalen Bewirtschaftung des Parkplatzes am Gifizsee wird die Stadt ihre Infrastruktur langfristig sichern. Gleichzeitig setzt sie mit dem „TreeTank“-Projekt ein Zeichen für nachhaltige Grünraumplanung.

Die Investitionen in moderne Anlagen und digitale Systeme sind nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, um Offenburg für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Die Stadt beweist damit, dass Urban Development and Construction nicht nur eine Frage der Planung ist, sondern auch ein Ausdruck von Weitblick und Verantwortung.

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