Offenburg im März 2026 – Stadtentwicklung im Fokus
Im März 2026 hat Offenburg wichtige Entscheidungen in den Bereichen Stadtplanung, Bildung, Finanzen und Kultur getroffen. Der Blog fasst die zentralen Entwicklungen des Monats zusammen.
Offenburg baut Zukunft auf – Stadtentwicklung, Bildung und Kultur im März 2026
Was diesen Monat wichtig war
- Übernachtungssteuer beschlossen: Der Gemeinderat hat die Übernachtungssteuer mit Wirkung ab 1. Juli 2026 beschlossen.
- Neuer Name für den Bürgerpark: Der Park trägt künftig den Namen „Wolfgang-Schäuble-Park“.
- Ganztagsschulen ausgebaut: Drei Grundschulen werden zu Ganztagesschulen ausgebaut.
- Neue Heizzentrale am Schulcampus: Eine CO₂-Wärmepumpe wird errichtet, um Energiekosten zu senken.
- Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme in Bohlsbach: Das Baugebiet „In den Matten II“ nimmt Gestalt an.
- Landesgartenschau 2032 gestartet: Offenburg hat die Vereinbarung mit dem Land unterzeichnet.
Stadtplanung und Bauen: Von Bauturbo bis SEM
Im März 2026 standen mehrere städtebauliche Projekte im Mittelpunkt. Der Planungs- und Umweltausschuss beschloss die Vorbereitung einer Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) für das Baugebiet „In den Matten II“ in Bohlsbach. Ziel ist es, bis 30.06.2026 eine Zustimmung aller Eigentümer*innen zum Grundstücksverkauf zu erlangen. Sollte dies scheitern, ist eine SEM vorgesehen.
Die Stadt hat bereits 25 von 31 Eigentümer*innengemeinschaften (73 % der Fläche) überzeugt, an der Umlegung und dem Verkauf von 25 % der Grundstücksfläche mitzuwirken. Geplant sind insgesamt 200–250 Wohneinheiten, davon 10 % geförderter Wohnraum, 20 % preisgedämpfter Wohnraum und 70 % freier Wohnungsbau. Die bauliche Vielfalt ist dabei ausgewogen: 50 % Geschosswohnungen und 50 % Doppel- und Reihenhäuser.
Zudem wurde die neue „Bauturbo“-Regelung gemäß § 246e BauGB angewandt, um Bauprozesse zu beschleunigen. Die Verwaltung wird bis 2027 evaluieren, wie sich diese Regelung in der Praxis bewährt.
Bildung und Infrastruktur: Schulen und Ganztagsschulen
Im Bildungsbereich gab es mehrere wichtige Entscheidungen. Der Gemeinderat stimmte der Sanierung und Erweiterung der Grundschulen Fessenbach, Griesheim und des Bildungshauses Zunsweier zur Ganztagesschule zu. Diese Maßnahmen sollen die Bildungsinfrastruktur stärken und mehr Betreuungsmöglichkeiten für Eltern schaffen.
Zudem wurde die Errichtung einer Heizzentrale am Schulcampus Zell-Weierbach beschlossen. Die zentrale CO₂-Wärmepumpe wird Teil eines campusweiten Nahwärmenetzes und ist wirtschaftlich wie auch förderfähig. Die Gesamtkosten betragen 1.800.000,00 €, wobei 195.000,00 € durch Förderungen gedeckt werden.
Finanzen und Kultur: Doppelhaushalt und Gedenkort
Der Doppelhaushalt 2026/2027 wurde in der überarbeiteten Version ungeändert beschlossen. Dies sichert die finanzielle Planung für Investitionen und laufende Projekte.
Auch in kulturellen Belangen gab es Entscheidungen: Der Bürgerpark wird künftig „Wolfgang-Schäuble-Park“ heißen. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Gedenkort für Dr. Wolfgang Schäuble zu konzipieren.
Weitere Projekte: Landesgartenschau, Sanierungen und Sicherheit
Offenburg hat sich auch für die Landesgartenschau 2032 positioniert. Der Gemeinderat stimmte einstimmig der öffentlichen-rechtlichen Vereinbarung mit dem Land zu. Dieses Projekt wird in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle spielen.
Zudem wurden Sanierungsmaßnahmen an mehreren Gebäuden beschlossen: Der Alte Schlachthof (Canvas22) und das Alte Schalthaus (LAB22) werden umgebaut und neu genutzt. Auch die Max-Wenk-Treppe wird saniert.
Im Bereich Öffentliche Sicherheit beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, Maßnahmen wie Videoschutz am Bahnhofsvorplatz und die Prüfung eines Drogenkonsumraums bis 2027 vorzubereiten.
Überblick über zentrale Entwicklungen
Die Entscheidungen des März 2026 zeigen ein Bild einer Stadt, die sich aktiv für ihre Zukunft einsetzt. Offenburg investiert in Bildung, Infrastruktur und Kultur und setzt gleichzeitig auf nachhaltige Stadtplanung und Energieeffizienz. Die Einführung der Übernachtungssteuer ist ein weiterer Schritt, um touristische Einnahmen zu sichern und gleichzeitig finanzielle Spielräume für Investitionen zu schaffen.
Gleichzeitig bleibt Offenburg auch in der kulturellen Erinnerungskultur aktiv. Mit dem Wolfgang-Schäuble-Park wird ein weiterer Gedenkort geschaffen, der die lokale Identität stärkt.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Offenburg ein Monat mit vielen konkreten Entscheidungen, die die Stadtentwicklung nachhaltig prägen werden. Von der Stadtplanung über Bildung bis hin zur Kultur – Offenburg zeigt, dass sie sich aktiv für ihre Bürger*innen und ihre Zukunft einsetzt.
Im April steht nun der Ausbau der Nahwärme- und Klimaschutzprojekte im Vordergrund. Zudem wird die Planung der Landesgartenschau 2032 intensiviert. Bürger*innen können sich auf eine weitere Reihe von Projekten und Diskussionen freuen, die die Zukunft der Stadt mitgestalten.
Quellen
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