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Offenburgs Energie- und Klimapolitik: Fortschritte und Herausforderungen im Februar 2026

Energy and Utilities Environment and Climate 📍 Offenburg · Baden-Württemberg
Offenburgs Energie- und Klimapolitik: Fortschritte und Herausforderungen im Februar 2026

Im Februar 2026 setzte die Stadt Offenburg weitere Meilensteine in der Energie- und Klimapolitik. Der Fokus lag auf der Umsetzung des Klimaneutralitätsziels 2040, der Ausweitung der Fernwärme, der Photovoltaik-Strategie und der Klimaanpassung in der Stadt.

Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität

Im Jahr 2026 ist Offenburg auf einem klaren Kurs, das Klimaneutralitätsziel bis 2040 zu erreichen. Der Energiebericht 2024, der im Februar 2026 beschlossen wurde, zeigt, dass die Stadt ihre Energieeffizienz stetig steigert. Der Verbrauch an Wärme blieb stabil bei etwa 12,6 Mio. kWh, während der Stromverbrauch leicht anstieg, durch Photovoltaik-Anlagen jedoch teilweise kompensiert wird. Zentraler Erfolg ist die Entwicklung eines neuen Energiemanagementsystems, das ab 2026 eine detaillierte, gebäudescharfe Überwachung ermöglicht.

Ausbau der Fernwärme: Schritt für Schritt in Richtung Klimaneutralität

Die Fernwärmeversorgung ist ein Schlüsselthema in Offenburgs Energiepolitik. Die Stadt hat beschlossen, bei jeder Verlegung von Fernwärmeleitungen in städtischen Straßenzügen wirtschaftlich darstellbare Anschlüsse für Gebäude zu prüfen und umzusetzen. Der aktuelle Ausbau des Fernwärmenetzes verläuft mit einem Tempo von 4 bis 5 Kilometern pro Jahr, wobei der Anteil erneuerbarer Energien aktuell bei 27 Prozent liegt. Bis 2040 ist die Erhöhung auf 100 Prozent geplant, unter anderem durch die Inbetriebnahme eines Wärmepumpenkraftwerks in Burda und eines Blockheizkraftwerks im Kreuzschlag.

Photovoltaik-Strategie und Sanierungsprojekte: Energieeffizienz im kommunalen Gebäudebestand

Die Photovoltaik-Strategie der Stadt sieht vor, bei allen neuen Sanierungs- und Baumaßnahmen PV-Anlagen zu installieren. Im Februar 2026 wurden fünf neue PV-Projekte in Machbarkeitsanalysen geprüft, wobei die Stadt auch auf Speicher- und Pool-Modelle setzt, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Besonders erfolgreich waren Sanierungsmaßnahmen an Schulen: Die Georg-Monsch- und Eichendorff-Schule reduzierten ihren Heizenergiebedarf um 46 beziehungsweise 60 Prozent.

Klimaanpassung: Von grünen Dächern bis zu Starkregenmanagement

Neben Energieeffizienz ist die Klimaanpassung ein zentrales Handlungsfeld. Offenburg plant den klimaangepassten Umbau der Werder- und Zeppelinstraße, die Pflanzung von Bäumen entlang Radwegen und die Umgestaltung des Marktplatzes mit 15 neuen Bäumen. Im Bereich der Starkregenprävention wurden Überschwemmungsmulden in Zunsweier angelegt, und ein Notfallplan für Hitzeereignisse wird in Zusammenarbeit mit dem KIT entwickelt.

Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung: Klimaschutz für alle

Die Stadt Offenburg setzt auf breite Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung für Klimaschutzthemen zu sensibilisieren. In Kooperation mit Kitas und Schulen wurden Klimaschutzprogramme für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Zudem werden monatliche Stromsparchecks für einkommensschwache Haushalte angeboten, und ein neues Online-Schulungstool für Mitarbeitende städtischer Gebäude ist in Entwicklung.

Ausblick: 2026/2027 als entscheidende Phase

Der Aktionsplan 2026/2027 sieht eine Fortentwicklung der Klimaschutzstrategie vor, mit Schwerpunkten auf Monitoring, Finanzierung und Bürgerbeteiligung. Offenburg bleibt dabei auf dem Kurs, bis 2040 klimaneutral zu sein – mit Investitionen in Sanierung, PV, Fernwärme und digitale Steuerungssysteme.

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