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Leonberg plant historische Eisbahn – Sportpolitik im Fokus

Leonberg plant historische Eisbahn – Sportpolitik im Fokus

Im April 2026 beschloss der Gemeinderat von Leonberg die Umsetzung der ersten Eisbahn in der Stadt. Der Entscheidung zugrunde liegt eine breite Vorplanung, finanzielle Absicherung und eine klare Zielgruppenorientierung. Dieser Blogbeitrag analysiert die Hintergründe, die Umsetzung und die Auswirkungen der Initiative.

Eine neue sportliche Marke für Leonberg

Leonberg, bislang nicht bekannt für seine Winteraktivitäten, bereitet sich auf einen historischen Meilenstein vor: die Erste Eisbahn in der Stadt. Im April 2026 stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Umsetzung des Projekts, das nicht nur sportliche, sondern auch kulturelle und wirtschaftliche Dimensionen umfasst. Mit einer Dauer von knapp zwei Monaten, vom 27. November 2026 bis zum 6. Januar 2027, wird die Eisbahn im Reiterstadion errichtet und als Teil des Mottos „für alle in unserer Stadt“ konzipiert.

Finanzielle Planung und Förderung

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei 74.500 Euro. Allerdings ist lediglich ein veranschlagtes Budget von 30.000 Euro aus dem Haushaltsplan 2026 eingeplant. Die Differenz von knapp 45.000 Euro soll durch Sponsoring gedeckt werden, im Extremfall aus dem Gesamthaushalt. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Förderung durch das Bundesprogramm zur Sportstättenförderung, aus dem Leonberg 2,2 Millionen Euro erhalten hat. Diese Mittel dienen jedoch nicht direkt der Eisbahn, sondern der langfristigen sportlichen Infrastruktur der Stadt.

Die Stadt hat zwei Angebote für die Errichtung der Eisbahn erhalten, wobei der ausgewählte Betreiber, Betreiber 1, zwar teurer ist, aber wirtschaftlich und technisch überzeugender erscheint. Die Stadt übernimmt zudem Marketingmaßnahmen, und der Jugendausschuss ist in die Planung des Rahmenprogramms eingebunden.

Rechtliche und organisatorische Hintergründe

Die Planung der Eisbahn war intensiv und umfassend. Rechtliche Beratung, Gespräche mit Lieferanten und Betreibern sowie ein Austausch mit anderen Städten haben dazu beigetragen, Risiken zu minimieren und eine nachhaltige Umsetzung zu gewährleisten. Ein entscheidender Punkt ist, dass der Betreiber verpflichtet ist, die Fläche nach Vertragsende wiederherzustellen. Zudem ist keine Sicherheitsleistung (z. B. Kaution oder Bankbürgschaft) erforderlich, was den Planungsprozess vereinfacht.

Die Stadt Leonberg als Grundstückseigentümerin ist verpflichtet, Schutzmaßnahmen für Dritte zu gewährleisten. Deshalb ist auch eine klare Haftungsverteilung zwischen Stadt und Betreiber vorgesehen. Ein Direktauftrag an den Betreiber ist zulässig, da der Schwellenwert für ein Vergabeverfahren nicht überschritten wird.

Auswirkungen auf Sport, Gemeinschaft und Wirtschaft

Die Eisbahn wird als ein Projekt verstanden, das über das sportliche Angebot hinausgeht. Sie ist ein zentraler Anziehungspunkt für Familien, Kinder und Jugendliche und fördert die soziale Integration sowie die lokale Wirtschaft. Durch das Rahmenprogramm mit Essens- und Getränkeständen entsteht zudem ein attraktives Umfeld, das die Innenstadt belebt und Besucher aus der Region anzieht.

Langfristig könnte die Erfahrung mit der Eisbahn auch als Pilotprojekt für weitere sportliche Großveranstaltungen dienen. Zudem bietet die Sponsoringstrategie eine Chance für lokale Unternehmen, sich in der Stadtgesellschaft zu engagieren und gleichzeitig ihre Markenpräsenz zu stärken.

Ausblick und Handlungsempfehlungen

Die Erste Eisbahn in Leonberg ist ein Meilenstein, der die sportpolitische Agenda der Stadt neu definiert. Sie zeigt, wie mit begrenzten finanziellen Mitteln und klarer Zielgruppenorientierung ein Projekt umgesetzt werden kann, das sowohl sportliche als auch soziale Werte trägt. Für die Zukunft wäre es sinnvoll, Erfahrungen aus diesem Projekt in die Planung zukünftiger Projekte einzubeziehen und die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft sowie mit Partnern aus Wirtschaft und Sport weiter zu stärken.

Quellen

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