Weimar im Fokus – Monatsrückblick Februar 2026
In diesem Monatsrückblick beleuchten wir die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen in Weimar im Februar 2026 – von der Sanierung der Humboldthalle bis hin zur Klimaanpassung und zum Radverkehr. Erfahren Sie, was für die Bürgerinnen und Bürger direkt relevant ist.
Sport, Mobilität und Klima: Die wichtigsten Entwicklungen in Weimar
Was diesen Monat wichtig war
- Sanierung der Humboldthalle: Der Stadtrat stimmte einstimmig für die Teilnahme am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten. Die Humboldthalle wird erneuert, bleibt städtisches Eigentum und wird an den Hochschulsportverein verpachtet.
- Stadtbushaltekontrakt verlängert: Der öffentliche Dienstleistungsauftrag für den Stadtbetrieb wurde um fünf Jahre verlängert, um langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten.
- Klimaschutz voran: Der Klimabeirat prüfte den Schlussentwurf der kommunalen Wärmeplanung und bereitet öffentliche Diskussionsrunden vor.
- Friedhofsgebühren aktualisiert: Die Friedhofsgebührensatzung wurde erneut überprüft und bleibt in der aktuellen Form gültig.
- Radverkehr wird konkret: Der Beirat für Radverkehr stimmte einem Budget von 50.000 Euro für Maßnahmen im Radverkehrskonzept zu.
Sport und Kultur: Humboldthalle wird fit für die Zukunft
Der Stadtrat Weimar hat mit großer Zustimmung den Beschluss gefasst, die Humboldthalle im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu sanieren. Die Maßnahme ist ein Meilenstein für die Sportentwicklung in der Region. Die Halle wird nach der Sanierung an den Hochschulsportverein (HSV) verpachtet, der sie dann mit Unterstützung von Landesmitteln betreibt. Die Stadt übernimmt einen Eigenanteil von 370.000 Euro, während Bund und Land jeweils 45 % der Kosten tragen. Dieser Schritt sichert nicht nur die Nutzung der Halle für Hochschulsport, sondern auch für Veranstaltungen und kulturelle Angebote in Weimar-West.
Mobilität: Stadtbushaltekontrakt verlängert
Der öffentliche Dienstleistungsauftrag (öDA) für den Stadtbetrieb wurde um fünf Jahre verlängert – von ursprünglich zehn auf insgesamt 15 Jahre. Die Verlängerung wurde direkt an die Stadtwirtschaft Weimar GmbH vergeben, was Ressourcen spart und Planungssicherheit schafft. Der öDA umfasst acht Linien mit festen Relationen und ist ein zentraler Bestandteil des Nahverkehrsplans 2026–2030. Die Entscheidung wurde aus wirtschaftlichen und rechtlichen Gründen getroffen, da Investitionen in den ÖPNV langfristig angelegt sind.
Klima: Weimar passt sich an – mit Beteiligung
Der Beirat für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung hat sich im Februar intensiv mit der kommunalen Wärmeplanung und der Stadtklimaanalyse beschäftigt. Im Rahmen der 4. Sitzung wurde der Schlussentwurf der Wärmeplanung vorgestellt, und es wurden Vorbereitungen für eine öffentliche Präsentation am 12. Februar getroffen. Zudem ist ein Auftakttermin für das Klimaanpassungskonzept für März geplant. Diese Schritte sind Teil des zukunftsorientierten Klimaschutzkonzepts Weimars, das sowohl auf Nachhaltigkeit als auch auf Bürgerbeteiligung setzt.
Friedhöfe und Soziales: Gebühren und Aktionsplan gegen Einsamkeit
Die Friedhofsgebührensatzung bleibt in der aktuellen Form gültig. Im Fokus standen dabei die Gebühren für Urnenwahlgräber und weitere Dienstleistungen. Darüber hinaus hat der Stadtrat beschlossen, einen kommunalen Aktionsplan gegen Einsamkeit zu erarbeiten. Dieser soll sowohl ältere als auch jüngere Bürgerinnen und Bürger in den Blick nehmen und Fördermittel aus dem Landesprogramm „solidarisches Zusammenleben“ nutzen. Zudem wurde der Oberbürgermeister gebeten, mit dem Behindertenbeirat auf die Stadtwirtschaft Weimar einzuwirken, um Menschen mit Behinderung den Zugang zum Schwansee-Bad zu erleichtern.
Radverkehr: Weimar macht Tempo
Der Beirat für Radverkehr hat im Februar konkrete Maßnahmen für den Radverkehr beschlossen. Mit einem Budget von 50.000 Euro sollen Sicherheitsverbesserungen im Schulwegenetz und andere Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept umgesetzt werden. Zudem wurden Projekte wie der Verbindungsweg zwischen Weimar-West und Weimar-Nord sowie die Oberflächeninstandsetzung der Grabenstraße vorbereitet. Die Stadt setzt damit auf eine nachhaltige Mobilität, die sowohl Sicherheit als auch Komfort für Radfahrerinnen und Radfahrer gewährleistet.
Weimar blickt nach vorn – mit Planung und Bürgerbeteiligung
Die Entwicklungen des Februars zeigen, dass Weimar sich aktiv auf die Zukunft einstellt. Ob im Bereich Sport, Mobilität oder Klimaschutz – die Stadt setzt auf langfristige Planung, Bürgerbeteiligung und nachhaltige Lösungen. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie diese Pläne in die Praxis umgesetzt werden – und wie weit Weimar als Modellstadt für Klimaanpassung und soziale Integration vorankommt.
Quellen
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