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Schleswig im Fokus: Städtebau, Klima und Wohnraum im Februar 2026

Schleswig im Fokus: Städtebau, Klima und Wohnraum im Februar 2026

Der Februar 2026 war in Schleswig geprägt von Entscheidungen im Bereich Städtebau, Klimaschutz, Wohnraumförderung und sozialer Infrastruktur. Erfahren Sie hier, welche Themen die Ratsversammlung und Ausschüsse beschäftigten und wie diese Entscheidungen die Stadt weiterentwickeln.

Städtebau und Wohnraum im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Neue Wohnraumförderung: Die Stadt Schleswig setzt auf die Novelle des BauGB ("Bau-Turbo") und schafft klare Leitlinien für neuen Wohnraum – mit Fokus auf soziale und barrierefreie Wohnformen.
  • Parkplatz für die Innenstadt: Ein provisorischer Parkplatz in der Wiesenstraße wurde genehmigt, um die Innenstadtsanierung zu unterstützen.
  • Fördermittel für Sportstätten und Schwimmbäder: Bundesweit und landesweit stehen über 325 Millionen Euro für Sanierungen bereit – Schleswig kann sich bewerben.
  • Neuer Quartiersmanager für St. Jürgen: Der Sozial- und Kulturausschuss beschloss die Einführung eines Quartiersmanagers für das Sanierungsgebiet St. Jürgen.
  • Klimaschutz voran: Der Runde Tisch Klimaschutz wird weiterentwickelt, um die Klimaziele der Stadt konkret umzusetzen.

Wohnraumförderung und Bau-Turbo: Neue Wege in der Stadtentwicklung

Im Februar hat Schleswig entscheidend auf die neue Bau-Turbo-Novelle des BauGB reagiert. Die Ratsversammlung setzte klare Leitlinien für die Anwendung der neuen Regelungen, um zügig neuen Wohnraum zu schaffen, ohne das Ortsbild und die städtebauliche Ordnung zu gefährden. Besonders hervorzuheben ist die Verpflichtung zu 20 % sozialem Wohnraum, 30 % bedingt barrierefreiem Wohnraum und 20 % Single-Wohnraum. Diese Regelungen gelten für Vorhaben im Innen- und Außenbereich, sofern sie in der Nähe des Innenbereichs liegen.

Ein Innenentwicklungskonzept wird in den nächsten Monaten folgen, um Flächen für Nachverdichtung zu identifizieren. Die neuen Regelungen werden nach 12 Monaten evaluiert, um bei Bedarf angepasst zu werden. Dies zeigt, wie Schleswig aktiv auf dem Wohnungsmarkt agiert und gleichzeitig soziale und ökologische Ziele verfolgt.

Innenstadtentwicklung und Parkplatzbau

Ein weiterer Schwerpunkt war die Innenstadtentwicklung, insbesondere durch den Bau eines provisorischen Parkplatzes in der Wiesenstraße. Mit einer Außerplanmäßigen Auszahlung von 170.000 Euro aus dem Tiefbaubudget wurde das Projekt beschlossen. Die Verwaltung begründete dies mit der Notwendigkeit, die Innenstadtentwicklung zu unterstützen und gleichzeitig die Parkplatzsituation zu verbessern.

Die Entscheidung war nicht einheitlich: Im Bau-, Klimaschutz- und Umweltausschuss sprachen sich 7 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen dafür aus. Im Finanzausschuss hingegen stimmten 13 Ja-Stimmen einstimmig zu. Dies zeigt, wie sensibel die Themen Verkehr und Stadtraum in der Diskussion bleiben.

Klimaschutz, Soziales und Kultur

Im Sozial-, Kultur- und Tourismusausschuss wurde der Quartiersmanager für St. Jürgen beschlossen, um das Sanierungsgebiet aktiv zu begleiten. Zudem wurde ein Förderantrag 2026 für das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird außerdem eine Bedarfsschein-Regelung für bedürftige Bürger in der Parkplatzsituation der Innenstadt prüfen – ein Schritt, der soziale Teilhabe stärken könnte.

Im Klimaschutzbereich wurde beschlossen, den Runden Tisch Klimaschutz weiterzuentwickeln. Dieses Gremium ist zentral für die Umsetzung der Klimaziele der Stadt. Zudem wurden Berichte zu Themen wie Glasfaserausbau, Vandalismusschäden und Tempo 30-Zonen vorgestellt. Die Stadt bleibt damit in der Verantwortung, den Klimaschutz aktiv voranzutreiben.

Fördertipps für Bürger und Vereine

Zwei wichtige Förderprogramme wurden in der Ratsversammlung vorgestellt:

  • Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten mit über 300 Mio. Euro – Bewerbungsfrist bis Ende April 2026.
  • Landesprogramm zur Förderung von Schwimmbädern mit 25 Mio. Euro – Chancen für Schleswig bestehen.

Diese Mittel können eine große Rolle spielen, um infrastrukturelle Defizite zu beheben und den Sport und das Vereinsleben in der Stadt zu stärken.

Überblick und Ausblick

Der Februar 2026 war geprägt von klaren Entscheidungen im Bereich Städtebau, Wohnraumförderung und Klimaschutz. Schleswig setzt auf klare Leitlinien für neue Bauprojekte, nutzt Förderprogramme für Sport und Schwimmbad, und stärkt soziale Strukturen durch Quartiersarbeit und Parkplatzlösungen.

Der Blick in den März richtet sich auf die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen – insbesondere die Erstellung des Innenentwicklungskonzepts und die Prüfung der Bedarfsschein-Regelung. Zudem wird die Evaluierung der Bau-Turbo-Novelle nach 12 Monaten erwartet – eine Möglichkeit, die Stadtentwicklung weiter zu optimieren.

Quellen

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