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Mobilität in Lübeck: Bahnhöfe, Radverkehr und der Fehmarnbelt im Januar 2026

Environment and Climate 📍 Luebeck · Schleswig-Holstein
Mobilität in Lübeck: Bahnhöfe, Radverkehr und der Fehmarnbelt im Januar 2026

In der Januarwoche 2026 setzte sich die Stadt Lübeck intensiv mit der Zukunft ihrer Mobilitätsstruktur auseinander. Von der Sanierung der Bahnhöfe über den Ausbau des Radverkehrs bis hin zur Hafenentwicklung und der Fehmarnbeltquerung – die Themen spiegeln die Prioritäten und Herausforderungen der Verkehrspolitik wider.

Bahnhöfe in Not: Zwischen touristischer Bedeutung und baulichem Verfall

Die Bahnhöfe Lübecks – insbesondere der Lübecker Hauptbahnhof und der Strandbahnhof in Travemünde – stehen im Brennpunkt der Diskussionen. Beide Objekte weisen dringende bauliche Mängel auf. Der Strandbahnhof, unter Denkmalschutz stehend, zeigt bereits deutlichen Verfall, weshalb dringend Sanierungsmaßnahmen geplant werden. Zudem ist die Eingangssituation an beiden Bahnhöfen touristisch und funktional problematisch.

Im Lübecker Hauptbahnhof wird besonders die Taubenproblematik und die mangelnde Sauberkeit kritisch beobachtet. Gleichzeitig laufen Planungen für ein Fahrradparkhaus mit Leihfahrrädern, um Touristen den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität zu erleichtern. Die Beschilderung wird zukünftig zweisprachig (deutsch/englisch) gestaltet, um die internationale Zielgruppe zu bedienen.

ÖPNV und Nahverkehr: Klimafreundlichkeit als zentrales Ziel

Die Entwicklung eines ÖPNV-Konzepts für die Altstadt und Travemünde ist ein zentrales Projekt des Januars. Die Stadt fördert aktiv das Deutschland-Schulticket und plant eine verbesserte Erreichbarkeit durch die Regio-S-Bahn. Gleichzeitig wird im Rahmen des Touristischen Entwicklungskonzepts 2030 (TEK 2030) auf eine klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln hingearbeitet.

Die Zusammenarbeit mit Partnern wie der Deutschen Bahn und NAH.SH ist hierbei entscheidend. Regionale Nahverkehrspläne werden aktualisiert, um den Bedürfnissen der Bevölkerung und Gäste gerecht zu werden. Der Fokus liegt dabei stärker denn je auf Integration, Pünktlichkeit und Komfort.

Radverkehr: Ausbau und Sicherheit als Prioritäten

Der Radverkehr ist in Lübeck ein Schlüsselthema. Im Januar 2026 wurde der Radschnellweg Ratzeburger Allee in den Bau gegangen, und auch die Moislinger Allee und Mengstraße sind Teil der Planungen. Die Entwicklung eines umfassenden Radverkehrskonzepts und die Umsetzung des Projekts Fahrradfreundliches Lübeck sind dabei zentrale Meilensteine.

Die Aktion Stadtradeln wird verstärkt genutzt, um das Bewusstsein für das Radfahren zu fördern. Gleichzeitig stehen Taxiförderung und die Straßenraumgestaltung in Kücknitz im Fokus, um den Radverkehr sicherer und attraktiver zu machen.

Hafenentwicklung und Fehmarnbelt: Zukunft der Verbindung

Die Hafenentwicklung und die Fehmarnbeltquerung (FFBQ) bilden die langfristige Perspektive der Lübecker Verkehrspolitik. Der Hafenentwicklungsplan (HEP) ist aktuell im Dialog- und Umsetzungsprozess. Die Hafenstandorte und touristische Nutzung, wie beispielsweise die Ostseestation Travemünde, sind dabei zentral.

Die Fehmarnbeltquerung ist ein europäisches Projekt, das Lübecks Zukunft als Verkehrsknotenpunkt stärkt. Lübeck ist aktiv in die Online-Beteiligung eingebunden und prüft mögliche Gewerbeflächen wie das Projekt Semiramis II. Die Verbindung zur Insel Fehmarn wird nicht nur touristisch, sondern auch wirtschaftlich relevant.

Ausblick: Mobilität als zentraler Transformationsprozess

Die Verkehrspolitik in Lübeck entwickelt sich zunehmend zu einem Transformationsprozess – weg von emissionsintensiven Verkehrsmitteln hin zu nachhaltigen Lösungen. Die Themen Bahnhöfe, ÖPNV, Radverkehr und Hafenentwicklung sind dabei nicht isoliert, sondern miteinander verbunden. Lübeck setzt auf eine integrierte Mobilität, die touristische Attraktivität, klimafreundliche Verkehrswege und soziale Teilhabe verbindet.

Im Jahr 2026 wird nicht nur gebaut, sondern auch reflektiert: Was ist notwendig, um Lübeck als lebendige, lebenswerte Stadt mit moderner Infrastruktur zu halten? Die Januarveranstaltungen zeigen: Die Stadt ist auf einem guten Weg – aber die Herausforderungen bleiben.

Quellen

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