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Pirnas Stadtentwicklung im März 2026: Von der Landesgartenschau bis zur Barrierefreiheit

Pirnas Stadtentwicklung im März 2026: Von der Landesgartenschau bis zur Barrierefreiheit

Im März 2026 setzte die Stadt Pirna in der 13. Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wichtige Impulse für die Zukunft der Stadtentwicklung. Neben der Planung der Landesgartenschau standen Sanierungsprojekte, Infrastrukturmaßnahmen und Wohnraumförderung im Mittelpunkt.

Pirnas Stadtentwicklung im März 2026: Von der Landesgartenschau bis zur Barrierefreiheit

Die Stadt Pirna hat sich im März 2026 mit einer Vielzahl an Themen beschäftigt, die die zukünftige Entwicklung der Stadt prägen werden. In der 13. Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wurden entscheidende Weichen gestellt – von der Bewerbung um die Landesgartenschau bis hin zur Sanierung historischer Gebäude und der Erneuerung von Sportstätten.

Großprojekte und Machbarkeitsstudien

Die Bewerbung um die Landesgartenschau 2030 ist einer der zentralen Themen der aktuellen Stadtentwicklung in Pirna. In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses wurde beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Das Büro Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten wurde beauftragt, die Planungsleistungen für „Stufe 2“ zu erarbeiten. Diese Studie ist ein entscheidender Schritt, um die finanzielle und räumliche Umsetzbarkeit der Gartenschau zu klären.

Die Studie ist auch ein Schritt in Richtung der Umsetzung des Leitbildes Pirna 2030, insbesondere Leitsatz 3, der auf die Stärkung der touristischen Attraktivität abzielt. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie werden mit 39.000 EUR veranschlagt, und die Finanzierung ist über das städtische Budget gesichert.

Sanierungen und Baumaßnahmen

Ein weiteres zentrales Thema war die Sanierung des Zentrums für Bildung, Kultur und Soziales im Pirnaer Stadtteil Sonnenstein. Hier wurden zwei Losse vergeben: Los 402 (Sanitärinstallation) an die Firma Heizungsbau W. Symank GmbH aus Dresden und Los 403 (Heizungsinstallation) an EGO GmbH aus Heidenau. Die Projekte sind Teil einer umfassenden Sanierung, die über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird. Der Baubeginn ist für April 2026 geplant, mit einem geplanten Fertigstellungsdatum im August 2027.

Auch in der Grundschule Neundorf wurden Fortschritte erzielt. Der Neubau des Turnraums und die dazugehörige Starkstrom- und FMI-Installation wurden an Elektro-Noack GmbH vergeben. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 2,57 Millionen EUR, wobei Fördermittel von über 1,64 Millionen EUR eingesetzt werden.

Barrierefreiheit und Sportinfrastruktur

Die Stadt Pirna setzt auch auf barrierefreie Infrastruktur. Ein Beispiel ist die barrierefreie Treppe zum Naturraumpark in Sonnenstein, für die die Firma Döhnert Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH & Co. KG aus Tharandt den Zuschlag erhielt. Die Maßnahme umfasst eine Treppenanlage, Geländer, Drainage und Rasenansaat und ist ein weiterer Schritt in Richtung inklusiverer Stadträume.

Im sportlichen Bereich wurde beschlossen, den Hallenboden und die Prallwand in der Sporthalle Sonnenstein zu erneuern. Die Finanzierung erfolgt über den Haushalt 2025/2026. Zudem wurde ein Mehrzwecktransportfahrzeug für den kommunalen Bauhof an Hummelmühle-Lockwitz GmbH vergeben, was die Winterdienst- und Bauarbeiten effizienter gestalten soll.

Wohnraumförderung und städtebauliche Instrumente

Ein besonders bedeutender Beschluss betraf die Anwendung der neuen Instrumente des Baugesetzbuches (BauGB), insbesondere die „Bauturbo“-Regelungen. Diese ermöglichen eine beschleunigte Genehmigung von Bauprojekten, insbesondere im Bereich des sozialen und preisgünstigen Wohnraums. Nach dem Willen des Stadtrats sollen Projekte mit mehr als 15 Wohneinheiten oder einer Flächeninanspruchnahme von mehr als einem Hektar vom Stadtentwicklungsausschuss genehmigt werden, kleinere Projekte hingegen vom Oberbürgermeister.

Dieser Beschluss ist Teil der städtebaulichen Strategie, die im Leitbild Pirna 2030 festgelegt ist, insbesondere Leitsatz 4a, der auf die Sicherung und Erweiterung des Wohnraums abzielt. Die Zustimmung der Gemeinde ist nur innerhalb der ausgewiesenen Bauflächen möglich, was die Planungssicherheit erhöht und dennoch städtebauliche Qualität sichert.

Fazit und Ausblick

Die März-Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in Pirna zeigt, dass die Stadt aktiv an der Zukunftsentwicklung arbeitet. Großprojekte wie die Landesgartenschau stehen neben kleineren, aber ebenso wichtigen Maßnahmen wie Sanierungen, barrierefreier Infrastruktur und der Förderung von Wohnraum. Die klare Zuständigkeitsverteilung und die Nutzung moderner städtebaulicher Instrumente wie des „Bauturbo“-Konzepts zeigen, dass Pirna bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Die nächsten Monate werden zeigen, wie die Machbarkeitsstudie für die Landesgartenschau verläuft und ob die Stadt sich erfolgreich bewerben kann. Gleichzeitig sind die Baumaßnahmen in Sonnenstein und Neundorf bereits in der Umsetzung. Mit diesen Schritten legt Pirna den Grundstein für eine lebenswerte, zukunftsorientierte Stadtentwicklung.

Quellen

Sitzung

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