Rückblick März 2026: Stadtentwicklung und Entscheidungen in Ebersbach-Neugersdorf
Im März 2026 standen in Ebersbach-Neugersdorf wichtige Entscheidungen zur Kindertagesstätten-Rekommunalisierung, Haushaltsübertragung und Hochwasserschutz im Vordergrund. Der Stadtrat bereitete zudem eine Einwohnerversammlung vor und setzte Investitionen im Abwasserbereich um.
Entscheidungen im Fokus: März 2026 – Was wichtig war
- Rekommunalisierung der Kindertageseinrichtungen: Die Stadt hat beschlossen, die Betreuungseinrichtungen „Oberlandknirpse“, „Knirpsenland“ und „Spreequellspatzen“ zurückzukaufen – mit Ausnahme der letzteren, die bis 2027 weiter betrieben wird.
- Haushaltsübertragungen in Höhe von 345.500 EUR: Um Investitionen aus dem Vorjahr fortzusetzen, wurden Mittel aus dem Haushalt 2025 in den Haushalt 2026 übertragen.
- Neue Bekanntmachungssatzung: Die Stadt hat eine neue Satzung zur Regelung der öffentlichen Bekanntmachungen beschlossen. Der Name „Spreequellbote“ für das Amtsblatt entfällt.
- Abwasserplanung vorangetrieben: Der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Abwasser „Spreequellen“ verabschiedete die Vergabe der Planung für die Erneuerung des BHKW an die Firma PICON GmbH.
- Einwohnerversammlung für April geplant: Der Stadtrat beschloss die Einberufung einer Einwohnerversammlung am 13. April 2026, die Themen wie den Flächennutzungsplan und den B-Plan behandeln wird.
Kindertagesstätten zurück in kommunale Hand
Die Rekommunalisierung der drei Kindertageseinrichtungen markiert einen Meilenstein in der kommunalen Bildungs- und Betreuungspolitik. Die Stadt hat sich dafür entschieden, die Einrichtungen „Oberlandknirpse“ und „Knirpsenland“ vollständig zurückzukaufen, um die Qualität und Transparenz in der Kinderbetreuung zu sichern. Die Einrichtung „Spreequellspatzen“ wird vorübergehend bis Ende 2027 weiter betrieben, um Übergangslösungen zu ermöglichen.
Die Finanzierung der gesamten Maßnahme ist gesichert, und die Haushaltsbelastung ab 2027 wird in den laufenden Haushalt einfließen. Dies ist ein Schritt hin zu einer stabilen und kommunalen Betreuungsstruktur, die den Anforderungen der Zukunft besser entsprechen kann.
Haushaltsübertragungen und Investitionen in Infrastruktur
Im März 2026 wurden knapp 345.500 EUR aus dem Haushalt 2025 in den Haushalt 2026 übertragen, um laufende Projekte fortzusetzen. Dazu gehören beispielsweise die Umrüstung auf LED-Beleuchtung im OT Ebersbach (47.400 EUR), die Sanierung von Waldwegen (25.200 EUR) und die Abdichtung von Gebäudeteilen (58.000 EUR).
Diese Investitionen sind Teil der langfristigen Planung und dienen der Instandhaltung sowie der Modernisierung der städtischen Infrastruktur. Die Übertragungen erfolgten gemäß gesetzlicher Vorgaben und sind Teil der Haushaltsplanung, die ab 2027 in den laufenden Haushalt einfließen wird.
Hochwasserschutz und neue Planungssatzung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Verabschiedung des Hochwasserrisikomanagementplans (HWRMP). Dieser wurde von der Stadt Ebersbach-Neugersdorf beschlossen und beinhaltet detaillierte Analysen von Schadenspotentialen, Modellierungen von Hochwasserereignissen sowie Gefahren- und Risikokarten. Der Plan wurde von der Ingenieurin Christin Drewniok erstellt und umfasst 97 Seiten.
Zudem wurde eine neue Bekanntmachungssatzung beschlossen, die die Vorgehensweise bei öffentlichen und ortsüblichen Bekanntmachungen regelt. Diese ist ab 01.04.2026 gültig und ersetzt den bisherigen Namen „Spreequellbote“ für das elektronische Amtsblatt.
Abwasserplanung und Investition in Energieeffizienz
Der Betriebsausschuss des Eigenbetriebs Abwasser „Spreequellen“ hat die Planung für die Erneuerung des BHKW (Blockheizkraftwerks) auf der Kläranlage Ebersbach an die Firma PICON GmbH vergeben. Mit einem Bruttobetrag von 80.781,44 EUR hat die Firma das wirtschaftlichste Angebot abgegeben.
Die Maßnahme ist Teil der Mittelfristplanung und muss bis Ende 2026 abgeschlossen werden, um den KWK-Zuschlag in Höhe von ca. 60.000 EUR nicht zu gefährden. Die Haushaltsmittel für 2026 decken die geplante Summe vollständig ab.
Einwohnerversammlung: Bürgermeister informiert über Planungen
Der Stadtrat hat beschlossen, eine Einwohnerversammlung am 13. April 2026 einzuberufen. Thema der Versammlung sind der Flächennutzungsplan und der B-Plan Seifhennersdorfer Straße. Diese Planungen sind von zentraler Bedeutung für die künftige städtische Entwicklung. Bürgermeister Steffen Ain wird die Versammlung leiten, und die Einladung wird bis zum 02.04.2026 über das elektronische Amtsblatt veröffentlicht.
Ausblick und Zusammenfassung
Der März 2026 war in Ebersbach-Neugersdorf geprägt von zentralen Entscheidungen im Bereich Bildung, Finanzen und Infrastruktur. Die Rekommunalisierung der Kindertagesstätten, die Haushaltsübertragungen und der Hochwasserschutz zeigen, wie die Stadt auf langfristige Herausforderungen reagiert. Gleichzeitig setzt Ebersbach-Neugersdorf Investitionen in Energieeffizienz und Abwasserplanung um, um die kommunale Infrastruktur zu stärken.
Mit der geplanten Einwohnerversammlung im April setzt die Stadt zudem auf Transparenz und Bürgerbeteiligung – ein wichtiger Schritt in der kommunalen Demokratie. Im April werden weitere Details zu den Planungen bekannt und die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern fortgeführt.
Quellen
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