Monatlich 3 Min. Lesezeit

Möser im April 2026: Investitionen, Finanzen und neue Projekte

Möser im April 2026: Investitionen, Finanzen und neue Projekte

Im April 2026 setzte die Gemeinde Möser verstärkt auf Investitionen in Infrastruktur, Finanzsicherheit und lokale Entwicklungen. Zahlreiche Entscheidungen wurden getroffen, die die Zukunft der Gemeinde und ihrer Ortschaften prägen.

Infrastruktur, Finanzen und Zukunft in Möser

Was diesen Monat wichtig war

  • 3,05 Millionen Euro für Infrastruktur: Das Sondervermögen "Infrastruktur" wurde aufgeteilt – 32 % für Gemeinschaftsmaßnahmen, 20 % für Rückstellungen und 48 % für ortspezifische Projekte.
  • Neue Einfamilienhäuser genehmigt: In Möser und anderen Ortschaften wurden Bauvorhaben einstimmig genehmigt, unter anderem an der Pietzpuhler Weg 4.
  • Modernisierung des Bürgerzentrums Lostau: Ein Grundsatzbeschluss für die Sanierung und den Ausbau des Bürgerzentrums wurde gefasst.
  • Finanzsicherheit gegeben: Der Gemeinderat lehnte Kreditaufnahmen ab – der Finanzsaldo für 2025 ist mit 1,35 Millionen Euro positiv.
  • Pacht- und Mietpreisanpassung: Eine einheitliche Regelung für marktgerechte Preise wurde für alle Ortschaften beschlossen.
  • Neue Sitz- und Ruhebänke: In Lostau wird der Wegeinfrastruktur eine funktionale Ergänzung hinzugefügt.

Infrastruktur und Investitionen: Was wird gebaut?

In Möser und den umliegenden Ortschaften hat der April 2026 deutliche Impulse für infrastrukturelle und bauliche Maßnahmen gesetzt. Mit dem Sondervermögen "Infrastruktur" in Höhe von 3,05 Millionen Euro wurden Prioritäten gesetzt, die sowohl auf Gemeinschaftsprojekte als auch auf ortspezifische Maßnahmen abzielen.

Die Gemeinschaftsmaßnahmen (32 %) umfassen unter anderem die Vorbereitung eines zentralen Standortes für Katastrophenschutz, Feuerwehr und Bauhof. Zudem ist die Altlastensanierung – insbesondere der Abriss der Lagerhalle in Lostau – geplant, wofür die Gemeinde einen Eigenanteil von jeweils 30.000 Euro leisten muss.

Die ortspezifischen Maßnahmen (48 %) liegen in der Zuständigkeit der Ortschaftsräte. In Schermen wird beispielsweise das Sportlerheim saniert, in Körbelitz die Alte Schule energetisch aufgewertet. Auch in Lostau wird das Bürgerzentrum modernisiert – mit 80 % Fördermitteln und einem kommunalen Eigenanteil.

Finanzpolitik: Sicherheit durch klare Zahlen

Die finanzielle Lage der Gemeinde bleibt weiterhin stabil. Der Finanzsaldo aus der laufenden Verwaltungstätigkeit 2025 beträgt 1,35 Millionen Euro, was eine Kreditaufnahme überflüssig macht. Zudem wurde der Kassenkredit nur für 3 Banktage genutzt – ein Zeichen für finanzielle Disziplin.

Die Finanzrechnung für das 1. Quartal 2026 zeigt, dass die Einzahlungen mit 14,1 Millionen Euro leicht unter den Planwerten lagen, die Auszahlungen hingegen mit 12,6 Millionen Euro ebenfalls unter den geplanten Werten. Der Saldo blieb damit positiv. Im Investitionsbereich gab es hingegen einen Defizit von 692.728 Euro, was vor allem auf die Baukosten für Turnhalle und Feuerwehrgerätehäuser zurückzuführen ist.

Die Kassenkreditinanspruchnahme wurde angepasst, und die Bankverbindung der Gemeinde bleibt weiterhin bei der Sparkasse Magdeburg.

Pacht- und Mietpreisanpassungen: Transparent und marktgerecht

Ein zentrales Thema in den Ortschaftsräten war die Anpassung von Pacht- und Mietpreisen für gemeindeeigene Flächen. Ziel ist es, marktgerechte Preise festzulegen, die sowohl für die Gleichbehandlung als auch für die Haushaltskonsolidierung sorgen. Die Anpassung erfolgt spätestens ab 2027 und alle drei Jahre, sofern sich die ortsüblichen Preise um mehr als 10 % verändert haben.

Bestehende Verträge mit ortsansässigen Vereinen, Photovoltaikanlagen, Altkleidercontainern oder Packstationen bleiben davon nicht betroffen. Die Regelungen basieren auf § 33 der KVG LSA und der Pachtpreisübersicht landwirtschaftlicher Grundstücke im LSA.

Cross-Topic: Infrastruktur, Finanzen und Bürgerbeteiligung

Der April 2026 zeigt, wie eng Infrastruktur, Finanzplanung und Bürgerbeteiligung miteinander verbunden sind. Die Entscheidungen in den Ortschaftsräten und im Gemeinderat spiegeln nicht nur eine klare finanzielle Strategie wider, sondern auch ein starkes Bemühen, die Lebensqualität in Möser nachhaltig zu verbessern.

Die Sanierung von Bürgerzentren, die Neubauten und die Anpassung von Pacht- und Mietpreisen zeigen, dass die Gemeinde auf ein gutes Gleichgewicht zwischen Investitionen und finanzieller Sicherheit setzt. Gleichzeitig bleiben die Bürger durch Einwohnerfragestunden und Transparenz in Entscheidungsprozesse eingebunden.

Fazit und Ausblick

Der April 2026 war in Möser ein Monat der Planung, Investitionen und finanzieller Klarheit. Die Gemeinde hat nicht nur Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht, sondern auch Klarheit in der Finanzpolitik geschaffen. Die Anpassung von Pacht- und Mietpreisen, die Modernisierung von Bürgerzentren und die Genehmigung von Neubauten zeigen, dass Möser auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung setzt.

Im Mai wird es vor allem um die Umsetzung der beschlossenen Projekte und die weitere Finanzplanung gehen. Die nächste Gemeinderatssitzung ist bereits für 7. April angesetzt, wobei sich der Fokus auf Jugendförderung und digitale Ratsarbeit verlagern könnte.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Moeser

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen