Mainz April 2026 – Was sich im Rathaus getan hat
Im April 2026 gab es in Mainz zahlreiche Entscheidungen und Diskussionen zu Mobilität, Finanzen, Bildung und Kultur. Hier ist der monatliche Rückblick für Bürger:innen.
Was diesen Monat wichtig war
- Finanzen & Vergaben: Im April wurden über 2,1 Millionen Euro an Bauleistungen einstimmig vergeben.
- Bildung: Die Nutzung mobiler Endgeräte an Mainzer Schulen wurde geregelt – unter Einhaltung der DSGVO.
- Mobilität: Straßenbahnhaltestellen werden barrierefreier und sicherer gemacht – mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land.
- Kultur: Es gab Diskussionen zur Zukunft der Kunsthalle Mainz und zur Nutzung historischer Gebäude wie dem Alten Feuerwehrhaus.
- Umwelt: Die Stadt prüft Maßnahmen gegen Krähen in sensiblen Bereichen, ohne Vergrämung.
Mobilität und Verkehr: Sicherheit und Barrierefreiheit im Fokus
Der April brachte zahlreiche Themen zur Verkehrssicherheit und Mobilität. Die Straßenbahnhaltestellen der Linien 51, 52 und 53 werden barrierefrei und sicherer umbaut. Die Kosten pro Haltestelle liegen zwischen 500.000 und 1.000.000 Euro, finanziert zu 50 % vom Bund und 35 % vom Land.
Auch in der Wallaustraße (Mainz-Neustadt) wurde Pflaster durch Asphalt ersetzt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Zudem wurden Anfragen zur Taktung der Straßenbahnlinie 52 und zur Kreuzungssicherheit am Fichteplatz gestellt. Die Verwaltung arbeitet an Lösungsvorschlägen, auch wenn konkrete Ergebnisse noch ausstehen.
Bildung: Mobile Endgeräte an Schulen
Ein bedeutender Beschluss fiel im April über die Nutzung mobiler Endgeräte an Mainzer Schulen. Der Schulträgerausschuss verabschiedete eine Satzung, die die Ausgabe, Nutzung, Wartung und Rückgabe von Tablets, Convertibles und Notebooks regelt. Die Regelung erfolgt unter Einhaltung der DSGVO und eines zentralen Mobile Device Managements (MDM).
Private Nutzung ist nur erlaubt, wenn sie im Medienkonzept der Schule vorgesehen ist. Bei Verlust oder Beschädigung sind Schadensersatzregelungen festgelegt. Der Beschluss betont die Bedeutung digitaler Bildung und gleichzeitig den Schutz der Schüler:innen.
Kultur und Stadtentwicklung: Zukunftsvisionen und Erhalt
Im April 2026 standen kulturelle Entwicklungen und städtebauliche Projekte im Mittelpunkt. Der Ortsbeirat Mainz-Neustadt forderte Gespräche zur Zukunft der Kunsthalle Mainz und zur künftigen Auswahl der künstlerischen Direktion. Zudem wurde nach der Wiederinbetriebnahme des Alten Feuerwehrhauses gefragt, mit Vorschlägen für eine Nutzung als Heimatmuseum.
Die Stadtverwaltung bestätigte, dass keine Vergrämungsmaßnahmen gegen Saatkrähen geplant sind, auch wenn Anfragen zu deren Einfluss auf Spielplätze und Parks bestehen. Stattdessen wird die Situation beobachtet und bei Bedarf präventiv reagiert.
Wohnen und Finanzen: Wohnungsmarktbericht und Förderungen
Der Wohnungsmarktbericht Mainz 2025 wurde in einer gemeinsamen Sitzung zur Kenntnis genommen. Der Bericht enthält 28 Empfehlungen in fünf Handlungsfeldern: Neubau, Bestandsoptimierung, Klimaschutz, Nachfragegruppen und kommunale Handlungsspielräume. Der Wohnungsmarkt wächst: Seit 2015 stiegen die Wohnungen um 12.000 Einheiten, die Bevölkerung um 17.880 Personen und die Haushalte um 4.200.
Finanziell unterstützt wurde der Bericht zu 90 % durch das ExWoSt-Programm. Zudem wurde ein Preis zur Förderung Mainzer Bildender Künstlerinnen und Künstler beschlossen, mit einem Preisgeld von 5.000 Euro und Pauschalen für externe Juror:innen.
Umwelt und Grünflächen: Grünachsen, Photovoltaik und Winterdienst
Im Bereich Umwelt und Klima standen Themen wie Grünflächenentwicklung und Photovoltaik im Vordergrund. In Ebersheim wurde nach der Umsetzung der Grünachsen geprüft, wobei konkrete Maßnahmen noch ausstehen. In Gonsenheim wurde die Eignung von Dachflächen für Photovoltaikanlagen bestätigt, wobei Ausnahmen bei Verschattung oder Denkmalschutz bestehen.
Zudem wurde der Winterdienst in Gonsenheim thematisiert: Etwa 90 Mitarbeitende standen im vollen Einsatz, unterstützt durch externe Unternehmen. Die Stadt prüft zudem Maßnahmen gegen Krähen in sensiblen Bereichen, ohne Vergrämung.
Cross-topic: Digitalisierung und Bürgerbeteiligung
Der April zeigte, dass Mainz sich weiterhin auf den Weg macht, digitale Bildung und moderne Infrastruktur zu verbinden. Gleichzeitig setzt die Stadt auf Bürgerbeteiligung – etwa im Beirat für Bürgerbeteiligung, der Berichte zu Mobilitätsplanung und Entwicklungskonzepten vorlegte. Die Testung eines Stadtteilmarktes in Hartenberg/Münchfeld ist ein weiteres Beispiel für partizipative Stadtentwicklung.
Fazit und Ausblick
Der April 2026 war in Mainz geprägt von pragmatischen Entscheidungen und zukunftsorientierten Diskussionen. Ob Finanzen, Bildung, Mobilität oder Kultur – die Stadt bleibt auf Kurs, um die Bedürfnisse ihrer Bürger:innen zu berücksichtigen. Im Mai steht unter anderem die Fortsetzung der Mobilitätsplanung und die Umsetzung der Grünachsen auf der Agenda. Zudem wird der Wohnungsmarktbericht 2025 in die Handlungsfelder eingearbeitet.
Quellen
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