Frankenthal: Tom-Mutters-Schule zieht in ehemalige Klinik – ein Meilenstein für Bildung und Infrastruktur
In Frankenthal hat der Schulträgerausschuss im März 2026 einen wegweisenden Beschluss gefasst: Die Tom-Mutters-Förderschule zieht in das ehemalige Klinikgebäude am Metznerpark. Der Umzug ist Teil einer umfassenden Lösung für die Räumlichkeitssituation der Schule. Dieser Artikel analysiert die Hintergründe, die Umbaumaßnahmen und die finanziellen Auswirkungen.
Frankenthal: Die Tom-Mutters-Schule und die Suche nach Raum
Die Tom-Mutters-Förderschule in Frankenthal ist in einer Phase intensiver räumlicher Umstrukturierung. Bisher verteilt sich die Schule auf drei Standorte – das Hauptgebäude, das Internat PIH und das CongressForum. Diese Fragmentierung stellte nicht nur eine Herausforderung für die pädagogische Arbeit dar, sondern auch für die Organisation und das Wohlbefinden der Schüler*innen.
Im März 2026 hat der Schulträgerausschuss entschieden, das ehemalige Klinikgebäude am Metznerpark als Interimslösung zu nutzen. Diese Entscheidung wurde einstimmig getroffen und markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der Schule. Der Umzug ist Teil eines größeren Plans, langfristig alle Klassen an einem Standort zusammenzuführen, um die pädagogische Qualität und die logistische Effizienz zu steigern.
Der Umzug: Von der Klinik zur Schule
Das ehemalige Klinikgebäude am Metznerpark bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die es zur idealen Interimslösung machen. Das Gebäude verfügt über zwei barrierefrei zugängliche Etagen, eine vorhandene Mensa, mehrere Räume für flexible pädagogische Nutzungen, sowie über Außenflächen und zwei bauliche Rettungswegen. Diese Struktur macht das Gebäude besonders geeignet für den Schulbetrieb – im Gegensatz zu einer Containerlösung, die zwar kurzfristig flexibel, aber deutlich teurer und weniger dauerhaft ist.
Die Klinik zieht voraussichtlich im April 2026 aus, wodurch der Umzug der Schule bereits im laufenden Schuljahr möglich wird. Dies ist ein entscheidender Vorteil, da es ermöglicht, die aktuelle Raumsituation rasch zu entlasten. Langfristig ist das Ziel, das Gebäude in den öffentlich zugänglichen Teil des Metznerparks zu integrieren und weiterhin Gemeinbedarfszwecken zu dienen.
Umbaumaßnahmen und Kosten
Der Umbau des Klinikgebäudes in einen Schulstandort ist ein umfangreiches Projekt. Die Umbaumaßnahmen konzentrieren sich auf die Innenräume, um Klassenräume in geeigneter Größe zu schaffen. Dazu gehören Durchbrüche von Patientenzimmern, die Vergrößerung des Speiseraums, sowie die Schallschutz- und Sanierungsarbeiten in den Klassenzimmern. In der Nebenraumspange sind unter anderem eine Lehrküche, ein Multifunktionsraum, ein Lehrerzimmer und Technikräume vorgesehen.
Die Kosten für den Umbau werden mit 1.909.650 EUR (brutto) veranschlagt. Dies ist deutlich günstiger als die Kosten für eine Containerlösung, die mit 3.086.000 EUR (brutto) veranschlagt werden. Der Kostenvorteil spricht für die Entscheidung, das Klinikgebäude zu nutzen. Zudem wird der Fachbereich 40 (Bildung, Kultur und Sport) prüfen, welche Maßnahmen neu priorisiert werden können, um Haushaltsmittel für das Projekt freizusetzen.
Ausblick: Eine neue Ära für die Tom-Mutters-Schule
Der Umzug in das ehemalige Klinikgebäude ist nicht nur eine Lösung für die dringend benötigte Entlastung der Raumsituation, sondern auch ein Schritt in Richtung einer zentralisierten, effizienten und hochwertigen Schulentwicklung. Mit der Zusammenführung von vier derzeit ausgelagerten Klassen an einem Standort und der Möglichkeit, zwei weitere Klassen unterzubringen, wird die Schule langfristig besser aufgestellt.
Die Schulleitung und der Schulelternbeirat haben das Projekt positiv bewertet, was zeigt, dass die Entscheidung auf breiter Zustimmung basiert. Mit der Fertigstellung des Umbaus wird die Tom-Mutters-Schule nicht nur räumlich, sondern auch symbolisch einen neuen Abschnitt in ihrer Geschichte einleiten.
Quellen
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