Wichtige Entwicklungen in Warendorf – April 2026
Der April 2026 brachte in Warendorf wichtige Entscheidungen zu städtischen Planungen und Infrastrukturmaßnahmen. Der Bezirksausschuss Freckenhorst-Hoetmar beschloss Änderungen im Bebauungsplan, während der Betriebsausschuss wichtige Investitionen im Abwasserbetrieb vorantrieb. Hier sind die zentralen Themen im Überblick.
Wichtige Entscheidungen für Warendorf im April 2026
Was diesen Monat wichtig war:
- Der Bebauungsplan "Hof Lohmann" wurde aktualisiert und geht in die nächste Beteiligungsphase.
- Große Investitionen im Abwasserbetrieb: Über 940.000 Euro werden in Kanalsanierungen in Einen, Müssingen und der Querstraße investiert.
- Die Abschreibung nach Wiederbeschaffungszeitwerten wurde besprochen – ein Thema mit finanziellen Auswirkungen.
- Feuerwehr- und Klimaschutzaspekte wurden in mehreren Projekten berücksichtigt.
- Öffentliche Beteiligung bleibt ein zentrales Element städtischer Planungen – auch bei Bebauungsplanänderungen.
Bebauungsplan "Hof Lohmann" – Stadterneuerung und Natur im Fokus
Der Bezirksausschuss Freckenhorst-Hoetmar traf im April 2026 wichtige Entscheidungen zur Gestaltung des Areals "Hof Lohmann". Mit der Änderung des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans legte die Stadt klare Vorgaben für die zukünftige Nutzung fest.
Im Mittelpunkt standen dabei die Schutzmaßnahmen für Natur und Landschaft, die in Form eines externen Ausgleichs südlich des Areals vorgesehen sind. Die Grundflächenzahl (GRZ) wurde auf 0,3 festgelegt, mit einer Überschreitungsoption bis zu 0,7. Gleichzeitig wurde die Wohnnutzung ausgeschlossen – was bedeutet, dass das Areal künftig beispielsweise für Gewerbe oder öffentliche Einrichtungen genutzt werden könnte.
Die Stellplatzplanung legt voraus, dass mehr als 35 Stellplätze eingerichtet werden, wobei die Stadt bewusst auf PV-Überdachungen oder Bepflanzungen verzichtet hat. Im Zuge der Planung wurde auch ein Klima-Check Stufe 2 durchgeführt, und die Feuerwehrbelange wurden berücksichtigt.
Die Änderungen gehen nun in die erneute Öffentlichkeitsbeteiligung, was bedeutet, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Behörden erneut Gelegenheit haben, Stellung zu beziehen.
Abwasserbetrieb: Große Investitionen für Kanalsanierungen
Im April tagte der Betriebsausschuss des Abwasserbetriebes Warendorf, um über mehrere Investitionen zu entscheiden. Besonders hervorzuheben sind die Kanalsanierungen in Einen und Müssingen sowie in der Querstraße.
Für die Sanierung in Einen und Müssingen wurden 480.000 Euro bewilligt, wobei die Arbeiten bis 2027 Q2 abgeschlossen werden sollen. Die Maßnahme wird in einem beschränkten Ausschreibungsverfahren vergeben. In der Querstraße sind 460.000 Euro investiert, wovon 350.000 Euro für die eigentliche Investition vorgesehen sind. Die Arbeiten umfassen die Verdämmung von Haltungen auf Privatgrund und die Gestaltung der Anschlüsse an die Dreibrückenstraße.
Zudem wurde ein Revisionsbericht zum Risikofrüherkennungssystem vorgestellt, das 2006 eingeführt und 2018 überprüft wurde. Die Stadt setzt hier auf präventive Planung, um Schäden im Abwasserbau frühzeitig zu erkennen.
Abschreibung und Finanzierung: Ein Thema mit Auswirkungen
Ein weiteres wichtiges Thema im Betriebsausschuss war die Abschreibung nach Wiederbeschaffungszeitwerten. Markus Esch von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Heilmaier & Partner stellte den Bericht vor. Die finanziellen Auswirkungen dieser Abschreibung sind im Haushaltsplan 2026 berücksichtigt.
Die Stadt nutzt solche Bewertungen, um langfristige Investitionsplanung und die Finanzierung zukünftiger Projekte realistisch abzuschätzen. Dies ist besonders in Zeiten knapper Kassen und steigender Investitionsbedarfe wichtig.
Überblick und Ausblick
Der April 2026 war in Warendorf geprägt von klaren Entscheidungen im Bereich Stadtentwicklung und Infrastruktur. Die Änderungen im Bebauungsplan "Hof Lohmann" zeigen, wie die Stadt Natur und Stadtraum verbindet, während Investitionen im Abwasserbetrieb die Langlebigkeit der Infrastruktur sichern.
Im Mai wird die Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Bebauungsplanänderungen in Gang kommen. Bürgerinnen und Bürger haben somit wieder die Möglichkeit, sich einzubringen. Zudem stehen weitere Investitionsentscheidungen im Abwasserbereich an, die den Klimaschutz und die Sicherheit in der Stadt weiter stärken.
Quellen
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