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Warendorfer Abwasserbau 2026: Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz

Energy and Utilities Environment and Climate 📍 Warendorf · Nordrhein-Westfalen
Warendorfer Abwasserbau 2026: Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz

Im Februar 2026 setzt die Stadt Warendorf verstärkt auf Investitionen in die Abwasserinfrastruktur. Der Betriebsausschuss beschäftigte sich mit zwei zentralen Projekten: dem Druckrohrnetz in Neuwarendorf und dem Sondergebiet Aktivmuseum Landtechnik. Beide Maßnahmen tragen zur Gewässerschutz und Klimaverträglichkeit bei und sind Teil der langfristigen Planungen der Stadt.

Wichtige Entscheidungen im Warendorfer Abwasserbetrieb

Der Abwasserbetrieb Warendorf ist ein entscheidender Akteur für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz. Im Februar 2026 standen zwei bedeutende Projekte im Fokus der öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses. Diese Maßnahmen sind nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch finanziell aufwendig und politisch relevant, da sie die zukünftige Infrastruktur der Stadt prägen.

Druckrohrnetz in Neuwarendorf: Planung und Umsetzung

Im Zuge der Sitzung am 10. Februar 2026 wurde der Bauplan für das Druckrohrnetz in Neuwarendorf (Netz 17.1) besprochen. Mit einem Investitionsvolumen von 105.000 Euro und einem Budgetrahmen von insgesamt 110.000 Euro ist das Projekt Teil der geplanten Modernisierung des Abwassernetzes. Die Baumaßnahme ist für Anfang 2026 vorgesehen und soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Die Planung wurde bereits mit einem Klima-Check Stufe 2 durchlaufen, was die Klimaverträglichkeit bestätigt. Thomas Meier aus dem Abwasserbetrieb stellte den Bericht, der auch finanzielle Auswirkungen beinhaltet. Die Mittel sind im Haushaltsplan der Stadt Warendorf eingeplant, was die Seriosität und Planbarkeit der Maßnahme unterstreicht.

Großprojekt im Sondergebiet Aktivmuseum Landtechnik

Ein weiteres Projekt, das in der Sitzung angesprochen wurde, ist die Erstellung des Druckrohrnetzes im Sondergebiet Aktivmuseum Landtechnik. Mit einer Investitionssumme von 1,15 Millionen Euro ist dies ein deutlich größeres Vorhaben. Ziel ist es, das Schmutzwasser über eine zentrale Reinigungsanlage (ZKA Warendorf) abzuleiten, wodurch der Gewässerschutz verbessert wird.

Die Planung umfasst die Verlegung von rund 5,4 km Druckrohrleitungen und 43 Grundstücksanschlussleitungen. Technische Einrichtungen wie Zwichenpumpwerke, Absperrschieber und Spülarmaturen werden installiert. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr oder Sommer 2026 beginnen, wobei die Ausschreibung bereits vorbereitet wird.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Laut den Kriterien der AEK 2023 (Abwasserentsorgungskosten) sind Maßnahmen im Bereich 1 und 2 wirtschaftlich, während Maßnahmen im Bereich 3 nicht umgesetzt werden. Die Maßnahmen in Warendorf fallen in die wirtschaftlich sinnvollen Bereiche.

Synergien mit anderen Stadtwerken und Klimaschutz

Neben der technischen Umsetzung ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Stadtwerken relevant. So wurden Synergieeffekte bei der Verlegung von Versorgungsleitungen mit den Stadtwerken Warendorf und der Feuerwehr berücksichtigt. Dies zeigt, wie vernetzt die Stadtplanung in Warendorf ist.

Der Eingriff in den Wasserhaushalt wird bewusst auf ein Minimum beschränkt, was auch im Rahmen der Klimaschutzpolitik der Stadt wichtig ist. Die Bauverfahren sind so gewählt, dass Umweltbelastungen minimiert werden – insbesondere bei Gewässerkreuzungen, wo die Druckrohrleitungen in geschlossener Bauweise verlegt werden.

Ausblick auf die Zukunft

Die Investitionen in das Abwasserrohrnetz in Warendorf sind nicht nur technisch notwendig, sondern auch ein Zeichen für die langfristige Planung und Verantwortung der Stadt. Beide Projekte tragen dazu bei, die Infrastruktur zu stärken, den Gewässerschutz zu verbessern und gleichzeitig Klimaschutzziele zu erreichen. Mit der Umsetzung in 2026 wird Warendorf auch in der Region als Vorreiter bei nachhaltiger Stadtentwicklung wahrgenommen.

Quellen

Sitzung

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