Was in Viersen im Februar 2026 wichtig war
Im Februar 2026 standen in Viersen Haushaltsentscheidungen, soziale Projekte, Klimaschutzmaßnahmen und städtische Entwicklungen im Fokus. Hier der Überblick.
Bürgerrelevante Highlights des Monats
- Der Haushaltsplanentwurf 2026 wurde weitestgehend beschlossen, wobei die Sportpauschale bis 2028 verpflichtend gebunden bleibt.
- Ein Tagesaufenthalt für wohnungslose Menschen wird eingerichtet, sofern Mittel bis 2029 bereitgestellt werden.
- Die Schwimmquote in der vierten Klasse sank von 40,19 % auf 19,50 %, dank Schulschwimmwochen und Kursangeboten.
- Der Warmbadetag im Stadtbad Viersen wird in einer Pilotphase wöchentlich angeboten.
- Ein Funktionsgebäude am Friedhof Löh wird geplant, vorbehaltlich der Mittelbereitstellung.
Haushalt und Finanzen: Sicherheit für die Zukunft
Der Haushaltsplanentwurf 2026 wurde in mehreren Ausschüssen und schließlich auch im Rat beschlossen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Sportpauschale bis 2028 verpflichtend gebunden bleibt, was Sicherheit für sportliche Angebote bietet. Gleichzeitig wird geplant, einen „Spartopf“ für Sanierungsmaßnahmen ab 2040 zu schaffen.
Die Einrichtung eines Tagesaufenthalts für wohnungslose Menschen wurde beschlossen, wobei 50.000 € als Erinnerungsposten mit Sperrvermerk eingeplant wurden. Auch die Erneuerung der Wärmeversorgung an der Realschule an der Josefskirche wurde beraten, allerdings aufgrund von Bedenken vertagt.
Die Stadt wird außerdem die NKF-COVID-19-Ukraine-Isolierungsgesetz-Bilanzierungshilfe von 20,6 Millionen Euro einsetzen, was zu einer Minderung des städtischen Eigenkapitals führt.
Klima und Umwelt: Vorbereitung auf die Zukunft
Im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz wurde ein zielgruppenspezifischer Hitzeaktionsplan für Schulen beschlossen. Zudem wird der vom Kreis Viersen erstellte Hitzeaktionsplan als Orientierungsgrundlage genutzt, wobei der Schwerpunkt auf Sensibilisierung liegt.
Ein weiteres Projekt, das in diesem Zusammenhang beschlossen wurde, ist die Erstellung eines Funktionsgebäudes am Friedhof Löh, mit einem Sperrvermerk für die Mittelbereitstellung. Dieses Gebäude wird multifunktional genutzt und ist Teil der langfristigen Planung der städtischen Infrastruktur.
Bildung und Soziales: Investitionen in die Zukunft
Die Schulschwimmwochen und Kursangebote im Rahmen des Programms „NRW kann schwimmen!“ haben sich positiv auf die Schwimmquote ausgewirkt. Die Sportverwaltung plant, gezielt mit Schulen mit hoher Nichtschwimmerquote in Kontakt zu treten, um weitere Maßnahmen zu ergreifen.
Im Jugendhilfeausschuss wurde beschlossen, das Brückenprojekt „Wilde 13“ des SKF e.V. Viersen weiterzufinanzieren. Zudem wurden sechs neue Stellen im Sozialdienst eingerichtet, um die Jugendhilfe in der Stadt zu stärken. Die Elternbeitragssatzung für den Elementarbereich wurde zudem geändert und tritt am 1. August 2026 in Kraft.
Stadtentwicklung und Quartiersarbeit: Zukunft für Viersen
Im Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung wurde beschlossen, die Quartiersbüros „DülkenBüro“ und „SüchtelnBüro“ zu verstetigen. Die Finanzierung ist für 2026 bereits eingeplant, wobei Mehraufwendungen ab 2027 geplant sind.
Die Benennung der Ringstraße im Bebauungsplan VIE-195-0 als „Marie-Luise-Morawietz-Straße“ wurde beschlossen. Zudem wurden Kriterien für Bauanträge im sogenannten „Bau-Turbo“-Verfahren festgelegt, um den Bauprozess zu beschleunigen.
Überblick: Trends und Spannungen
Der Februar 2026 zeigt, dass Viersen sich auf mehrere Ebenen für die Zukunft rüstet. Einerseits wird der Haushalt sorgfältig geplant, um Sicherheit für die nächsten Jahre zu schaffen. Andererseits werden soziale und klimatische Herausforderungen adressiert, indem neue Projekte und Finanzierungsmodelle eingesetzt werden.
Eine spannende Entwicklung ist die Verstetigung der Quartiersbüros, die den Austausch zwischen Bürgern und Stadtverwaltung stärken soll. Gleichzeitig zeigt sich, dass bei einigen Projekten, wie der Wärmeversorgung an der Realschule, noch Konsens gebildet werden muss.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Viersen geprägt von klaren Entscheidungen und gründlichen Planungen. Der Haushalt für 2026 wurde weitestgehend beschlossen, neue soziale Projekte wurden angestoßen und die Stadt investiert in Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur.
Im März steht die Umsetzung der beschlossenen Projekte im Vordergrund. Insbesondere die Pilotphase des Warmbadetages und die weitere Entwicklung des Tagesaufenthalts für wohnungslose Menschen sind zu beobachten. Zudem wird die Digitalisierung der Bauakte und die Sanierung des Fußballfeldes „An den Herreneichen“ fortgeführt.
Quellen
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