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Velberts Städtebau im Fokus: Urban Development und Bauleitplanung im Februar 2026

Velberts Städtebau im Fokus: Urban Development und Bauleitplanung im Februar 2026

Velberts Stadtentwicklungsschwerpunkte im Februar 2026: Von Bebauungsplänen über Klimaanpassung bis hin zu Fledermausschutz – eine detaillierte Betrachtung der wichtigsten Entscheidungen.

Urban Development im Fokus: Velberts Bauleitplanung und Städtebau im Februar 2026

Im Februar 2026 stand Velberts Stadtentwicklung in mehrfacher Hinsicht im Mittelpunkt. Zahlreiche Entscheidungen wurden getroffen, die die künftige städtebauliche Entwicklung prägen. Besonders auffällig war die Vielfalt an Themen, die von der Erweiterung von Feuerwehrstandorten über Klimaanpassungsmaßnahmen bis hin zu Fledermausschutzmaßnahmen reichten. Der Bebauungsplan 126.01 (Steinbrink/Nierenhofer Straße) und die Umgestaltung der Altstadt Neviges waren dabei zentrale Akteure.

Bebauungsplan 126.01 – Steinbrink/Nierenhofer Straße: Ein Schritt in Richtung Zukunft

Der Bebauungsplan 126.01 markiert einen Meilenstein in Velberts Stadtentwicklung. Er legt einen Gewerbegebiet fest, das auf einer Fläche von rund 9,7 Hektar liegt und bislang als Grünfläche genutzt wurde. Ziel ist es, bestehende Flächen zu sichern und gleichzeitig neue Arbeitsplätze zu schaffen – insbesondere im Bürobereich mit einer Erwartung von ca. 50 neuen Arbeitsplätzen.

Die Planung beinhaltet nicht nur den Abbruch und Neubau von Gebäuden, sondern auch die Rodung von Gehölzflächen. Gleichzeitig werden Schutzmaßnahmen für Fledermäuse und andere geschützte Arten berücksichtigt. So sind Fledermauskästen vorgesehen, und die Bauzeitenregelung verpflichtet zu Arbeiten außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit. Zudem wird die Beleuchtung so gestaltet, dass sie flugtier- und insektenfreundlich ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Klimaanpassung. Dachbegrünung und Fassadenbegrünung sind festgelegt, um die thermische Belastung zu reduzieren. Zudem wird ein 10 Meter breiter Grünstreifen im nordöstlichen Bereich geschaffen, um den Mikrobereich zu verbessern.

Altstadtentwicklung: Stärkung des Ortskerns durch Klima- und Kulturmomente

In der Altstadt Neviges wird weiterhin an der Stärkung des Ortskerns gearbeitet. Das Altstadtmanagement wird bis 2029 fortgeführt und erhält eine Förderung von insgesamt 353.001,60 €. Ziel ist es, die Innenstadt durch Fassadenaufwertung, Beleuchtung, Grünflächen und Klimaanpassungsmaßnahmen zu stärken.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Koordination von Stadterneuerung und der Förderung privater Investitionen. Zudem sind Projekte wie die Entsiegelung und Begrünung geplant, die die klimatische Situation verbessern sollen. Der neue Teamleiter Luca Henke und Lena Börsting übernehmen ab 2026 die Verantwortung.

Klimaanpassung und Nachhaltigkeit: Velberts Antwort auf den Klimawandel

Velbert setzt verstärkt auf Klimaanpassungsmaßnahmen. In mehreren Projekten, wie dem Bebauungsplan 126.01 oder den Maßnahmen im Quartier U, wird auf wasserdurchlässige Beläge, Dachbegrünungen und Regenrückhalteflächen gesetzt. Die Stadt verfolgt zudem ein Ziel, die Versiegelung zu reduzieren und die Biodiversität zu stärken.

Ein weiteres wichtiges Element ist die Schallschutzplanung. Die Schallimmissionen durch gewerbliche Nutzung müssen eingehalten werden, um das Leben in den umliegenden Wohngebieten nicht zu beeinträchtigen.

Fledermausschutz: Ein zentraler Aspekt der städtebaulichen Planung

Fledermäuse spielen in Velberts Bauleitplanung eine zentrale Rolle. In mehreren Projekten wurden Fledermausschutzmaßnahmen festgelegt, darunter die Installation von Fledermauskästen in 1:5-Ausgleichsverhältnis, die Nutzung von flugtierfreundlicher Beleuchtung und die Durchführung von Quartierkontrollen. Die Bauzeitenregelung verpflichtet zu Fäll- und Abbrucharbeiten außerhalb der Brutzeiten.

Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden ökologischen Baubegleitung, die in Velbert verpflichtend ist, sobald Arbeiten außerhalb der erlaubten Zeiten stattfinden.

Ausblick: Velbert als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung

Velberts Stadtentwicklung im Februar 2026 zeigt, dass die Stadt nicht nur auf Wachstum setzt, sondern auch auf Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und ökologische Verantwortung. Die Bebauungspläne, Altstadtentwicklung und Klimaschutzmaßnahmen sind Beispiele dafür, wie eine Stadt zukunftsfähig gestaltet werden kann.

Mit dem neuen Team im Altstadtmanagement, den geplanten Baumaßnahmen am Schloss Hardenberg und den Klimaschutzmaßnahmen im Quartier U hat Velbert ein klares Bild seiner zukünftigen Entwicklung gezeichnet.

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