Paderborn im März 2026 – Was sich für Bürger*innen verändert hat
Im März 2026 standen in Paderborn Haushaltsentscheidungen, Investitionen und kulturelle Entwicklungen im Fokus. Wir fassen die wichtigsten Themen für Sie zusammen – von Elternbeiträgen bis zu Mobilitätsprojekten.
Was diesen Monat wichtig war
- Haushaltsentscheidungen: Der Haushaltsplan 2026 wurde für mehrere Bereiche wie Schule, Kindertagesbetreuung, Bäderbetrieb und Musikschule festgelegt.
- Parkgebühren steigen: Ab sofort kostet jede Parkstunde 50 Cent, was bis 2029 zusätzliche 2 Mio. € einbringen soll.
- Neue Finanzierung für Mobilität: Der Mobilitätshub erhält Fördergelder in Höhe von 2,091 Mio. €.
- Kunst und Kultur im Wandel: Förderungen für Projekte wie „Drums 'n Percussion“ wurden gestrichen, während neue Veranstaltungsmodelle diskutiert werden.
- Investitionen in Schulen: Der Goerdeler-Gymnasium-Schulhof wird für 290.000 € umgestaltet.
Haushaltsplan 2026: Budgets im Fokus
Der Haushaltsplan 2026 wurde für mehrere städtische Bereiche festgelegt. Besonders auffällig ist das Defizit der Städtischen Musikschule von 2,1388 Mio. €, obwohl sie geplante Einnahmen aus Leistungsentgelten hat. Der Bäderbetrieb wird mit einem Defizit von 107.000 € rechnen müssen, unterstützt durch einen Betriebskostenzuschuss von 3,8 Mio. €.
Im Bereich der Offenen Ganztagsschulen (OGS) wurden modellhafte Veränderungen an Elternbeiträgen beschlossen, um Mehreinnahmen zu generieren. Bis 2029 soll die Parkgebührenanpassung insgesamt 2 Mio. € Mehreinnahmen bringen.
Mobilität und Investitionen: Was kommt auf Paderborn zu?
In der Mobilitätssparte ist viel los: Der Mobilitätshub erhält 2,091 Mio. € für Fahrradparkplätze, und die Investitionen in öffentliche Verkehrsflächen belaufen sich auf 7,1 Mio. € (2026) und 8,26 Mio. € (2027). Darüber hinaus ist die Beschaffung von Feuerwehrautos mit 5,74 Mio. € für die Jahre 2026–2029 geplant.
Die Schulentwicklung wird ebenfalls unterstützt: Die Schulhofumgestaltung des Goerdeler Gymnasiums kostet 290.000 €, die der Grundschule Josef kostet 55.000 €. Diese Investitionen sind Teil der langfristigen Planung zur Verbesserung der Bildungslandschaft in Paderborn.
Kultur, Musik und Freizeit: Wie sieht es mit Förderung aus?
Der Wirtschaftsplan 2026 für die Städtische Musikschule sieht 3,13 neue Stellen vor, doch der Ausbau der Musikschulleiterstelle wurde abgelehnt. Die Musikschule plant, 2.400 Schüler*innen im Jahr 2026 zu betreuen, verteilt auf Einzelunterricht, Gruppenunterricht und musikalische Frühförderung.
Im Kulturausschuss wurden Förderungen gestrichen, darunter das Projekt „Drums 'n Percussion“ (65.000 € jährlich) und „Performance Paderborn“ (120.000 € Aufwendungsabbau). Die Volkshochschule erhöht ihre Kursentgelte ab 2027 um 0,10 € pro Unterrichtseinheit, was zu einem Mehraufkommen von 25.000 € pro Jahr führt.
Übergeordnete Entwicklungen: Transparenz, Investitionen und Konsolidierung
Die Stadt Paderborn arbeitet intensiv an der Haushaltskonsolidierung und Transparenz in kulturellen und administrativen Bereichen. So wurden beispielsweise Sachanträge zur Streichung von PC-Filter-Lizenzen und zur Einstellung einer Sozialpädagog*innenstelle beraten. Gleichzeitig werden Investitionen in Mobilität, Schule und Freizeit verstärkt, um langfristige Verbesserungen für die Bevölkerung zu ermöglichen.
Der Kulturausschuss hat zudem beschlossen, Veranstaltungen in einem Zwei-Jahres-Rhythmus durchzuführen, um Kosten zu reduzieren. Dies betrifft auch kulturell bedeutende Projekte, die neu strukturiert werden müssen.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Paderborn ein Monat mit klaren Entscheidungen, Investitionen und Umschichtungen. Die Stadt arbeitet an Haushaltsstabilität, Infrastrukturentwicklung und kultureller Zukunft. Bürger*innen können sich auf mehr Fahrradparkplätze, neue Schulprojekte und kostenoptimierte Kulturveranstaltungen freuen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Transparenz und Budgetverantwortung in den Vordergrund gestellt werden – ein klares Signal für die Zukunft.
Quellen
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