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Paderborn April 2026: Schwerpunkte in Bildung, Finanzen und Energie

Paderborn April 2026: Schwerpunkte in Bildung, Finanzen und Energie

Im April 2026 standen in Paderborn Entscheidungen im Bildungsbereich, Haushaltsberatungen und Energieentwicklung im Vordergrund. Der Schulausschuss legte Klimaschutzprämien und Verpflegungspauschalen fest, der Haupt- und Finanzausschuss beriet die Haushaltssatzung 2026, und das GMP präsentierte Energieberichte. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

Bildung, Finanzen und Energie: Paderborn setzt auf Nachhaltigkeit und Planungssicherheit

Bildung: Klimaschutzprämien, Verpflegung und Ausbau der Ganztagsschulen

Der Schulausschuss traf am 29. April 2026 wichtige Entscheidungen zur Klimaschutzförderung an städtischen Schulen. Für das Jahr 2025 wurden 11.200 EUR an Prämien vergeben; die verbleibenden 8.800 EUR fließen als Bonus an Schulen, die überdurchschnittlich viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt haben. Die Prämien werden auf das laufende Sachkonto 2026 übertragen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Einführung einer einheitlichen Verpflegungspauschale für offene Ganztagsschulen (OGS). Ab 1. August 2026 erhalten alle offenen Ganztagsschulen eine monatliche Pauschale von 75 EUR pro Schüler, was 900 EUR jährlich entspricht. Die Regelung gilt bis 31. Juli 2029 und kann um maximal 3 % angepasst werden.

Für Familien mit geringem Einkommen bleibt die Bildungs- und Teilhabepaket-Belastung stabil. Sozial ausgleichende Regelungen gelten für Eltern mit monatlich weniger als 75 EUR Verpflegungspauschale bis 31. Juli 2027.

Außerdem wurden Anfragen zu OGS-Plätzen ab 2026/27 und zur Einführung von ABC-Klassen ab 2028/29 gestellt. Diese Themen werden in den nächsten Monaten weiterentwickelt.

Finanzen: Haushaltssatzung 2026 beschlossen, Investitionen und Umschuldungen

Der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat der Stadt Paderborn beschlossen im April 2026 die Haushaltssatzung 2026. Dabei wurden mehrere entscheidende Punkte beraten:

  • Es wurde ein Jahresfehlbetrag für die Zukunftsquartier Entwicklungsgesellschaft mbH und die Schloßpark und Lippesee Gesellschaft mbH genehmigt. Beide werden durch Gesellschaftereinlagen der Stadt abgedeckt.
  • Die Ermächtigungsübertragungen aus 2024 und 2025 in Höhe von 5,464 Millionen EUR wurden in das Jahr 2026 übertragen.
  • Die Entgeltordnung für die Nutzung der städtischen Hallen- und Freibäder wurde angepasst, und Schwimmkurse für Kinder kosten künftig 7 EUR inkl. Badbenutzung.
  • Ein Haushaltsantrag der FDP/Volt/FBI-Fraktion zur Reduzierung der Kosten für den Mobilitätshub (um ca. 2 Millionen EUR) wurde beraten und zur nächsten Sitzung weitergeleitet.
  • Die Stadt plant auch eine Prüfung zur Einführung einer Verpackungssteuer und eine Umstellung auf OpenSource-Software im öffentlichen Dienst.

Insgesamt wird der Haushalt 2026 stark von Investitionen in Infrastruktur und Energie getragen, finanziert durch Zuwendungen, Beiträge und Kredite.

Energie: GMP steigert Erzeugung, Ziel 30 % PV-Eigenstrom

Der Betriebsausschuss des Gebäudemanagements Paderborn (GMP) veröffentlichte am 29. April 2026 den Energiebericht 2025. Die Stadt hat aktuell eine installierte Photovoltaik-Leistung von 1.747 kWp und erzeugte 1,3 Millionen kWh Solarstrom. Der Anteil der PV-Eigenerzeugung am Gesamtstromverbrauch beträgt 17 %, Ziel ist es, bis 2027 auf 30 % zu steigen.

Für das Jahr 2026 sind Energiekosten von ca. 5,7 Millionen EUR (2,3 Mio. EUR für Erdgas, 2,4 Mio. EUR für Strom) geplant, für 2027 mit leichtem Rückgang auf 5,5 Millionen EUR.

Zudem wurden Investitionsermächtigungen in Höhe von 27,5 Millionen EUR für 2026 aus der verbleibenden Kreditermächtigung in Höhe von 40,5 Millionen EUR genehmigt. Die Kreditermächtigung gilt bis Ende 2026 oder bis zur Erlassung der Haushaltssatzung 2027.

Die CDU-Fraktion stellte zudem eine Anfrage zur Baustoffknappheit und deren Auswirkungen auf Sanierungsprojekte, insbesondere bei der Stadtverwaltung Abdinghof. Diese Frage wird in den nächsten Wochen weiterverfolgt.

Übergreifende Entwicklungen: Nachhaltigkeit, Investitionen und soziale Gerechtigkeit

Im April 2026 zeichnet sich ein klares Bild ab: Paderborn setzt auf nachhaltige Investitionen, soziale Gerechtigkeit in der Bildung und energetische Modernisierung. Die Stadt verfolgt dabei einen langfristigen Plan, der sowohl finanziell als auch ökologisch abgesichert ist.

Die Haushaltsberatungen zeigen, dass Paderborn bereit ist, auch in unsicheren Zeiten Investitionen in Bildung, Energie und Infrastruktur zu tätigen. Gleichzeitig wird auf Transparenz und Partizipation geachtet – beispielsweise durch die Beratung von Haushaltsanträgen und Anfragen aus den Fraktionen.

Fazit und Ausblick

Der April 2026 war in Paderborn geprägt von Entscheidungen, die Planungssicherheit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. Mit der Festlegung der Haushaltssatzung 2026, der Einführung der OGS-Verpflegungspauschale und der Energiewende im GMP hat die Stadt wichtige Meilensteine gesetzt.

In den nächsten Monaten wird es vor allem um die Realisierung der Investitionen, die Anpassung der Bildungsangebote und die Weiterentwicklung der Energiepolitik gehen. Zudem erwarten wir, dass die Anfragen zur Verpackungssteuer, OpenSource-Software und Baustoffknappheit konkrete Antworten liefern.

Bleibt gespannt – Paderborn bewegt sich in Richtung nachhaltiger Zukunft.

Quellen

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