Münster in Kürze – Monatsrückblick Februar 2026
Ein umfassender Überblick über die wichtigsten Entscheidungen und Entwicklungen in Münster im Februar 2026 – von Stadtentwicklung bis zur Klimaschutzstrategie.
Münster bewegt sich – mit Blick auf die Zukunft
Was diesen Monat wichtig war
- Neues für das Martiniviertel: Der Entwurf für das Projekt „MikroKiez“ wurde einstimmig genehmigt. Bis 2028 sollen barrierefreie Wege, Grünflächen und Ladezonen entstehen.
- Zwei Kitas schließen: Aufgrund bautechnischer Mängel schließen die Kitas in der Killingstraße und in der Alten Schule zum 1. August 2026.
- Klimaneutralität bis 2030: Münster ist auf Kurs – die CO2-Emissionen sanken um 37 % seit 1990.
- Europäische Jugendhauptstadt 2029: Der Jugendrat stimmte einstimmig für die Bewerbung Münsters.
- Bürgerentscheid zur Straßennamenänderung: Die Initiative „Münster-Mitte“ wurde mit „Ja“ entschieden.
- Neue Schulen geplant: In Handorf entsteht ein dreizügiges Grundschulgebäude, die PRIMUS-Schule wird dauerhaft verankert.
Stadtentwicklung: Auf dem Weg zu einer lebendigen Innenstadt
Münster investiert kräftig in die Gestaltung seiner Innenstadt. Das Projekt „MikroKiez“ im Martiniviertel ist ein Meilenstein: Mit 7 Millionen Euro Gesamtkosten und 4,1 Millionen Euro Förderung entsteht bis 2028 ein neuer, barrierefreier Lebensraum. Das Projekt wird nicht nur den Verkehr entschärfen, sondern auch Grünflächen und Ladezonen schaffen – ein klarer Gewinn für alle.
Auch in der Hörsterstraße wird umgestaltet: Die Straße wird in eine Zweirichtung für Radfahrer, mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h und niedrigen Bordsteinen. Die Kanalpromenade bekommt neue Beleuchtungszeiten, um Energie zu sparen und gleichzeitig Sicherheit zu gewährleisten.
Kinder und Bildung: Sicherheit und Zukunftsperspektiven
Zwei Kitas in Münster schließen zum 1. August 2026. Die Kitas in der Killingstraße und in der Alten Schule konnten aufgrund bautechnischer und arbeitsschutzrechtlicher Mängel nicht weiter genutzt werden. Kinder werden in andere Einrichtungen integriert, und es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen – das ist wichtig, um die Stabilität im Bereich der frühkindlichen Bildung zu gewährleisten.
Im Bildungsbereich wird Münster bis 2029 drei neue Schulen bauen, darunter eine dreizügige Grundschule in Handorf. Die PRIMUS-Schule wird dauerhaft verankert, und Münster bewirbt sich als Europäische Jugendhauptstadt 2029 – ein Projekt, das die Partizipation junger Menschen stärken und interkulturellen Austausch fördern soll.
Klimaschutz: Münster bleibt auf Kurs
Münster hat im Februar 2026 weitere Meilensteine im Klimaschutz gesetzt. Die CO2-Emissionen sanken zwischen 1990 und 2024 um 37 % – das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, ist realistisch. Der kommunale Klimahaushalt wurde als iterativer Prozess beschlossen, um Finanzentscheidungen transparenter zu machen.
Auch für den Aasee wurde eine Resilienzstrategie beschlossen, um den Klimawandel in der Stadt zu bewältigen. Jährlich sind dafür rund 130.000 Euro geplant. Barrierefreiheit und Inklusion werden zudem in der Stadtplanung verankert – ein zentraler Schritt, um für alle Menschen ein lebenswürdiges Münster zu gestalten.
Wirtschaft und Finanzen: Investitionen und Unterstützung
Münster Marketing hat einen Wirtschaftsplan 2026 beschlossen, der auf einen Fehlbetrag von knapp 200.000 Euro hinausläuft. Gleichzeitig wurde eine Beihilfe für den SC Preußen Münster beschlossen, deren Höhe vom Bundesliga-Erhalt abhängt. Dies zeigt, dass Münster auch im Sport und in der Wirtschaft investiert.
Im Bereich Integration und Chancengerechtigkeit wurde ein Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm beschlossen, das 13 Millionen Euro kostet. Zuschüsse für kulturelle Projekte wie das Newrozfest oder ein bulgarisches Konzert wurden genehmigt – ein Zeichen für Vielfalt und Inklusion in der Stadt.
Trends und Entwicklungen – was sich verändert
Ein klarer Trend in Münster ist die verstärkte Einbindung von Bürger:innen in Entscheidungsprozesse. Der digitale Beteiligungsprozess im Apostelgarten zeigt, dass Münster auch im digitalen Raum partizipativ arbeitet. Zudem wird Inklusion und Barrierefreiheit immer stärker in Planungsprozesse eingebunden – das ist ein positives Signal für die Zukunft.
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Bewerbung als Europäische Jugendhauptstadt. Dieses Projekt könnte Münster in den internationalen Fokus rücken und neue Impulse für die Jugendbeteiligung setzen. Die Verpflichtung zur Geschlechtsparität in kommunalen Gremien unterstreicht zudem Münsters Anspruch an Chancengleichheit und Diversität.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war ein Monat der Entscheidungen und Planungen in Münster. Vom Martiniviertel bis zur Klimastrategie – die Stadt bewegt sich in Richtung einer lebenswürdigen, inklusiven und klimafreundlichen Zukunft. Die Investitionen in Bildung, Kultur und Wohnen zeigen, dass Münster nicht nur auf die Gegenwart reagiert, sondern aktiv die Zukunft gestaltet.
Im März stehen weitere Haushaltsentscheidungen und mögliche Fortschritte bei der Umsetzung des Martiniviertel-Projekts an. Bleiben Sie gespannt – Münster ist in Bewegung.
Quellen
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