Münster im Januar 2026: Mobilität, Klima und Finanzen im Fokus
Im Januar 2026 standen in Münster zahlreiche Themen im Mittelpunkt: Neue Verkehrskonzepte, Klimaarbeit und finanzielle Entscheidungen prägten die Stadtentwicklung. Erfahren Sie, was in diesem Monat wichtig war und was für die Bürger:innen relevant ist.
Veränderungen auf den Straßen – für mehr Sicherheit und Klimaschutz
Was diesen Monat wichtig war
- Neue Beleuchtung an der Kanalpromenade – für mehr Sicherheit und weniger Störungen für Tiere.
- Aegidiistraße wird Fahrradstraße – in zwei Phasen bis 2030.
- Westhoffstraße und Lublinring – Sanierungen laufen, Fördermittel fließen.
- Martiniviertel wird barrierefrei – inklusive Grünflächen und Radverkehr.
- Klimaschutz bleibt Priorität – mit Maßnahmen am Aasee und einem Klimahaushalt.
Mobilität und Stadtentwicklung – Wege in die Zukunft
Im Januar 2026 wurden mehrere Maßnahmen beschlossen, die die Mobilität in Münster auf den Prüfstand stellen. Die Kanalpromenade bekommt eine adaptive Beleuchtung, die zwischen 5:00 Uhr und Sonnenaufgang sowie Sonnenuntergang und 24:00 Uhr aktiv ist. Ziel ist es, den Radverkehr sicherer zu machen, ohne die Natur – insbesondere Fledermäuse und Vögel – zu stören.
Die Aegidiistraße wird in zwei Phasen zur Fahrradstraße ausgebaut: zunächst als „Fahrradstraße Basis“ mit roten Markierungen und Piktogrammen, ab 2029/2030 dann als „Fahrradstraße Plus“. Für das Martiniviertel ist eine umfassende Umgestaltung geplant: verkehrsberuhigte Zone, 18 Bäume, 213 Fahrradabstellplätze, 20 Sitzgelegenheiten und Regenwasserbewirtschaftung. Die Maßnahmen sind Teil des Projekts „Zukunft StadtRaum Martiniviertel“, das auf Barrierefreiheit und städtische Aufenthaltsqualität setzt.
Die Westhoffstraße und der Lublinring erhalten ebenfalls Aufmerksamkeit. In der Westhoffstraße werden barrierefreie Bushaltestellen gebaut, während am Lublinring Rechtsabbiegestreifen entstehen, um die Verkehrssicherheit an Unfallhäufungspunkten zu verbessern.
Klimaschutz bleibt Priorität – Aasee und Klimahaushalt
Die Resilienzstrategie Aasee wird fortgeführt, mit einem Budget von 130.000 € pro Jahr. Maßnahmen wie Belüftungsgeräte, Phosphatfällung und naturnahe Ufergestaltung tragen dazu bei, den Algenwuchs zu reduzieren, obwohl die Chlorophyll-a-Werte weiterhin hoch bleiben. Gleichzeitig wird das StoLam-Modell genutzt, um Maßnahmen vorab zu simulieren.
Auf politischer Ebene hat Münster den Klimahaushalt eingeführt, um Finanzentscheidungen hinsichtlich ihrer Klimawirkungen transparenter zu bewerten. Die CO₂-Emissionen sanken seit 1990 um 37 % auf 1.647 kt (2024). Das ist ein Erfolg, der aber noch fortgeführt werden muss.
Finanzentscheidungen und Förderungen – mehr Transparenz
Im Finanzbereich gab es klare Entscheidungen: Die Beihilfe an den SC Preußen Münster ist im Haushaltsplan 2026/2027 enthalten. Bei einem Klassenerhalt erhält der Verein 195.098 €, bei einem Abstieg 585.293 €. Für die Sanierung der Hörsterstraße fließen 4,112 Mio. € Fördermittel, was bedeutet, dass die Stadt hier keine Beitragspflicht hat. Die Kosten für den Lublinring liegen bei 3 Mio. €, wovon 980.000 € förderfähig sind.
Auch die AWM-Stellen werden neu bewertet: Fünf Stellen, die bislang gesperrt waren, können neu besetzt werden – unter anderem für Digitalisierung und Sicherheitsaufgaben im Rahmen der NIS 2-Richtlinie.
Kultur und Bürgerbeteiligung – Zukunft mitgestalten
Im kulturellen Bereich wird ein neues Fördermodell eingeführt: Die Sunset-Klausel besagt, dass Zuschüsse befristet werden. Projekte wie das Wolfgang-Borchert-Theater und das Theater im Pumpenhaus erhalten bis 2033 Unterstützung. Der Jugendrat diskutierte zudem das Projekt „YAY – YEAH. AKTIVISMUS. YEAH.“, das eine mobile Aktionsfläche namens „Soli-Leeze“ schaffen soll.
Auch die Bürgerbeteiligung bleibt ein Thema: Für die Aegidiistraße und den Martiniviertel-Umbau sind mehrere Informationsveranstaltungen geplant. Zudem sollen Flyer und Pressemitteilungen die Bewohnerparkzonen in Pluggendorf und Erphoviertel bekannt machen.
Ausblick – Stadtentwicklung im Fluss
Münster bewegt sich auf mehreren Ebenen: In Sachen Mobilität, Klimaschutz und Finanzpolitik gibt es klare Weichenstellungen. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese Entscheidungen in der Praxis umsetzen lassen – und ob sie die Lebensqualität der Bürger:innen nachhaltig verbessern.
Quellen
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