Mobilität in Mönchengladbach: Fokus auf Nahverkehr, Barrierefreiheit und Carsharing im Februar 2026
Im Februar 2026 standen in Mönchengladbach entscheidende Maßnahmen im Bereich Mobilität im Vordergrund – von der Förderung der Nahmobilität bis zur Barrierefreiheit im ÖPNV. Der Ausschuss für Umwelt und Mobilität diskutierte zentrale Themen wie Radstationen, Ersatzbrücken, Carsharing und die Qualität des Nahverkehrs.
Mobilität in Mönchengladbach: Schwerpunkte im Februar 2026
Im Februar 2026 setzte die Stadt Mönchengladbach weitere Meilensteine in der Entwicklung ihrer Mobilitätsstrategie. Der Fokus lag auf der Verbesserung der Nahmobilität, der barrierefreien Erreichbarkeit und der Einführung innovativer Lösungen wie Carsharing. Gleichzeitig wurden Herausforderungen im Nahverkehr aufgearbeitet, die vor allem durch Streiks und Straßenbauarbeiten entstanden sind. Der Ausschuss für Umwelt und Mobilität spielte dabei eine zentrale Rolle.
Nahmobilität: Radstationen und Fahrradböxen
Ein zentrales Projekt war die Förderung der Nahmobilität durch die Einrichtung von Radstationen und Fahrradböxen. Im Rahmen einer Zuwendungsvereinbarung mit dem Diakonischen Werk gGmbH erhielt die Stadt für 2026 eine Finanzspritze in Höhe von 165.991 EUR. Diese Mittel fließen in die Errichtung von Radstationen an zentralen Verkehrsknotenpunkten wie dem Mönchengladbacher und dem Rheydter Hauptbahnhof.
Zusätzlich werden Fahrradböxen in Wohnvierteln eingerichtet, um Pendler und Nahverkehrsteilnehmer zu unterstützen. Diese Maßnahmen sind Teil der umfassenden Nahmobilitätsförderung der Stadt, die als Antwort auf den Klimawandel und den steigenden Verkehrsdruck konzipiert ist.
Barrierefreiheit: Umsetzung des Nahverkehrsplans
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr. Der Ausschuss für Umwelt und Mobilität verabschiedete einen Maßnahmenkatalog, der die sukzessive Umsetzung barrierefreier Haltestellen vorsieht. Ziel ist es, ein öffentlich zugängliches Verzeichnis aller Haltestellen mit Angaben zur Barrierefreiheit zu erstellen.
Dabei wird eng mit Behindertenverbänden zusammengearbeitet, um Prioritäten zu setzen. Ein Zeit-, Maßnahmen- und Finanzplan für den Umbau nicht barrierefreier Haltestellen wurde ebenfalls vorgestellt. Regelmäßige Berichte an die Bezirksvertretungen sollen den Fortschritt transparent machen.
Carsharing: Freifließendes Angebot und Parkförderung
Die Stadt Mönchengladbach setzt zudem auf Carsharing, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Der Anbieter MILES erhielt eine Ausnahmegenehmigung, die das kostenlose Parken von Carsharing-Fahrzeugen auf öffentlichen Parkplätzen ermöglicht. Diese Ausnahmegenehmigung gilt bis 2027 und ist Teil des Parkraumkonzepts der Stadt.
Die Flotte wird auf 70 Fahrzeuge erweitert, langfristig sollen bis zu 100 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Studien zeigen, dass Carsharing-Fahrzeuge bis zu 23 private Pkw ersetzen können. Zudem nutzen Carsharing-Nutzer häufiger den ÖPNV als Pkw-Besitzer, was das Ziel der multimodalen Mobilität stärkt.
ÖPNV-Qualität: Herausforderungen und Verbesserungen
Der Qualitätsbericht des Nahverkehrsunternehmens NEW m+a MG GmbH zeigte, dass der ÖPNV in Mönchengladbach vor Herausforderungen steht. Die Pünktlichkeit lag im Berichtszeitraum bei 66 %, deutlich unter dem Zielwert von 80 %. Ursachen waren Streiks, Unfälle, technische Defekte und Verkehrsbehinderungen.
Die Ausfallquote betrug 3,6 %, was ebenfalls den Zielwert von 2 % verfehlte. Dennoch war die Anschlusssicherheit leicht gestiegen – 87 % der Anschlüsse wurden gehalten. Maßnahmen wie die Optimierung des Gesundheitsmanagements und der Ausbau von Haltestellen sollen die Pünktlichkeit verbessern.
Ausblick: Mobilität 2027 und darüber hinaus
Die Mobilitätsentwicklung in Mönchengladbach zeigt sich als dynamisch und zukunftsorientiert. Die Planung einer barrierefreien Ersatzbrücke an der Theodor-Heuss-Straße, die Schaffung eines Schienenhaltepunkts im Gewerbegebiet Güdderath und die stärkere Förderung von Carsharing sind nur einige Beispiele für die langfristigen Projekte, die in den kommenden Jahren realisiert werden sollen.
Die Stadt Mönchengladbach bewegt sich auf einem Kurs, der Innovation, Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe verbindet. Mit klaren Zielsetzungen und einer engen Zusammenarbeit mit Partnern und Bürger*innen wird Mobilität in der Stadt nicht nur funktionieren – sie wird erlebbar gemacht.
Quellen
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