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Mönchengladbach: Monatsrückblick März 2026 – Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Partizipation im Fokus

Mönchengladbach: Monatsrückblick März 2026 – Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Partizipation im Fokus

Im März 2026 standen in Mönchengladbach Entscheidungen zur digitalen Zukunft, zur Energieeffizienz und zur Einbindung von Senioren in den Mittelpunkt. Hier der monatliche Überblick.

Digitaler Fortschritt und transparente Entscheidungen

Was diesen Monat wichtig war

  • Digitaler Verwaltungsgang: Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat die Teilnahme an virtuellen Sitzungen per Videokonferenz ermöglicht. Dies erhöht die Transparenz und Zugänglichkeit politischer Entscheidungsprozesse.
  • Energiekosten steigen weiter: Die Energiekosten der Stadt stiegen 2025 auf 11,5 Millionen Euro. Erdgas bleibt mit einem Anstieg von 53 % besonders kostentreibend.
  • Senioren stärker in Ratsarbeit integriert: Der Seniorenrat wurde neu strukturiert und Mitglieder in neun Ratsausschüsse entsandt, um die Interessen älterer Bürger*innen stärker zu berücksichtigen.
  • Neues Energiemanagement 2026: Mit Maßnahmen wie Heizungsmodernisierungen, Dämmung und Photovoltaik will Mönchengladbach bis 2027 die Energieeffizienz deutlich steigern.
  • Keine eigene Vergabesatzung: Der Ausschuss für Betriebe und Vergaben verzichtete auf eine eigene Satzung und setzt stattdessen auf die Präzisierung bestehender Vorgaben.

Digitale Demokratie und neue Satzungsanpassungen

Der Rat der Stadt Mönchengladbach hat im März 2026 die Teilnahme an virtuellen Sitzungen per Videokonferenz oder Telefonkonferenz ermöglicht. Diese Änderung im Gesellschaftsvertrag unterstreicht die Bedeutung von digitaler Zugänglichkeit und Transparenz in der kommunalen Politik. Zudem ist das Einleiten von Gesellschafterbeschlüssen künftig der Geschäftsführung übertragen, was die Entscheidungsfindung effizienter gestaltet.

Auch die Niederschriftspflicht wurde gestärkt: Die Geschäftsführung muss alle Beschlüsse dokumentieren und verteilen. Beschlüsse, die außerhalb von Sitzungen gefasst werden, müssen in die nächste Niederschrift aufgenommen werden. Diese Maßnahmen fördern die Rechenschaftspflicht und Nachvollziehbarkeit kommunaler Entscheidungen.

Stärkung der Seniorenpolitik und Partizipation

Der Seniorenrat hat sich im März 2026 neu strukturiert. Frau Birgitta Maaßen wurde einstimmig zur neuen Vorsitzenden, Norbert Jansen zum stellvertretenden Vorsitzenden und Daniela Schürgers zur Schriftführerin gewählt. Zudem wurde beschlossen, die Sitzungen aufzuzeichnen und Mitglieder zur Verpflichtungserklärung zu verpflichten – ein Schritt zur Sicherung von Transparenz und Vertrauenswürdigkeit.

Ein weiteres wichtiges Signal ist die Einbindung von Senioren in Ratsausschüsse. Mitglieder des Seniorenrates werden als sachkundige Einwohner*innen in neun verschiedene Ausschüsse entsandt, darunter den Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Gleichstellung. Dies ist ein Meilenstein für die Demokratisierung kommunaler Prozesse und die Einbindung älterer Generationen.

Energiepolitik und klimafreundliche Zukunft

Der Ausschuss für Betriebe und Vergaben hat sich intensiv mit der Energiebilanz der Stadt beschäftigt. Die Kosten stiegen von 9,16 Millionen Euro (2023) auf 11,53 Millionen Euro (2025). Erdgas war mit einem Anstieg von 53 % besonders betroffen, während der Stromverbrauch leicht sank. Die CO₂-Bilanz blieb stabil, was vor allem auf Einsparungen im Kultursektor zurückzuführen ist.

Für 2026 sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen geplant: Modernisierungen von Heizsystemen, Dämmung von Fassaden und Dächern sowie der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Digitalisierung der Gebäudeautomation und der Verbrauchserfassung, um langfristig Energieeffizienz zu steigern. Der nächste umfassende Energiebericht ist für 2027 vorgesehen.

Zudem wurden Machbarkeitsstudien für neue Sporthallen in den Stadtteilen Hardterbroich/Pesch, Mülfort-Dohr und Waldhausen/Westend in Auftrag gegeben. Dies zeigt, dass Mönchengladbach auch infrastrukturell in die Zukunft investiert.

Übergreifende Entwicklungen: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Partizipation

Ein deutlicher Trend im März 2026 ist die Digitalisierung kommunaler Prozesse. Die Ermöglichung virtueller Sitzungen sowie die digitale Verwaltungspflicht zeigen, dass Mönchengladbach den modernen Anforderungen der Demokratie folgt. Gleichzeitig bleibt die Stadt in der Nachhaltigkeitspolitik aktiv: Mit energieeffizienten Maßnahmen und Investitionen in saubere Energie wird der Klimaschutz vorgemacht.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Einbindung verschiedener Bevölkerungsgruppen in politische Entscheidungen. Der Seniorenrat ist ein gutes Beispiel dafür, wie Partizipation auf kommunaler Ebene gelebt wird. Diese Entwicklung stärkt nicht nur die Demokratie, sondern auch das Vertrauen der Bürger*innen in die Stadtverwaltung.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in Mönchengladbach geprägt von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Bürger*innenbeteiligung. Die Stadt setzt Maßstäbe in der transparenten Politik, der Energieeffizienz und der Demokratisierung kommunaler Entscheidungsprozesse. Besonders hervorzuheben ist die Neuordnung des Seniorenrates, die die Einbindung älterer Generationen in die Stadtentwicklung stärkt.

Im April 2026 wird sich zeigen, ob die geplanten Sanierungs- und Digitalisierungsprojekte zügig voranschreiten und ob die Energiekosten sich im Rahmen halten. Zudem ist zu erwarten, dass die Präzisierung der Vergabevorgaben und die Evaluation des neuen Vergaberechts weitere Diskussionen in Ausschüssen und im Rat auslösen.

Mönchengladbach bewegt sich auf einem kohärenten Kurs – modern, nachhaltig und bürgernah.

Quellen

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