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Bildung in Mönchengladbach: Sanierung, Erweiterung und Ganztagsschulen im Fokus

Education and Public Facilities 📍 Moenchengladbach · Nordrhein-Westfalen
Bildung in Mönchengladbach: Sanierung, Erweiterung und Ganztagsschulen im Fokus

Im Februar 2026 standen in Mönchengladbach entscheidende Themen im Bildungsbereich im Mittelpunkt: von der Sanierung und Erweiterung von Schulen bis hin zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung. Der Ausschuss für Schule und Bildung setzte sich intensiv mit Investitionen, Infrastruktur und pädagogischen Strukturen auseinander.

Bildung in Mönchengladbach: Sanierung, Erweiterung und Ganztagsschulen im Fokus

Die Bildungspolitik in Mönchengladbach hat sich im Februar 2026 als dynamisch und zukunftsorientiert erwiesen. Zahlreiche Entscheidungen und Planungen wurden getroffen, um die schulische Infrastruktur zu stärken, den Schwimmunterricht auszubauen und den Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung zu sichern. Im Folgenden analysieren wir die wichtigsten Entwicklungen und ihre Bedeutung für die Stadt.

Schulbau und Sanierung: Investitionen in die Zukunft

Ein zentrales Thema war die Sanierung und Erweiterung der städtischen Schulen. Die Gesamtschule Volksgarten wird in den nächsten Jahren mit einer 3-Feld-Sporthalle ausgestattet, um den steigenden Anforderungen an den Schulsport gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen Brandschutz- und energetische Sanierungsmaßnahmen an der Förderschule Herrmann van Veen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Weitere Schulen wie die GGS Mülfort-Dohr und die katholische Grundschule Venn stehen ebenfalls vor baulichen Erweiterungen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Machbarkeitsstudien durchzuführen, Kosten zu ermitteln und politische Gremien mit konkreten Vorschlägen zu versorgen. Insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Mönchengladbach investiert gezielt in die Zukunft ihrer Schulen.

Schwimmunterricht und Bewegung: Fortschritte und Herausforderungen

Der Schwimmunterricht hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Nichtschwimmerquote bei 4. Klassen lag im Juli 2025 bei 17,94 %, bei 5. Klassen bei 14,43 %. Die Stadt setzt auf Maßnahmen wie das Projekt „Schwimmassistenz im Grundschulschwimmunterricht“, das seit 2023 in 25 Grundschulen durchgeführt wird und bis Ende des Schuljahres 2025/26 finanziert ist. Die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt im Schuljahr 2026/27 mit 25.000 € zu finanzieren, um die Fortführung zu sichern.

Ein weiteres Projekt ist die „Woche des Schulschwimmens“, an der 22 Schulen mit 961 Kindern teilgenommen haben. Die Ergebnisse belegen, dass die Schwimmfähigkeit von Grundschülern zugenommen hat. Allerdings bleibt die Nichtschwimmerquote in einigen Grundschulen besonders hoch, was auf Personalmangel oder ungenügende Unterrichtszeiten zurückzuführen ist.

Ganztagsschulen: Sicherung des Rechtsanspruchs

Der Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Kinder der Primarstufe (2. bis 4. Klasse) wurde ab dem Schuljahr 2026/27 umgesetzt. Alle Kinder mit Rechtsanspruch erhalten einen Betreuungsplatz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Die Stadt hat dafür zusätzliche Betreuungsplätze eingerichtet und die Finanzierung durch Landesfördermittel und kommunale Mittel gesichert.

Die Umsetzung bringt Herausforderungen mit sich, insbesondere im Bereich Personalwirtschaft. Die Verwaltung prüft daher die Anpassung des Personalschlüssels und Qualifikationsanforderungen. Gleichzeitig werden bestehende, erlasskonforme kostenfreie Betreuungsangebote beibehalten, während kostenpflichtige Angebote abgeschafft werden.

Namensänderungen und Identität

Ein weiterer Fokus lag auf der Identität von Schulen. Die Hermann-Gmeiner-Schule änderte ihren Namen in „Clara-Grunwald-Schule“, um auf schwerwiegende Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Namensgeber zu reagieren. Clara Grunwald, eine jüdische Pädagogin, die im Holocaust ermordet wurde, symbolisiert Werte wie Toleranz und Erinnerungskultur.

Auch das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Wirtschaft und Verwaltung ändert seinen Namen in „Berufskolleg am Tiergarten Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Mönchengladbach Sekundarstufe II“, um den neuen Standort und eine neue Identifikation zu reflektieren.

Fazit: Bildungspolitik mit Ausblick

Mönchengladbach hat sich im Februar 2026 als Stadt gezeigt, die ihre Bildungspolitik zukunftsorientiert gestaltet. Von der Sanierung von Schulen über den Ausbau des Schwimmunterrichts bis hin zur Sicherung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsschulen – die Maßnahmen zeigen eine klare Handschrift. Die Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur und der Personalwirtschaft bleiben, doch die Politik arbeitet aktiv an Lösungen.

In den kommenden Monaten wird es besonders spannend sein zu beobachten, wie die Machbarkeitsstudien für neue Sporthallen und Erweiterungen der Förderschulen voranschreiten. Bildung ist die Grundlage für die Zukunft der Stadt – und Mönchengladbach investiert darin.

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