Ausbau der städtischen Sportinfrastruktur in Mönchengladbach – Fokus Februar 2026
Im Februar 2026 setzt die Stadt Mönchengladbach ihre Arbeit an der Erweiterung und Modernisierung ihrer Sportinfrastruktur fort. Mit Fokus auf Kleingeräte, Sporthallenplanung und neuen Spielfeldern wird die Stadt aktiv an der Umsetzung ihres Sportentwicklungsplans 2023–2027 gearbeitet.
Sport im urbanen Raum: Kleingeräte und Mehrgenerationenspielplätze
Seit mehreren Jahren verfolgt Mönchengladbach den Ansatz, Sport- und Bewegungsflächen außerhalb klassischer Sportstätten zu schaffen, um die Stadt zu einer „bewegten Stadt“ zu machen. Im Rahmen des Maßnahmepakets „Kleingeräte Sport im urbanen Raum“ wurden in den Bezirken Süd und West bereits Sportgeräte aufgestellt, darunter Kombi-Geräte, Brustpressen (inklusive), Dip-Bänke und Runner. Diese Anlagen sollen in den Bezirken Nord und Ost in den nächsten Monaten folgen.
Im Bezirk Nord wird die Grünfläche östlich der Wassermatschanlage des Spielplatzes Bunter Garten ausgestattet, im Bezirk Ost ist die Fläche des ehemaligen Beachvolleyballfeldes am Spielplatz Fliederweg in Giesenkirchen vorgesehen. Die Kosten für die Ausstattung liegen je nach Standort bei etwa 95.000 bis 97.000 Euro. Die Geräte sind bewusst auf Inklusivität ausgelegt, beispielsweise mit Rollstuhlanfahrbarkeit bei Calisthenic-Geräten.
Die Stadt arbeitet zudem an der Entwicklung von Mehrgenerationenspielplätzen, bei denen Kinder auf Spielplätzen spielen und Erwachsene sich an Kleingeräten betätigen können. Dieses Konzept ist Teil des Sportentwicklungsplans 2023–2027 und soll die soziale und körperliche Integration fördern.
Sporthallenplanung und Baukapazitäten
Ein weiterer Schwerpunkt der städtischen Sportpolitik ist die Planung neuer und die Sanierung bestehender Sporthallen. Aufgrund des Engpasses an überdachten Sportflächen, der zu Ausfällen im Sportunterricht und eingeschränkten Unterrichtsangeboten führt, ist ein zusätzlicher Bedarf von mindestens vier Dreifachturnhallen für das Schuljahr 2029/2030 festgestellt worden.
Die Stadt hat daher Machbarkeitsstudien für den Neubau von Sporthallen in den Plangebieten Hardterbroich/Pesch (Standort Rohrstraße) und Mülfort-Dohr (Standort Brückenstraße) angestoßen. Beide Standorte werden als besonders geeignet angesehen, da sie in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Schulsystemen liegen und über ausreichend Fläche verfügen. In Plangebiet Rheydt-Zentrum hingegen fehlt aktuell ein geeigneter Standort, um eine Dreifachturnhalle zu realisieren.
Die Verwaltung arbeitet außerdem an der Bewertung bestehender Grundstücke und prüft, ob bestehende Hallen erweitert oder abgerissen und durch größere ersetzt werden können. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien sind in die politischen Gremien zu übergeben, um dort die finale Planung vorzunehmen.
Sportförderung in der Schule: Schwimmen, Hockey und neue Sportprojekte
Neben der infrastrukturellen Ausrichtung hat Mönchengladbach auch in der schulischen Sportförderung wichtige Meilensteine erreicht. So war die Stadt Gastgeberin der Hockey-Europameisterschaften 2025, die mit einem positiven Fazit abgeschlossen wurden. 66.000 Zuschauer*innen erlebten die Spiele live, und die deutsche Mannschaft sicherte sich sowohl Gold als auch Silber.
Im Rahmen des Projekts „Schwimmassistenz“ konnten seit März 2023 18 Schwimmassistenzen an 25 Grundschulen eingesetzt werden, um die Schwimmfähigkeit von Schüler*innen zu verbessern. Die Nichtschwimmerquote der 4. Klassen lag im Februar 2026 bei 17,94%, bei den 5. Klassen sank sie auf 14,43%. Die Stadt strebt an, das Projekt über das Schuljahr 2025/2026 hinaus fortzusetzen und hat dafür bereits 25.000 Euro für das Jahr 2026/2027 bereitgestellt.
Zudem wird geprüft, ob eine stadtweite Schüler-Fußball- oder -Hockey-Liga eingerichtet werden kann. Ziel ist es, körperliche, soziale und persönliche Entwicklung durch Mannschaftssport zu fördern und gleichzeitig das Image Mönchengladbachs als sportfreundliche Stadt zu stärken.
Ausblick
Die Sportpolitik Mönchengladbachs ist auf mehreren Ebenen aktiv: von der Erweiterung der Sportinfrastruktur über die Förderung von Bewegung im urbanen Raum bis hin zur schulischen Sportförderung. Die Stadt setzt auf Inklusivität, Mehrgenerationenkonzepte und moderne Planung, um die Beweglichkeit und Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu fördern. Mit den aktuellen Projekten und Maßnahmen wird Mönchengladbach auch in der Zukunft als Modellstadt für Sport und Bewegung in NRW wahrgenommen.
Quellen
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