Krefeld im Fokus – Monatsrückblick Februar 2026
Was in Krefeld im Februar 2026 wichtig war – von Verkehrssicherheit bis Finanzlage. Ein Überblick über die zentralen Themen und Entscheidungen der Stadt.
Verkehrssicherheit und Mobilität im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- 761 Unfälle mit Kindern zwischen 6 und 14 Jahren im Freizeitverkehr wurden in der Mobilitätsstudie Krefeld dokumentiert.
- Fahrradbügel an der Kölner Str. 589 werden geprüft.
- Die Uerdinger Straße – ein Schwerpunktthema: Baumaßnahmen und Parkplatzlösungen.
- Tempo-30-Zonen und Radwege in der Einwohnerfragestunde diskutiert.
Mobilitätsstudie und Fahrradinfrastruktur
Die Mobilitätsstudie Krefeld (2013–2023) hat erhebliche Sicherheitsdefizite im Freizeitverkehr aufgezeigt, insbesondere für Kinder. Die Studie ist ein wichtiges Instrument, um zukünftige Maßnahmen zu planen. In diesem Zusammenhang prüft die Stadtverwaltung, ob Fahrradbügel an der Kölner Str. 589 installiert werden sollen. Der Vorschlag stammt von CDU und SPD und soll die Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr verbessern.
Baumaßnahmen und Parkplatzlösungen
Die Uerdinger Straße ist weiterhin ein Brennpunkt für Verkehrsanliegen. Die Bezirksvertretung Nord hat einen Sachstandsbericht zu den Straßenbaumaßnahmen beantragt, mit besonderem Fokus auf die Belastung der Anwohner und die Auswirkungen auf den lokalen Handel. Zudem wurde ein Antrag der AfD zu temporären Parkplatzlösungen zurückgezogen, was zeigt, dass die Diskussion um die Verkehrssituation weiterhin spannend bleibt.
Haushaltssituation: Herausforderungen und Entlastungen
Was diesen Monat wichtig war
- Der Haushalt 2025 schließt mit einem Defizit von 165,9 Mio. EUR ab.
- Die Stadt beantragt eine Entlastung von 100,7 Mio. EUR gemäß dem ASEG-NRW.
- Die Überschuldung beträgt nach Landesbeteiligung 245,297 Mio. EUR.
- Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen verzeichneten rückläufige Trends.
Haushaltsdefizit und Altschuldenentlastung
Der Haushalt 2025 schließt mit einem Defizit von 165,9 Millionen Euro ab, wobei die Kostenartengruppen 52–55 vollständig gesperrt wurden. Die Stadt beantragt eine Entlastung von 100,7 Millionen Euro gemäß dem Altschuldenentlastungsgesetz (ASEG-NRW). Trotz der Entlastung bleibt eine Überschuldung von insgesamt 245,297 Millionen Euro bestehen.
Die finanzielle Situation wird zusätzlich durch sinkende Steuereinnahmen erschwert. Die Grundsteuer B und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer sanken, während die Schlüsselzuweisungen um 42,5 Millionen Euro rückläufig blieben. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Auswirkungen des kürzlich gefallenen Urteils St 3/24 des Bremer Staatsgerichtshofs auf kommunale Haushalte zu analysieren – eine weitere Herausforderung für die Finanzplanung.
Stadtentwicklung: Planungen und kulturelle Projekte
Was diesen Monat wichtig war
- Der Bebauungsplan 865 ist in mehreren Gremien im Fokus.
- Ein Sachstandsbericht zum Stadttheater und Kresch wird beauftragt.
- Parkplatzlösungen auf der Uerdinger Straße weiter diskutiert.
Planungen und kulturelle Zukunft
Der Bebauungsplan Nr. 865, der die Entwicklung der Wilhelmshofallee, Kaiserstraße und Richard-Strauss-Straße betrifft, ist ein zentrales Thema in mehreren Gremien. Die Bezirksvertretung Nord wird vor der Ratssitzung angehört, um die Planung transparent zu gestalten. Zudem wurde ein Sachstandsbericht zur Situation des Stadttheaters und des Jugendtheaters „Kresch“ beauftragt, um den kulturellen Leuchtturm Krefelds auch in der Zukunft zu sichern.
Kultur und Denkmalschutz: Neuwahlen und Anfragen
Was diesen Monat wichtig war
- Neuwahl des Kunstbeirates mit drei neuen Mitgliedern.
- Neue sachkundige Einwohner im Kultur- und Denkmalausschuss.
- Anfragen zur Stromversorgung auf Plätzen und Brandschutzmaßnahmen.
Neues in der Kulturpolitik
Im Ausschuss für Kultur, Denkmal und Städtepartnerschaften wurden Anke Zwering und Sandra Cloos als Schriftführerin und stellvertretende Schriftführerin bestellt. Zudem wurde der Kunstbeirat neu gewählt: Fee Bauroth, Lothar Janssen und Peter Josteit sind die neuen Mitglieder. Dr. Julia Obladen-Kauder und Ralf Uhlen wurden als sachkundige Einwohner berufen.
Drei Anfragen wurden in der Sitzung behandelt: eine zur Stromversorgung auf öffentlichen Plätzen (Antrag der Grünen), eine zu Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen für städtische Kultur- und Kunstgüter (Antrag der FREIE WÄHLER) sowie eine zur Inventarisierung des Ölbildes „Die Stammgesellschaft Alt-Schicks“ im Jagdschloss Burg Linn (Antrag der Grünen).
Rechtliche Grundlagen und Verwaltung
Was diesen Monat wichtig war
- Genehmigung von Sitzungsniederschriften in den Bezirksvertretungen.
- Rechtliche Grundlagen wie ASEG-NRW, NRW-Infrastrukturgesetz und Urteile im Fokus.
- Haushaltssicherung durch die Bezirksregierung als notwendig angesehen.
Verwaltung und Rechtsrahmen
Die öffentlichen Sitzungen der Bezirksvertretungen wurden in der Regel genehmigt, mit einer Einwendung in der Bezirksvertretung Süd von Emmerich (DIE LINKE). Rechtliche Grundlagen wie das Altschuldenentlastungsgesetz (ASEG-NRW), das NRW-Infrastrukturgesetz 2025–2036 und das Urteil St 3/24 des Bremer Staatsgerichtshofs spielten eine zentrale Rolle in den Beratungen. Die Genehmigung zur Haushaltssicherung durch die Bezirksregierung wurde als notwendig angesehen, um die finanzielle Stabilität der Stadt zu gewährleisten.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Krefeld geprägt von einem hohen Maß an Verantwortung im Bereich der Verkehrssicherheit, einer herausfordernden Haushaltslage und bedeutenden Entwicklungen in der Stadtentwicklung und Kulturpolitik. Die Themen der Uerdinger Straße, des Bebauungsplans 865 und der finanziellen Stabilisierung bleiben zentral. In den nächsten Wochen wird es besonders spannend, wie die Bezirksvertretungen und der Rat auf die Haushaltsentlastung reagieren und ob die geplanten Maßnahmen zur Sicherheit im Freizeitverkehr und zur Unterstützung des kulturellen Lebens umgesetzt werden.
Quellen
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