Verkehrspolitik in Köln-Ehrenfeld: Sicherheit, Klima und Mobilitätswechsel im Fokus
Im Februar 2026 standen in Köln-Ehrenfeld zahlreiche Verkehrspolitik-Anträge im Mittelpunkt, die Sicherheit, Klimaschutz und eine klimafreundliche Mobilität fördern. Die Bezirksvertretung beschäftigte sich intensiv mit Tempo-30-Zonen, Radverkehrsoptimierungen, Fußgängerampeln und der Umsetzung des „Bau-Turbo-Gesetzes“.
Sicherheit im Straßenverkehr: Tempo 30 und neue Kreuzungsregelungen
Die Sicherheit für Verkehrsteilnehmerinnen, insbesondere für Kinder und Seniorinnen, war ein zentrales Thema im Februar 2026. In der Kreuzung Vogelsanger Straße/Ehrenfeldgürtel wurden umfassende Veränderungen beschlossen. Ziel ist es, den Schulweg zur Heliosschule sicherer zu gestalten und den Durchgangsverkehr über die Weinsbergstraße zu lenken.
Die Tempoabsenkung auf 30 km/h entlang des Ehrenfeld- und Melatengürtels ist ein entscheidender Schritt, um Verkehrslärm zu reduzieren und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu verbessern. Zudem entfällt das Linksabbiegen auf dem Ehrenfeldgürtel in beide Richtungen, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Die Ampelschaltungen wurden angepasst, um Fußgänger*innen eine sichere Querung zu ermöglichen.
Auch an anderen Stellen wurde Tempo 30 angestrebt. So beantragte die SPD-Fraktion Tempo 30 auf der Vogelsanger Straße zwischen Oskar-Jäger-Straße und Äußere Kanalstraße, um Lärmgrenzwerte einzuhalten und die Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen zu erhöhen.
Radverkehr: Sicherheit und Kontinuität
Der Radverkehr stand in mehreren Anträgen im Fokus. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzten sich dafür ein, Radwege so zu gestalten, dass sie nicht abrupt enden. Die FDP hingegen beantragte, das Rechtsabbiegegebot an bestimmten Kreuzungen aufzuheben, um den Radverkehr effizienter zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einführung des „Grünen Pfeils“, der es Radfahrerinnen ermöglicht, bei roter Ampel abzubiegen, ohne Fußgängerinnen oder anderen Radfahrer*innen zu gefährden. Dies wurde an den Kreuzungen Platenstraße/Subbelrather Straße und Subbelrather Straße/Leyendeckerstraße angestrebt.
Der „Runde Tisch Radverkehr“ wurde zudem in „Runder Tisch Rad- und Fußverkehr“ umbenannt und um einen Vertreterin von Fuß e.V. erweitert, um die Interessen von Fußgängerinnen stärker einzubeziehen.
Klimaschutz und Begrünung: Alternative Lösungen
Klimaschutz und Begrünung waren weitere zentrale Themen. In der Melatener Straße konnten aufgrund einer unterirdischen Fernwärmeleitung keine Straßenbäume gepflanzt werden. Daher wurden alternative Begrünungslösungen wie Hochbeete und Pflanzkübel vorgeschlagen. Die Bezirksvertretung stellte dafür Stadtklimamittel bereit.
Zudem wurde die Auswirkung des „Bau-Turbo-Gesetzes“ auf die städtische Entwicklung diskutiert. Das Gesetz ermöglichte eine Beschleunigung des Wohnungbaus, führte aber auch zu einer Entlastung der städtischen Planungshoheit. Die Bezirksvertretung forderte eine transparente Einbindung in städtebauliche Prozesse und eine Aktuelle Stunde zur Thematik.
Ausblick: Mobilitätswechsel und Verkehrslenkung
Die beschlossenen Maßnahmen zeigen einen klaren Trend hin zu einer nachhaltigen, sicheren und klimafreundlichen Mobilität. Tempo-30-Zonen, eine kontinuierliche Radverkehrsführung und die Schaffung von sicheren Fußgängerüberwegen sind zentrale Bausteine für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Köln.
Auch die Umsetzung des „Bau-Turbo-Gesetzes“ wird die Stadtentwicklung beeinflussen. Die Bezirksvertretungen fordern eine klare Kommunikation und transparente Entscheidungsfindung, um die Interessen der Anwohner*innen zu berücksichtigen.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Verkehrspolitik in Köln-Ehrenfeld im Februar 2026 einen deutlichen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gemacht hat – mit dem Ziel, die Lebensqualität für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu verbessern.
Quellen
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