Stadtentwicklung in Hamm: Planung, Investitionen und Klimaanpassung im März 2026
Im März 2026 hat die Stadt Hamm eine Vielzahl bedeutender Entscheidungen im Bereich Stadtentwicklung und Bauen getroffen. Vom Flächennutzungsplan über Klimaschutz bis hin zu Verkehrsprojekten – ein Überblick.
Stadtentwicklung in Hamm: Planung, Investitionen und Klimaanpassung im März 2026
Die Stadt Hamm hat sich im März 2026 intensiv mit Themen der Stadtentwicklung, Bauplanung und Klimaanpassung beschäftigt. In zahlreichen Sitzungen wurden wichtige Entscheidungen getroffen, die die zukünftige Entwicklung des Stadtgebiets prägen. Von der Neugestaltung von Quartieren über Investitionen in Infrastruktur bis hin zu Klimaschutzmaßnahmen – Hamm setzt auf eine nachhaltige, partizipative und zukunftsfähige Stadtplanung. Im Folgenden eine Analyse der wichtigsten Entwicklungen und Hintergründe.
Städtebauliche Rahmenplanung Herringen: Grundstein für zukünftige Entwicklung
Ein zentrales Thema war die städtebauliche Rahmenplanung für den Stadtteil Herringen, die von einem externen Büro erarbeitet wurde und nun beschlossen wurde. Ziel der Planung ist es, Herringen – ein bergbaulich geprägtes Viertel mit Arbeitersiedlungen – nachhaltig und partizipativ zu entwickeln. Die Rahmenplanung integriert sektoral erstellte Konzepte zu Nutzung, Freiraum, Mobilität und Klima und bietet eine Handlungsgrundlage für Politik, Verwaltung und private Akteure.
Die Planung berücksichtigt auch den Masterplan Freiraum (2021), den Masterplan Wohnen (2024) und den Masterplan Mobilität (2024). Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auf Klimaschutz und Klimaanpassung gelegt, wobei konkrete Handlungsleitlinien zur klimaangepassten Stadtentwicklung formuliert wurden.
Klimaanpassung: Hitzeaktionsplan und grüne Infrastruktur
Im Zuge der Klimakrise hat Hamm den Hitzeaktionsplan (HAP) verabschiedet, der als strategische Grundlage für Klimaschutzmaßnahmen dient. Der Plan umfasst Maßnahmen wie die Ausweitung kühler Orte, die Sicherung von Kaltluftbahnen und die Neupflanzung von Stadtbäumen. Ziel ist es, die Auswirkungen von Hitzewellen auf gefährdete Gruppen wie ältere Menschen oder Arbeitende im Freien zu minimieren.
Ein weiteres Schwerpunktthema war die grüne Infrastruktur, insbesondere in neuen Stadtquartieren. Im Rahmen des Bebauungsplans 05.080 „Am Wiesenteich“ wurden konkrete Vorgaben für Dachbegrünung, Pflanzflächen und wasserdurchlässige Materialien festgelegt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die urbanen Hitzeeinflüsse zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern.
Verkehrsplanung und Mobilität: Ausbau des ÖPNV
Im Bereich der Mobilität standen vor allem die Zukunft des ÖPNV und der Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt. Die Stadt Hamm hat beschlossen, den öffentlichen Personenverkehr für 2028–2037 an den Verkehrsbetrieb Hamm (VBH) zu vergeben. Gleichzeitig wird der Deutschland-Ticket-Preis weiterhin pauschal festgelegt, um den finanziellen Ausgleich für die Verkehrsunternehmen sicherzustellen.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Neubau des Busterminals in Werries, der als Teil des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) geplant ist. Der Terminal soll als zentraler Mobilitätsknoten dienen und den ÖPNV stärken. Gleichzeitig wird geprüft, wie mit Geschwindigkeitsverstößen in Wohngebieten umzugehen ist, insbesondere im Zusammenhang mit „Posern“.
Investitionsplanung: Straßenbau, Brücken und Erschließung
Im März 2026 wurden auch mehrere Investitionsmaßnahmen beschlossen, die die Infrastruktur der Stadt verbessern sollen. Der Ersatzneubau der Brücke über die Geinegge ist ein zentrales Projekt, das die Verkehrsfluidität und Sicherheit erhöhen wird.
Weitere Maßnahmen umfassen die Fahrbahnerneuerung auf dem Südring und die Sanierung von Baugebieten wie dem Dürerstraßen-Quartier. Insgesamt wurden über 10 Millionen Euro für die Erschließung und Sanierung von Baugebieten bereitgestellt, darunter auch die Projekte in der Grünstraße, im Dierhagenweg und am Zechenareal Heinrich Robert.
Wohnungspolitik und Bauen: Beschleunigung durch Bauturbo
Die Stadt Hamm setzt auf eine Beschleunigung im Wohnungsbauprozess, insbesondere durch die Anwendung des „Bauturbo“-Verfahrens gemäß der BauGB-Novelle. Ziel ist es, den Bau von preisgünstigem Mietwohnraum zu fördern und den Wohnungsmarkt zu entlasten.
Ein weiteres Projekt ist die Umgestaltung von Bolzplätzen zu multifunktionalen Sportanlagen, die ganzjährig genutzt werden können. Dies ist ein Beitrag zur Förderung der Freizeitgestaltung und zur Stärkung der lokalen Gemeinschaft.
Finanzplanung und Haushalt: Investitionssaldo bleibt negativ
Trotz der hohen Investitionen bleibt der Investitionssaldo negativ. Für 2026 wird ein Defizit von 17,24 Millionen Euro erwartet, was auf steigende Fehlbedarfe und die Nutzung von Rücklagen zurückzuführen ist. Hamm plant daher, ein Haushaltssicherungskonzept zu entwickeln, um langfristig finanziell stabil zu bleiben.
Fazit: Stadtentwicklung im Wandel
Die Stadtentwicklung in Hamm im März 2026 zeigt eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Partizipation. Die beschlossenen Projekte – von der städtebaulichen Rahmenplanung in Herringen bis hin zur Sanierung von Straßen und Baugebieten – tragen dazu bei, die Stadt für die Zukunft zu rüsten. Gleichzeitig bleibt das Thema Finanzierung besonders in den Bereichen Investitionen und Haushalt eine Herausforderung, die langfristig angegangen werden muss.
Die Stadt Hamm beweist mit diesen Maßnahmen, dass eine moderne Stadtentwicklung nicht nur auf Wachstum und Gewerbeansiedlung abzielen muss, sondern auch auf Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität.
Quellen
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