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Hagen-Update Februar 2026: Gleichstellung, Umwelt und Bildung im Fokus

Hagen-Update Februar 2026: Gleichstellung, Umwelt und Bildung im Fokus

Der Februar 2026 brachte in Hagen Entscheidungen im Bereich Gleichstellung, barrierefreie Infrastruktur, Umwelt und Bildung. Der Frauenbeirat setzte sich für den Erhalt wichtiger sozialer Angebote ein, der Naturschutzbeirat diskutierte Baumfällungen und Böllerverbote, und der Schulausschuss beschloss Maßnahmen zur Stärkung der Bildung.

Gleichstellung und Soziales: Frauenbeirat setzt Prioritäten

Im Februar 2026 setzte der Frauenbeirat der Stadt Hagen wichtige Impulse für Gleichstellung und soziale Sicherheit. Bei der konstituierenden Sitzung am 3. Februar wurden Tanja Grahl und Kirsten Pinkvoss einstimmig zur Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Daniela Rohleder wurde als Schriftführerin bestätigt, während Claudia Benthaus-Reiß und Bibiane Stein-Majewski als Stellvertretungen fungieren.

Zentrales Thema war die Finanzierung des Verhütungsmittelfonds (VMF), den der Frauenbeirat einstimmig in der ursprünglichen Höhe erhalten möchte. Zudem sprach sich das Gremium klar für den Erhalt der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt – WildWasser Hagen e.V. aus. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbindung des Ausschusses für Soziales, Integration und Demografie in die Beratungen zur Koordinierungsstelle der Istanbul-Konvention.

Umwelt und Naturschutz: Baumfällungen, Böllerverbote und Klimaschutz

Der Naturschutzbeirat tagte am 10. Februar und beschäftigte sich mit mehreren umweltrelevanten Themen. Ein Schwerpunkt lag auf der Fällung von Bäumen, insbesondere der N-9 Berg-Ulme in Graskamp, die aus Sicherheitsgründen entfernt wurde. Der Beirat forderte zudem eine Ersatzpflanzung bei Waldbaumpflegemaßnahmen, soweit dies möglich ist.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Erstellung eines Arbeitspapiers zur Böllerverordnung, um die Umweltbelastung durch Silvesterraketen zu reduzieren. Auf Initiative von Antje Selter wurde einstimmig beschlossen, eine städtische Verordnung zu diesem Thema vorzubereiten. Zudem wurde ein Bericht über den Repowering-Prozess der Windenergieanlage Sürenhagen vorgestellt.

Bildungspolitik in Hagen: Islamischer Religionsunterricht und Erste-Hilfe-Workshops

Der Schulausschuss beschäftigte sich am 19. Februar mit der Einführung des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) in Hagener Schulen. Derzeit wird der IRU an zwei Schulen angeboten, weitere Schulen sollen daran beteiligt werden. Der Schulausschuss forderte, Schulen aktiv zu beraten, die den IRU noch nicht anbieten.

Zudem wurde einstimmig beschlossen, ein Konzept für Erste-Hilfe-Workshops an Hagener Schulen zu erarbeiten. Ziel ist es, gemeinsam mit anerkannten Hilfsorganisationen altersgerechte und praxisnahe Kurse anzubieten. Ein weiterer Beschluss betraf die Errichtung eines Bildungsgangs der Ausbildungsvorbereitung am Berufskolleg Kaufmannsschule II, der ab August 2026 startet.

Barrierefreiheit und Infrastruktur: Bushaltestellen und Sportstätten

Im Stadtentwicklungsausschuss und im Sport- und Freizeitausschuss wurden Themen zur barrierefreien Infrastruktur und zur Sanierung von Sportstätten behandelt. Der 9. Bauabschnitt zur barrierefreien Ausstattung von 9 Bushaltestellen wird im Frühjahr 2026 zur Förderung angemeldet, mit der Erwartung eines Förderbescheids im Jahr 2027.

Der Elseyer Turnverein 1881 e.V. beantragte zudem eine Dachsanierung seiner Turnhalle mit Unterstützung des Bundesprogramms. Zudem wurde eine Umrüstung der Basketballkörbe in der Öwen-Witt-Halle beschlossen, um jugendgerechte Spielbedingungen zu gewährleisten.

Finanzen und Rettungsdienst: Schuldenentlastung und Rettungswachen

Im Rate der Stadt Hagen wurde am 26. Februar die Übernahme von rund 543 Millionen Euro an Schulden durch das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen. Dieser Schritt ist Teil des Altschuldenentlastungsgesetzes NRW (ASEG NRW) und bedeutet eine deutliche Entlastung für die Stadt.

Ein weiteres wichtiges Thema war der Rettungsdienst: In Hohenlimburg wird eine neue Rettungswache gebaut, und vier neue Rettungswagen (RTW) werden 2025 und 2026 beschafft. Zudem wird die Einführung des Telenotarztes vorangetrieben.

Ausblick: März 2026 – Themen im Fokus

Der März 2026 wird voraussichtlich von weiteren Entscheidungen zur Haushaltsplanung 2026/2027 und zur Umsetzung der barrierefreien Infrastruktur geprägt sein. Auch die Bildungspolitik und die Kooperation mit Nachbarkommunen in Themen wie Zuwanderung und Integration werden im Fokus bleiben.

Quellen

Sitzung

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