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Bildungspolitik in Hagen: Religionsunterricht, Erste-Hilfe-Workshops und infrastrukturelle Herausforderungen

Education and Public Facilities 📍 Hagen · Nordrhein-Westfalen
Bildungspolitik in Hagen: Religionsunterricht, Erste-Hilfe-Workshops und infrastrukturelle Herausforderungen

Im Februar 2026 standen in Hagen wichtige Entscheidungen im Bildungsbereich an. Der Islamische Religionsunterricht, neue Erste-Hilfe-Workshops an Schulen und umfangreiche Baumaßnahmen für Grundschulen prägten die Diskussionen.

Bildung in Bewegung: Hagens Schulentwicklungsschwerpunkte im Februar 2026

Die Bildungspolitik in Hagen ist im Februar 2026 geprägt von drei zentralen Themen: der Einführung und Evaluation des Islamischen Religionsunterrichts (IRU), der Einführung von Erste-Hilfe-Workshops an Schulen und der Planung umfangreicher Baumaßnahmen an Grundschulen. Diese Themen zeigen, wie die Stadt auf wachsende soziale und infrastrukturelle Herausforderungen reagiert und gleichzeitig neue Bildungsformate entwickelt.

Islamischer Religionsunterricht: Eine Brücke zwischen Tradition und Moderne

Der Islamische Religionsunterricht in Hagen ist Teil eines landesweiten Programms in Nordrhein-Westfalen, das an rund 247 von 5.400 Schulen angeboten wird. In Hagen selbst wird der IRU an einigen Schulen wie der Geschwister-Scholl-Hauptschule und der Sekundarschule Lieselotte-Funcke bereits umgesetzt. Ein Abschlussbericht der Universität Münster zeigt, dass der IRU zwar nur einen kleinen Teil der muslimischen Schülerschaft erreicht, aber positive Auswirkungen auf Multiperspektivität, interkulturelle Verständigung und soziale Verantwortung hat.

Die HAK-Fraktion fragt in diesem Zusammenhang, ob Eltern oder Schulpflegschaften den Wunsch nach IRU geäußert haben und wie die Verwaltung aktiv Schulen auf die Einführung hinweisen und beraten will. Diese Diskussion unterstreicht die Bedeutung von Partizipation und Transparenz in der Bildungspolitik – Themen, die in einer zunehmend diversen Gesellschaft an Relevanz gewinnen.

Erste-Hilfe-Workshops: Vom Unterricht in die Praxis

Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungspolitik ist die Einführung von altersgerechten Erste-Hilfe-Workshops an Hagener Schulen, insbesondere ab der Sekundarstufe I. Diese Workshops sollen in Zusammenarbeit mit Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern oder lokalen Rettungsdiensten durchgeführt werden. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen, Zivilcourage zu stärken und die Notfallkompetenz der Schüler*innen zu fördern.

Die Workshops sind entweder als Projekttag oder als wiederkehrendes Schulungsmodul geplant. Die Stadt prüft zudem, ob sich Förderprogramme oder Sponsoring-Modelle nutzen lassen, um die Kosten zu minimieren. Der Schulausschuss hat diese Initiative zur Kenntnis genommen und unterstützt die Idee, Erste-Hilfe-Kenntnisse systematisch in den Bildungsalltag einzubinden.

Baumaßnahmen an Grundschulen: Investition in die Zukunft

Im Bereich der Schulinfrastruktur standen im Februar 2026 die Planungen für den Abriss und Neubau der Friedrich-Harkort-Grundschule sowie weiterer Grundschulen im Fokus. Die Friedrich-Harkort-Grundschule, die sich im Stadtteil Hagen Haspe befindet, wird aufgrund des schlechten Bausubstanzzustands abgerissen und durch eine vierzügige Schule mit moderner Ausstattung ersetzt. Die neue Schule wird auf einem bereits versiegelten Grundstück errichtet, wodurch Eingriffe in Grünflächen vermieden werden. Die Planung sieht zudem zwei Kitas vor – eine davon ist bereits 2022 fertiggestellt worden.

Auch an anderen Grundschulen wie der Grundschule Hestert und Henry-van-de-Velde laufen Baumaßnahmen. Hier entstehen neue Pavillons und Gebäude, um den steigenden Schülerzahlen und dem Bedarf an Ganztagsschulen gerecht zu werden. Die Finanzierung dieser Projekte ist in der Haushaltsplanung 2026/2027 berücksichtigt, wobei Fördergelder aus dem Landesprogramm für den Ganztagsausbau eine zentrale Rolle spielen.

Ausblick: Bildung als Schlüssel für die Zukunft

Die Bildungspolitik in Hagen zeigt sich im Februar 2026 als dynamisch und reaktionsfähig. Mit dem Islamischen Religionsunterricht wird ein Angebot geschaffen, das nicht nur religiöse, sondern auch interkulturelle Bildung stärkt. Die Erste-Hilfe-Workshops verbinden praktische Fähigkeiten mit sozialem Engagement, während die Baumaßnahmen an Grundschulen Investitionen in die physische und pädagogische Zukunft der Stadt sind.

In der Zukunft wird es besonders wichtig sein, diese Entwicklungen weiter zu verfolgen und gegebenenfalls zu evaluieren. Die Integration neuer Technologien, wie das KI-Programm „telli“, sowie die Fortentwicklung von Bildungsformaten wie der JugendUni der FernUniversität zeigen, dass Hagen auf dem Weg ist, eine moderne, inklusive und zukunftsfähige Bildungspolitik zu entwickeln.

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