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Gevelsberg: Bildung und Kultur im Fokus – Was der Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Freizeit in Februar 2026 entschied

Education and Public Facilities 📍 Gevelsberg · Nordrhein-Westfalen
Gevelsberg: Bildung und Kultur im Fokus – Was der Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Freizeit in Februar 2026 entschied

Im Februar 2026 standen in Gevelsberg zahlreiche Entscheidungen zum Thema Bildung und Kultur im Mittelpunkt. Der Ausschuss für Schulen, Kultur, Sport und Freizeit legte den Haushaltsplanentwurf 2026 vor, diskutierte kulturelle Förderprojekte und setzte sich mit der Digitalisierung in Schulen auseinander.

Bildung und Kultur in Gevelsberg: Was in Februar 2026 entschieden wurde

Die Stadt Gevelsberg setzt sich in diesem Jahr verstärkt mit den Themen Bildung, Kultur und Sport auseinander. Im Februar 2026 fand die entscheidende Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kultur, Sport und Freizeit statt, bei der wichtige Vorhaben und Entscheidungen besprochen und festgelegt wurden. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Haushaltsplanentwurf 2026, der die Finanzierung für Schulen, Kulturprojekte und Sporteinrichtungen regelt.

Haushaltsplanentwurf 2026: Schulträgeraufgaben und Kulturförderung

Im Zuge der Haushaltsplanung 2026 wurden die Finanzierungsrahmen für die Abteilung F2.2 (Schulträgeraufgaben, Kultur, Sport und Freizeit) festgelegt. Der Haushaltsplanentwurf umfasste unter anderem die Mittel für die Sanierung der Realschule, die digitale Ausstattung der Schulen und die Kulturförderung. Besonders hervorzuheben ist die geplante Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des „Kultur- und Schule“-Programms. In 2026 wurden drei Projekte erfolgreich gefördert: „Kunst am Bau – Flurgestaltung“, „Kling-Klang-Klong-Orchester“ und „Wir sind Vielfalt!“.

Diese Projekte zeigen, wie Gevelsberg den kulturellen Austausch zwischen Schulen und Künstlern fördert. Die Stadt trägt dabei einen Eigenanteil von 840 Euro pro Projekt, was die Notwendigkeit von externer Finanzierung unterstreicht. Zudem wurde die Förderpauschale für den Kulturrucksack NRW mit 7.758 Euro für 2026 festgelegt, basierend auf der Bevölkerungsstatistik der Zielgruppe 10–14-Jähriger.

Digitale Bildung: Einsatz von iPads in den Schulen

Ein weiterer Schwerpunkt war die Digitalisierung in den städtischen Schulen. Die iPads, die an allen Schulen im Unterricht eingesetzt werden, sind mittlerweile fester Bestandteil des Bildungsalltags. Sie werden insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht genutzt und dienen der Recherche, Präsentation, Projektarbeit und individuellen Förderung. Lehrergeräte unterstützen zudem die Unterrichtsvorbereitung und schulinterne Kommunikation.

Die Schulen bewerten den technischen Support als sehr zuverlässig. Dennoch gibt es Handlungsbedarf in der Weiterentwicklung der WLAN-Infrastruktur, der Softwareausstattung sowie bei Lade- und Aufbewahrungsmöglichkeiten. Zudem laufen Abstimmungen für den Digitalpakt 2.0, der zusätzliche Fördermittel für zukünftige Planungen bereitstellen könnte.

Kultur in der Stadt: Von Kulturstrolche bis Kulturrucksack

Der Ausschuss diskutierte zudem die kulturelle Entwicklung in Gevelsberg. Das Projekt „Kulturstrolche“, das in Grundschulen angeboten wird, wird weiterhin vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. In 2025 nahmen 45 Klassen daran teil, und auch 2026 wurden erneut Anträge gestellt. Die Projekte umfassen Autorenlesungen, Museumsbesuche und Theaterworkshops, die die kulturelle Bildung der Kinder stärken.

Ein weiteres Highlight ist der „Kulturrucksack“, der Kurse für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren anbietet. In der Stadtbücherei Gevelsberg fanden unter anderem Kurse wie „Manga-Zauber“ und „Magische Kreativwerkstatt Harry Potter“ statt. Auch in der VHS Ennepe-Ruhr-Süd wurden kreative Kurse angeboten, darunter „Actionpainting“ und „Cajón-Trommelbau“.

Sport und Freizeit: Belegungspläne und inklusive Angebote

Neben Bildung und Kultur standen auch sportliche Angebote im Fokus. Der Ausschuss nahm die Belegungspläne für die städtischen Sportanlagen zur Kenntnis. Die Nutzung erfolgt nach einer klaren Ordnung: Vormittags sind die Hallen den Schulen vorbehalten, nachmittags kommen außerschulische Gruppen bis 22 Uhr zum Zuge. Besonders ausgelastet sind die Sporthallen der Realschule und der Halle West.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist der inklusive Schwimmkurs, der erstmals nach den Sommerferien 2025 angeboten wurde. In Kooperation mit dem Gevelsberger Schwimmverein nahmen vier Kinder an einem Kurs teil, finanziert durch den Gewinn eines Sportturniers. Zudem fanden Ereignisse wie der Gevelsberger Stadionlauf mit 715 Teilnehmern und einem Spendenerlös für einen lokalen Verein statt.

Ausblick: Kulturentwicklungsplanung und Zukunftsvisionen

Die Verwaltung hat begonnen, eine Bestandsaufnahme des kulturellen Angebots in Gevelsberg zu erstellen. Veranstaltungsräume, Open-Air-Flächen und kulturell aktive Vereine werden kartografiert, um Stärken und Entwicklungspotenziale zu identifizieren. Handlungsfelder für die Zukunft sind die Stärkung von Kooperationen, die Entwicklung neuer Kulturformate und die Weiterentwicklung der Kunst im öffentlichen Raum.

Zusammenfassend zeigt sich: Gevelsberg investiert aktiv in Bildung, Kultur und Sport. Mit einem klaren Haushaltsplan, digitaler Unterstützung und kreativen Projekten setzt die Stadt Impulse für die Zukunft ihrer Schulen, Kulturinstitutionen und Sportstätten.

Quellen

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