Gelsenkirchen im März 2026: Fokus auf Infrastruktur, Gesundheit und Soziales
Im März 2026 setzte Gelsenkirchen Impulse in Verkehr, Gesundheit und Sozialem – mit Investitionen in Infrastruktur, neuen Förderungen und Reformvorschlägen.
Infrastruktur, Gesundheit und Soziales im Fokus
Was diesen Monat wichtig war
- Neue Straßenbeleuchtung in Bochumer Straße, Florastraße und Arena Fußwegen beschlossen.
- Soziale Projekte mit insgesamt 411.000 € gefördert, darunter die Gelsenkirchener Tafel.
- Langzeitarbeitslose profitieren von einer 5-jährigen Verlängerung der §16i-Förderung.
- Gesundheitsförderung im Rathaus-Thema: Quote der Schuleingangsuntersuchungen liegt bei 41,34 %.
- Finanzkontrollen zeigen Mängel in der Buchhaltung und Förderrichtlinien auf – Digitalisierung wird empfohlen.
Verkehr und Mobilität: Lichter, Brücken und Parkraum
Im März 2026 wurden weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Stadtinfrastruktur beschlossen. Die Bochumer Straße, die Florastraße und die Fußwege in der Arena-Nähe erhalten neue energiesparende Beleuchtung, finanziert vollständig aus Eigenmitteln. Die Kosten für die jährlichen Folgekosten liegen zwischen 6.433 und 16.727 Euro – eine Investition in Sicherheit und Nachhaltigkeit.
Zudem wurden Sanierungsarbeiten an der Brücke „Emscher-Ost“ und der Berliner Brücke genehmigt. Allerdings blieben Vorschläge zur Entwicklung eines strategischen Parkraumkonzepts und zur besseren Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsbehörden ohne konkrete Umsetzung. Die Entscheidungen unterliegen weiterhin der Haushaltssatzung 2026.
Gesundheit: Prävention, Beratung und Schuleingangsuntersuchungen
Die Gesundheitspolitik in Gelsenkirchen setzte im März 2026 auf Prävention und Frühförderung. Die Anfrage zur Hitzeprävention wurde zur Kenntnis genommen, und die Gesundheitsförderung wurde mehrheitlich unterstützt – mit einer Linke-Fraktion, die dagegen stimmte.
Die Beratungsstelle „Gemeinsam für Gesundheit – Vor Ort“ hat nun zwei Standorte: in der Elisana Apotheke und im Referat Gesundheit. Mit Blick auf die Schuleingangsuntersuchungen liegt die Quote der durchgeführten Untersuchungen bei 41,34 %, was bedeutet, dass aktuell etwa jedes zweite Kind nach der Einschulung nicht vollständig medizinisch begleitet wird.
Soziales und Arbeit: Förderungen, Investitionen und Reformen
Der Ausschuss für Soziales und Arbeit setzte im März 2026 wichtige Impulse. 411.000 € wurden für soziale Projekte bewilligt – darunter 50.000 € für die Gelsenkirchener Tafel und 40.000 € für das Projekt „Aktive Nachbarschaft Südost“.
Auch die §16i-Förderung wurde um fünf Jahre verlängert, was bedeutet, dass bis zu 270 Stellen für Langzeitarbeitslose weiterhin gefördert werden. Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2026 verfügt über ein Budget von 103,4 Millionen Euro, wovon 44,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds stammen.
Ein Projekt, das nicht umgesetzt wird, ist der Smart Kiosk – er wurde einstimmig abgelehnt, ohne dass eine klare Alternative vorgestellt wurde.
Finanzen und Rechnungswesen: Kontrollen, Beanstandungen und Reformempfehlungen
Der Rechnungsprüfungsausschuss stellte im März 2026 Mängel in der Buchhaltung fest. Etwa 54.186,40 € an nicht ordnungsgemäß verbuchten Einnahmen wurden in den Haushalt 2025 übernommen. Zudem wurden 51.250 € an Fördermitteln für 2024 beanstandet – vor allem aufgrund von Fristverstößen bei der Abrechnung.
15 von 99 Zuschüssen zwischen 2019 und 2023 wurden beanstandet. Die Empfehlungen des Ausschusses richten sich gezielt auf die Digitalisierung der Aktenführung und die Einführung von Nebenbestimmungen in Förderrichtlinien, um künftig Transparenz und Rechenschaftspflicht zu stärken.
Zusammenhänge und zukünftige Herausforderungen
Die Entwicklungen des März 2026 zeigen, dass Gelsenkirchen in mehreren Bereichen strategisch investiert, aber auch strukturelle Defizite adressiert. Die Infrastruktur wird sichtbar verbessert, soziale Projekte erhalten finanzielle Unterstützung, und die Gesundheitsversorgung wird vernetzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass Finanzmanagement und Transparenz in der Verwaltung stärker als bisher in den Fokus gestellt werden müssen.
Die Digitalisierung wird in mehreren Bereichen als Schlüssel zur Verbesserung genannt – sei es in der Aktenführung, bei der Förderungskontrolle oder im Öffentlichkeitsmanagement. Zwar gibt es klare Empfehlungen, doch die Umsetzung wird entscheidend sein.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 markiert in Gelsenkirchen einen klaren Schwerpunkt auf Infrastruktur, Gesundheit und Sozialem. Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass das Rathaus Handlungsfähigkeit beweist – auch in der Bewältigung von strukturellen Herausforderungen. Die Investitionen in Straßenbeleuchtung, Gesundheitsberatung und soziale Projekte sind sichtbar und spürbar für die Bevölkerung.
Im April steht nun die Satzungsfassung des Landschaftsplans an – ein weiterer Meilenstein in der Stadtentwicklung. Zudem wird die Digitalisierung in der Verwaltung beschleunigt, um Fehlerquellen zu reduzieren und Transparenz zu erhöhen.
Gelsenkirchen bewegt sich also im März 2026 auf mehreren Ebenen – und zeigt mit diesen Entscheidungen, dass die Stadt auf die Zukunft vorbereitet ist.
Quellen
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