Jugendpolitik in Gelsenkirchen: Herausforderungen, Investitionen und Partizipation im März 2026
Im März 2026 stand Gelsenkirchen im Fokus der Jugendpolitik: Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familien beschäftigte sich intensiv mit Themen wie Kriminalitätsprävention, Investitionsstau in der Jugendinfrastruktur, BuT-Leistungen, Frühheiratsprävention und partizipativen Projekten. Ein Überblick über die wichtigsten Entscheidungen, Hintergründe und Auswirkungen.
Jugendpolitik in Gelsenkirchen: Ein Fokus auf Sicherheit, Partizipation und Investitionen
Im März 2026 war Gelsenkirchen besonders aktiv in der Jugendpolitik. Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familien traf wichtige Entscheidungen und diskutierte zentrale Themen, die die Zukunft der Jugend in der Stadt prägen könnten. Die Diskussionen reichten von der Kriminalitätsentwicklung und Jugendschutz bis hin zu Investitionen in die Jugendinfrastruktur und der Förderung partizipativer Projekte. Einige der wichtigsten Punkte im Überblick:
Sicherheit und Kriminalitätsprävention
Ein zentrales Thema war der Sachstandsbericht zur Kriminalitätsentwicklung unter Kindern und Jugendlichen. Der Ausschuss forderte einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation, einschließlich der Erfolge präventiver Maßnahmen und der noch bestehenden Herausforderungen. Zudem wurde ein Sachstandsbericht zur Inanspruchnahme von BuT-Leistungen in 2025 beantragt, um die Effektivität des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) zu evaluieren.
In diesem Zusammenhang wurde auch der Prüfbericht der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) zur Hilfe zur Erziehung diskutiert. Die Prüfungsergebnisse aus 2024/2025 zeigten, dass es Verbesserungspotenziale in der Umsetzung gibt, insbesondere bei der Transparenz und der Abwicklung von Leistungen. Die Verwaltung wurde aufgefordert, konkrete Maßnahmen zur Optimierung vorzulegen.
Investitionen in die Jugendinfrastruktur
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der NRW-Infrastrukturförderung, die auch für die Jugendarbeit genutzt werden soll. Der Antrag betonte, dass Jugendräume wie Jugendtreffs, Jugendhäuser und Bildungsstätten fester Bestandteil der kommunalen Bildungslandschaft sein müssen. Allerdings bestand ein Investitionsstau in der Jugendinfrastruktur, der dringend behoben werden müsse. Viele Einrichtungen benötigten Sanierungen, barrierefreie Zugänge und eine Verbesserung der energetischen Standards.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den Investitionsbedarf bei freien Trägern der Jugendhilfe zu erheben und in die Beratungskette des Jugendhilfeausschusses einzubeziehen. Die Förderung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) für 2026 wurde beschlossen, wobei insgesamt 2.645.539 € an Finanzmittel bereitgestellt werden. Der Fokus lag dabei nicht nur auf der Quantität, sondern auch auf der Qualität der Angebote – mit Schwerpunkt auf Wirkung, Zielgruppen und Schutzkonzepten.
Partizipation und neue Projekte
Die Jugendpolitik in Gelsenkirchen ist stark von der Partizipation junger Menschen geprägt. Im März 2026 wurden mehrere Projekte vorgestellt, die junge Menschen direkt einbinden. So berichteten die Verantwortlichen über das Projekt „Platz DA“, das Jugendlichen Räume für Austausch und Kreativität bietet, sowie über „Junge Stimmen aus Gelsenkirchen“, das Ideenwerkstätten und Befragungen der Initiative VoiceUp! umfasste.
Ein weiteres Highlight war der Pop-Up-Jugendraum in der Innenstadt, der als temporärer Treffpunkt für Jugendliche eingerichtet wurde. Die Verwaltung betonte, dass solche Projekte dazu beitragen können, junge Menschen in der Stadt zu binden und sie in die lokale Kultur und Gesellschaft einzubeziehen.
Das Jahresthema 2026: „Mensch sein“
Ein besonderer Fokus lag auf dem Jahresthema der Offenen Kinder- und Jugendarbeit 2026: „Mensch sein“. Inspiriert von dem Zitat „Seid Menschen“ von Margot Friedländer, soll dieses Thema junge Menschen dabei unterstützen, sich in einer komplexen Welt zu orientieren und verlässliche Beziehungen aufzubauen. Ziel ist es, Räume und Strukturen zu schaffen, in denen Jugendliche sich ausprobieren können und verlässliche Ansprechpartner finden.
Ausblick
Die Jugendpolitik in Gelsenkirchen zeigt sich in einer Phase der Neuausrichtung. Mit dem Fokus auf Sicherheit, Investitionen und Partizipation wird versucht, die Bedürfnisse junger Menschen in der Stadt nachhaltig zu adressieren. Die Diskussionen im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familien zeigen, dass Gelsenkirchen bereit ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen – und das nicht nur mit Geld, sondern auch mit Ideen und Engagement.
Quellen
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