Ense im Fokus – Februar 2026
Ein Monat mit klaren Entscheidungen für die Zukunft: Von Windenergie über Haushaltsplanung bis zur Personalie im Rathaus. Hier ist der Monatsrückblick.
Ense blickt nach vorn
Was diesen Monat wichtig war
- Gründung einer Windenergie-Gesellschaft: Ense geht mit der Erstellung der „Ense Wind GmbH & Co. KG“ entschlossen in die Erneuerbare-Energien-Zukunft.
- Haushaltsplan 2026 genehmigt: Mit einem geplanten Defizit von knapp 4 Millionen Euro und Investitionen in Sportstätten und EDV.
- Neue Strukturen im Personalbereich: 16 Nachwuchskräfte sind für 2026 vorgesehen, die Stellenplanung bleibt stabil.
- Entlastung durch das Land NRW: Ense erhält rund 722.653 Euro durch das Altschuldenentlastungsgesetz.
Windenergie: Ense setzt auf Eigeninitiative
Die Gemeinde Ense hat einen Meilenstein in der Energiepolitik gesetzt: Mit der Gründung der Ense Wind GmbH & Co. KG wird die Kommune künftig direkt in Windenergie investieren. Die Ense-Werke GmbH übernimmt die Rolle der Kommanditistin mit einer Haftung von 25.000 Euro, während die Ense Erneuerbare Energien Verwaltung GmbH die Geschäftsführung leiten wird.
Dennis Schröder wurde als Geschäftsführer bestellt, Mats Blume und Bürgermeister Rainer Busemann als Vertreter der Gemeinde in die Gesellschafterversammlungen berufen. Diese Struktur ermöglicht Ense, langfristig unabhängiger von Energiekosten zu werden und gleichzeitig Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien zu sichern.
Haushalt 2026: Defizit geplant, Investitionen kommen
Der Haushalt 2026 der Gemeinde Ense wurde mit einem geplanten Defizit von 4.032.028 Euro genehmigt. Der Kreditbedarf beträgt 11.338.793 Euro. Dennoch sind Investitionen in mehreren Bereichen geplant: Sanierungen von Sportstätten, EDV-Erweiterungen und Zuschüsse an Sportvereine.
Um die Haushaltsplanung realistisch zu halten, wurden 150.000 Euro aus verschiedenen Budgetposten in das Produkt 010106 (Gebäudemanagement) umgeschichtet. Eine klare Priorisierung der Mittel ist hierbei entscheidend, um überplanmäßige Ausgaben abzufedern.
Personalpolitik und Nachwuchsförderung
In der Personalpolitik bleibt Ense stabil: Der Stellenplan 2026 sieht insgesamt 109 Stellen vor, wovon 109 für Tarifbeschäftigte vorgesehen sind. Die aktuelle Besetzung lag zum 30.06.2025 bei 91,6 Stellen (Teil A) und 17,7 Stellen (Teil B).
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung junger Fachkräfte: Für 2026 sind 16 Nachwuchskräfte vorgesehen, was zeigt, dass Ense langfristig auf qualifizierten Nachwuchs setzt.
Finanzliche Entlastung durch das Land
Ein weiterer positiver Aspekt ist die Entlastung durch das Land Nordrhein-Westfalen gemäß dem Altschuldenentlastungsgesetz (ASEG NRW). Ense erhielt eine Entschuldung in Höhe von 722.653,89 Euro. Die Verbindlichkeiten wurden durch Schuldübernahme und Verrechnung im Wege des Passivtauschs erledigt, was die finanzielle Planung der Gemeinde deutlich entlastet.
Überblick über die Entscheidungsprozesse
Die Entscheidungen im Februar 2026 folgten einem klaren Prozess: Die Vorberatung erfolgte im Haupt- und Finanzausschuss am 03.02.2026, die endgültige Beschlussfassung im Gemeinderat am 05.02.2026. Die Beschlüsse sind an gesetzliche Vorgaben wie § 113 GO NRW, § 107 GO NRW und § 5 Abs. 2 NKF-CUIG NRW gebunden, was die Rechtsicherheit gewährleistet.
Ausblick: Ense blickt optimistisch in die Zukunft
Der Februar 2026 war geprägt von klaren Entscheidungen und strategischen Schritten in Richtung nachhaltige Energie, finanzielle Stabilität und gesicherten Arbeitsplätzen. Die Gründung der Windenergiegesellschaft, die Haushaltsplanung und die Personalentwicklung zeigen, dass Ense bereit ist, sich aktiv für die Zukunft zu positionieren.
Im März wird nun der Fokus auf die Umsetzung dieser Beschlüsse liegen – insbesondere bei der konkreten Planung der Windenergieanlagen und der Umsetzung der Investitionsprojekte. Mit diesen Schritten macht Ense deutlich: Die Kommune ist auf dem Weg, ihre Ziele im Bereich Klimaschutz, Wirtschaftsförderung und Bürgerdienstleistungen zu erreichen.
Quellen
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