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Jugendpolitik in Dortmund: Übergang Schule–Arbeitswelt und Gesundheitsförderung im Fokus

Jugendpolitik in Dortmund: Übergang Schule–Arbeitswelt und Gesundheitsförderung im Fokus

Im April 2026 standen in Dortmund Jugendthemen im Mittelpunkt, insbesondere der Übergang Schule–Arbeitswelt und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Wir analysieren die aktuellen Entwicklungen, Hintergründe und Herausforderungen.

Übergang Schule–Arbeitswelt: Ein strukturiertes Ansatz für die Zukunft

Die Stadt Dortmund hat sich mit dem Übergang Schule–Arbeitswelt intensiv beschäftigt, um Jugendliche bestmöglich auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten. Ein zentraler Baustein ist der Beirat „Regionales Übergangsmanagement Schule–Arbeitswelt“, der als Koordinationsstelle fungiert und die Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Beratungsstellen organisiert. Ziel ist es, verlässliche Übergänge in Ausbildung, Studium oder Beruf zu schaffen.

Ein innovatives Narrativ dazu ist „Journey“, das den Übergang als Reise mit den Phasen „Look around“, „Explore“ und „Onboarding“ darstellt. Dieser Ansatz fördert nicht nur die Selbstreflexion, sondern auch die aktive Planung der beruflichen Zukunft. Im Rahmen der Fokus-Konferenz 2024 konnten 250 Teilnehmende aus verschiedenen Sektoren diskutieren und Lösungsansätze entwickeln.

Ein weiterer Meilenstein ist das digitale Buchungsportal „dortmundatwork.de“, das über 1.800 Praktikumsplätze anbietet. Die hohe Nachfrage unterstreicht die Bedeutung von praktischen Erfahrungen im Übergang. Ergänzend dazu wurden neue Formate wie der KI-gestützte Bot für Berufsorientierung und das „5-Sterne-Praktikum“ eingeführt, um die Qualität der Praktika weiter zu steigern.

Gesundheitsförderung: Von der Schule bis in die Familie

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit ist ein weiteres zentrales Thema der Dortmunder Jugendpolitik. Mit dem Gesundheitsziel „Alle Kinder wachsen – auch unter schwierigen Lebensbedingungen – gesund auf“ setzt die Stadt auf eine ganzheitliche Förderung von Gesundheit, Bewegung und Ernährung. Besonders in benachteiligten Sozialräumen, wo die Quote der übergewichtigen Kinder über dem Landesdurchschnitt liegt, werden gezielte Maßnahmen umgesetzt.

Die Schule spielt hierbei eine entscheidende Rolle. In mehreren Grundschulen sind Gesundheitsfachkräfte tätig, die nicht nur Unterricht anbieten, sondern auch Eltern-Treffs und Veranstaltungen organisieren. Der Erfolg ist messbar: So stieg der Anteil der Schüler, die zu Fuß zur Schule gehen, von 33 auf 49 Prozent. Zudem werden über das EU-Schulobstprogramm und andere Projekte gesunde Ernährung und Bewegung aktiv gefördert.

Jugendbeteiligung und Vernetzung: Junge Menschen als Gestalter

Die Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungsprozesse ist ein zentraler Bestandteil der Dortmunder Jugendpolitik. Junge Menschen sollen nicht nur betreut, sondern auch als Gestalter einbezogen werden. Dies wird durch verschiedene Formate wie Jugendforen, Beratungsgespräche und Workshops ermöglicht.

Ein Beispiel ist der „Dortmunder Weg“, ein Projekt zur Unterstützung von Systemsprenger*innen – jungen Menschen mit komplexen Hilfebedarfen. In Kooperation mit verschiedenen Institutionen, darunter dem Jugendamt und freien Trägern, wird hier ein strukturiertes Vorgehen entwickelt, das auf Krisenintervention und langfristige Begleitung abzielt. Die Evaluation durch Prof. Dr. Jochem Kotthaus wird voraussichtlich im Oktober 2026 abgeschlossen.

Herausforderungen und Ausblick

Trotz der vielen positiven Entwicklungen bleiben Herausforderungen bestehen. So fehlt es in einigen Bereichen an Personal und finanziellen Ressourcen, was die Umsetzung langfristiger Projekte erschwert. Die Befristung von Stellen in der Suchtprävention und die langen Vorlaufzeiten für Veranstaltungen zeigen, dass mehr Verstetigung und Planungssicherheit notwendig sind.

Ausblickend auf die nächsten Jahre wird es wichtig sein, die Kooperationen zwischen Schule, Wirtschaft und Jugendhilfe weiter zu stärken. Zudem müssen die digitalen Angebote wie der KI-Bot und das digitale Buchungsportal kontinuierlich ausgebaut werden, um Jugendliche optimal zu unterstützen. Gleichzeitig ist es entscheidend, die gesundheitliche Chancengerechtigkeit weiter voranzutreiben – insbesondere in benachteiligten Sozialräumen.


Quellen

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