Wirtschaftsförderung in Dinslaken: Impulse im Februar 2026
Im Februar 2026 setzte die Stadt Dinslaken mit einer Vielzahl von Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung Impulse für den Einzelhandel, die Gewerbeentwicklung und den Tourismus. Der Fokus lag dabei auf verkaufsoffenen Sonntagen, der Entwicklung des MCS-Geländes und der Digitalisierung im Tourismus.
Wirtschaftsförderung in Dinslaken: Impulse im Februar 2026
Im Februar 2026 standen in Dinslaken entscheidende Schritte zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung im Vordergrund. Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus tagte am 26. Februar 2026 und legte den Grundstein für eine Vielzahl von Initiativen, die den stationären Einzelhandel beleben, die Gewerbeentwicklung vorantreiben und den Tourismus weiterentwickeln sollen. Gleichzeitig setzte die Stadt Impulse im Bereich der Infrastruktur, insbesondere im Hinblick auf den geplanten Wasserstoffausbau.
Verkaufsoffene Sonntage: Unterstützung des Einzelhandels
Eines der zentralen Themen des Ausschusses war die Verordnung über verkaufsoffene Sonntage in Dinslaken-Mitte und Dinslaken-Hiesfeld für das Jahr 2026. Die Verordnung wurde mit 14 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme („Die Linke“) und keiner Enthaltung beschlossen. Die geplanten Termine in Dinslaken-Mitte sind:
- April: Dinslakener Fahrradfrühling
- Mai: Wein & Genuss DIN-Tage
- August: DIN-Tage
- Oktober: Craft Beer Fest
- Dezember: Advent an der Burg
In Dinslaken-Hiesfeld ist ein verkaufsoffener Sonntag am 27. September für das Dorffest vorgesehen. Die Öffnungszeiten betragen jeweils von 13:00 bis 18:00 Uhr.
Die Verordnung basiert auf § 6 des Ladenöffnungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (LÖG NRW) und dient dem öffentlichen Interesse, insbesondere der Belebung der Innenstädte und der Unterstützung des stationären Einzelhandels. Die Stadt Dinslaken betont, dass diese Maßnahmen in Kombination mit Veranstaltungen zusätzliche Impulse setzen sollen. Die IHK Niederrhein und der Handelsverband NRW unterstützen die Initiative, während Gewerkschaften wie Ver.di und der DGB Bedenken äußern, da sie die Freizeit der Beschäftigten im Einzelhandel als eingeschränkt betrachten.
MCS-Gelände: Entwicklung eines zentralen Gewerbestandortes
Ein weiteres zentrales Thema war der Planungsstand des MCS-Geländes. Mit einer Fläche von 8 Hektar bietet das Gelände ein großes Potenzial für gewerbesteuerpflichtige Unternehmen und Arbeitsplatzschaffung. Ziel ist es, ein nachhaltiges und modernes Gewerbegebiet zu entwickeln, das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial verträglich ist. Die Stadt plant den Aufbau eines Standortimages, die Schaffung attraktiver Wegeverbindungen und die Verbesserung des Stadtklimas. Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist Voraussetzung für die Aufnahme in das Haushaltssicherungskonzept (HSK-Maßnahme).
Wasserstoffinfrastruktur: Zukunftstechnologie im Fokus
Dinslaken ist auch in der Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur aktiv. Thyssen Gas GmbH plant den Neubau von Wasserstoffleitungen, darunter die H2-Leitung Voerde-Walsum (8,4 km) und die H2-Leitung Dorsten-Hamborn (39–42 km). Die Planfeststellungsverfahren laufen, und es sind Stakeholder-Gespräche sowie lokale Infoveranstaltungen in Planung. Die Inbetriebnahme und Rekultivierung sind für Ende 2027 geplant. Diese Projekte unterstreichen Dinslakens Position als Vorreiter in der Energie- und Industriewende.
Tourismus: Stärkung durch Digitalisierung und Veranstaltungen
Im Bereich Tourismus setzt Dinslaken auf Digitalisierung und Erlebnisangebote. Das EFRE-Projekt „Erlebnis.Niederrhein 4.0“ fördert nachhaltige Freizeitangebote und die Entwicklung von digitalen Infostelen sowie QR-Codes für touristische Informationen. Die Stadt beteiligt sich zudem an der Koordinierung der IGA 2027 und arbeitet an einem Erlebnisort-Entwicklungsplan. Übernachtungszahlen steigen leicht an: 2025 wurden 43.111 Übernachtungen gezählt, ein Plus von 4,4 % gegenüber 2024.
Ausblick: Wachstum durch Vernetzung und Innovation
Die Maßnahmen des Februars 2026 zeigen, dass Dinslaken bewusst auf Innovation und Vernetzung setzt. Durch verkaufsoffene Sonntage, Investitionen in die Gewerbeinfrastruktur und touristische Initiativen möchte die Stadt nicht nur den Einzelhandel stärken, sondern auch Arbeitsplätze sichern und wirtschaftliches Wachstum ermöglichen. Gleichzeitig bleibt die Stadt sensibel für soziale und ökologische Aspekte – ein entscheidender Faktor für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in der Region.
Quellen
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