Mobilität in Bochum: Fokus auf Radverkehr, Barrierefreiheit und Klimaschutz
Im Februar 2026 setzte sich der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur in Bochum intensiv mit Themen wie Radverkehrsicherheit, barrierefreier Ausbau von Verkehrsanlagen und Klimaschutzmaßnahmen auseinander. Dabei standen sowohl konkrete Baumaßnahmen als auch strategische Planungen im Vordergrund.
Mobilität im Fokus: Radverkehr, Sicherheit und Klimaschutz in Bochum
Im Februar 2026 standen in Bochum mehrere zentrale Themen im Bereich Mobilität auf der Tagesordnung, die sowohl praktische als auch strategische Auswirkungen auf die Verkehrspolitik der Stadt haben. Besonders hervorzuheben sind die Initiativen zur Verbesserung der Radverkehrssicherheit, zur Schaffung barrierefreier Verkehrswege und zur Integration von Klimaschutzzielen in städtische Planungen.
Radverkehrssicherheit: Wittener Straße und Springorumtrasse
Die Wittener Straße zwischen Alte Wittener Straße und Ümminger Straße ist ein zentrales Projekt, das im Februar 2026 weiter konkretisiert wurde. Geplant ist der Bau eines Zweirichtungsradwegs mit einer Mindestbreite von 3,00 Metern sowie eines Radfahrstreifens auf der südlichen Straßenseite. Ziel ist es, die Veloroute 2 zwischen Bochumer Innenstadt und Langendreer sicherer und attraktiver zu gestalten. Dazu wird eine Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr (MIV) entfallen, was eine deutliche Umverteilung des Verkehrsraums bedeutet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Springorumtrasse, wo es sich um einen langfristig bestehenden Gefahrenpunkt handelt. Hier kreuzen Radfahrende, darunter viele Kinder, die Straßen oft mit falschen Vorfahrtsannahmen. Es wird daher vorgeschlagen, bestehende Verkehrsschilder klarer zu machen oder dem Radverkehr Vorrang einzuräumen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Barrierefreier Ausbau: Haltestellen, Geh- und Radwege
Auch die Barrierefreiheit stand in mehreren Vorlagen im Mittelpunkt. So wurde beispielsweise der barrierefreie Ausbau der Haltestelle Gahlensche Straße beschlossen. Die Mittelinsel wird umgestaltet, und der Radfahrstreifen wird bis in den Kreuzungsbereich verlängert. Zudem wurden neue taktile Leitelemente und barrierefreie Bordsteine installiert, um die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung zu verbessern.
Für 2026 ist zudem vorgesehen, den Ausbau barrierefreier Haltestellen fortzusetzen, um das Ziel von 30 Steigen pro Jahr wieder zu erreichen. Nach Angaben der Stadt lag die Ausbauquote Ende 2025 bei 59 Prozent. In den kommenden Jahren sind insgesamt 32 Haltestellen zum Ausbau vorgesehen, darunter auch einige in Zusammenhang mit Straßenumbauten.
Klimaschutz und Mobilitätsmanagement
Im Rahmen der Klimaschutzstrategie Bochums wurde ein Klima-Check für verschiedene Vorhaben durchgeführt. Ziel ist es, Klimaauswirkungen und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung bei städtischen Entscheidungen zu berücksichtigen. So wird beispielsweise die Neuherstellung von Radwegeanlagen auf der Wittener Straße positiv bewertet, da sie den Modal Split verändern und Lärm reduzieren kann. Zudem sind Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung der Verkehrsinfrastruktur an klimatische Veränderungen geplant.
Ein weiteres Projekt, das im Februar 2026 berichtet wurde, ist das Betriebliche Mobilitätsmanagement (BMM) auf MARK 51°7. Ziel war es, nachhaltige Mobilitätslösungen für Unternehmen und Beschäftigte zu fördern. Dazu wurden Workshops, Informationsveranstaltungen und Aktionstage durchgeführt. Das Projekt wurde im November 2025 abgeschlossen und zeigte, dass BMM in Gewerbegebieten mit spezifischen Herausforderungen verbunden ist, aber auch Potenziale für überbetriebliche Kooperationen bietet.
Ausblick: Herausforderungen und Chancen
Die Mobilitätspolitik Bochums im Februar 2026 zeigt deutlich, dass die Stadt sich auf einen nachhaltigen Verkehrswechsel konzentriert. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger, der Barrierefreiheit sowie der Integration von Klimaschutzzielen in städtische Planungen. Zwar gibt es Herausforderungen wie Verzögerungen bei der Umsetzung von Parkraumkonzepten oder fehlende Finanzierungsmodelle für Mobilitätslösungen in Gewerbegebieten, doch die geplanten Maßnahmen zeigen einen klaren Weg in Richtung smarter, klimafreundlicher und inklusiverer Mobilität.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Ambitionen in die Praxis umgesetzt werden können – und wie sich die Verkehrswende in Bochum weiterentwickelt.
Quellen
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