Bochum im Fokus – Monatsrückblick Mai und Juni 2026
Eine Vielzahl an Entscheidungen und Projekten hat Bochum in den Monaten Mai und Juni 2026 weiterentwickelt. Von der Pflegeplanung bis zur Kulturpolitik – hier ist der kompakte Überblick.
Bürgerrelevante Entscheidungen in Kürze
- Neubesetzung des Beirats für Gleichstellung und Vielfalt: Neun Schriftführer*innen und neue Vorsitzende gewählt.
- Umbau des August-Bebel-Platzes: Einstimmig beschlossen, Kosten: 16 Millionen Euro.
- Förderung für kulturelle Projekte: Bochum-Süd erhält 22.785,45 Euro für Stadtteilkultur.
- Neue Entgeltregelung für die Musikschule: Ermäßigung für bestimmte Tarifstellen ab August 2026.
- Grillverbot am Ümminger See: In mehreren Bezirken beraten und verabschiedet.
- Bebauungsplan Sportpark Feldmark: Verabschiedet in Bochum-Ost.
Pflegeplanung und Demografie: Bochum blickt nach vorn
Die Stadt Bochum hat im Juni 2026 den kommunalen Pflegeplan 2024 einstimmig verabschiedet. Grundlage ist die demografische Entwicklung: 29 % der Bevölkerung sind über 60 Jahre, und die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich bis 2049 auf 30.300 erhöhen. Der Plan setzt auf „ambulant vor stationär“ und sieht den Ausbau von ambulanten und teilstationären Pflegeangeboten vor.
Die aktuelle Situation in Bochum sieht vor, dass es 3.701 vollstationäre und 397 Tagespflegeplätze gibt. Der Plan schlägt vor, Servicewohnungen und Kurzzeitpflegeplätze auszuweiten. Rechtliche Grundlagen für den Beschluss sind § 7 und § 4 der Pflegegesetze Nordrhein-Westfalen.
Kulturpolitik und Finanzierung: Bochum bleibt kreativ
Im Ausschuss für Kultur und Tourismus wurden wichtige Entscheidungen getroffen. So erhielt das Musikfestival „Bochum Total 2026“ einen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro. Der Änderungsantrag der AfD wurde abgelehnt. Zudem beschloss der Ausschuss die Veräußerung der Anteile an der ecce GmbH an Dortmund.
Ein weiterer Schwerpunkt war die neue Entgeltregelung für die Musikschule, die ab 1. August 2026 in Kraft tritt. Sie sieht eine 70-prozentige Ermäßigung für bestimmte Tarifstellen und eine 100-prozentige Ermäßigung für das Bochumer Modell vor. Die Regelung ist in § 31 der Geschäftsordnung verankert.
Stadtentwicklung und Infrastruktur: Investitionen für die Zukunft
Der Umbau des August-Bebel-Platzes ist ein zentrales Projekt in Bochums Stadtentwicklung. Mit einer Gesamtkosten von 16 Millionen Euro und 15,04 Millionen Euro an Fördermitteln ist der Umbau ein Meilenstein für das Stadtbild. Das Projekt wird bis 2027 umgesetzt.
In Bochum-Ost wurde zudem der Bebauungsplan 1027 für den Sportpark Feldmark verabschiedet. In Wattenscheid wurde die ursprüngliche Planung für den August-Bebel-Platz abgelehnt, und eine neue Planung wird in Arbeit sein.
Weitere Investitionen umfassen die Sanierung des Flutlichtes im Polizei- und Schutzhundesportverein sowie die Kanalsanierungen in verschiedenen Stadtteilen.
Umfassende Trends und Herausforderungen
Zwei zentrale Entwicklungen prägen die politischen Debatten in Bochum: die demografische Entwicklung und die steigenden Forderungen nach mehr Inklusion und Gleichstellung. Der kommunale Pflegeplan zeigt, wie die Stadt auf die alternde Bevölkerung reagiert, während der Beirat für Gleichstellung und Vielfalt neue Strukturen schafft, um Vielfalt und Chancengleichheit zu stärken.
Zudem wird deutlich, dass der Ausbau der städtischen Infrastruktur – insbesondere in den Bezirken – Priorität haben wird. Ob im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs oder der Sanierung von Spielplätzen – Bochum investiert in eine lebenswerte Zukunft.
Bisherige Entwicklung
Im Januar 2026 lag der Fokus in Bochum auf Stadtentwicklung, Finanzstabilität und Digitalisierung. Mit dem Neubaugebiet Rechener Park West, der Mitgliedschaft im GovTech-Kommunal-Verein und der Bewerbung um Olympische Spiele setzte die Stadt Impulse für Wachstum und Modernisierung. Im Januar 2026 lag der Fokus in Bochum auf Stadtentwicklung, Finanzstabilität und Digitalisierung
Fazit und Ausblick
Die Monate Mai und Juni 2026 waren in Bochum geprägt von konkreten Entscheidungen und Investitionen in die Zukunft der Stadt. Von der Pflegeplanung über die Kulturpolitik bis zur Stadtentwicklung – Bochum zeigt, dass es bereit ist, Herausforderungen anzunehmen und Lösungen zu entwickeln.
Im Ausblick sind vor allem die Umsetzung des Umbaus des August-Bebel-Platzes und die Umsetzung der neuen Entgeltregelungen in der Musikschule zu erwarten. Zudem wird der Beirat für Gleichstellung und Vielfalt in den nächsten Monaten konkrete Projekte umsetzen. Bochum bleibt in Bewegung – für alle.
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