Wirtschaftspolitik in Aachen: Impulse für Innovation und Standortentwicklung im Februar 2026
Im Februar 2026 setzte die Stadt Aachen in der Wirtschaftspolitik verstärkten Fokus auf Innovation, Gründungsförderung und Innenstadtentwicklung. Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung beschloss Haushaltspläne, Investitionsstrategien und neue Projekte wie das KRAFTWERK Aachen. Zudem wurden Initiativen zur Bekämpfung von Leerstand und zur Stärkung des Citymanagements ausgebaut.
Wirtschaftliche Impulse: Aachens Strategie für Innovation und Wachstum
Die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt hängt entscheidend von strategischen Planungen, Investitionen und der Fähigkeit ab, neue Impulse zu setzen. Im Februar 2026 hat Aachen in mehreren Bereichen wichtige Entscheidungen getroffen, um den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken, Innovationen zu fördern und die Innenstadt lebendiger zu machen.
Haushaltsplan 2026 und Investitionen für die Zukunft
Der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Wissenschaft und Regionalentwicklung (AAWWR) hat im Februar 2026 die Teilergebnispläne und Teilfinanzpläne des Haushaltsplanentwurfs 2026 sowie der Finanzplanung bis 2029 beschlossen. Dabei wurden Investitionen für die Jahre 2027–2029 vorgestellt, die in Summe eine strategische Ausrichtung zeigen: Die Stadt legt Wert auf langfristige Finanzplanung, um Wachstum und Innovationen zu finanzieren.
Ein zentraler Aspekt ist die Aufteilung des Produktes 150103 „Wissenschaft und digitale Innovationen“ in zwei separate Bereiche. Dies spiegelt die organisatorischen und rechtlichen Anpassungen wider und unterstreicht Aachens Ziel, digitale Kompetenzen und wissenschaftliche Forschung parallel zu stärken. Die Produktblätter, die in der vorgelegten Form genehmigt wurden, bilden die Grundlage für die Umsetzung dieser Strategie.
Campus Melaten: Impulsgeber für Innovation und Gründung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung des Campus Melaten, der als Innovations- und Transferökosystem fortgeführt wird. Der Neubau für Start-ups und technologieorientierte Unternehmen, der im Dezember 2025 fertiggestellt wurde, wird nun strategisch weiterentwickelt. Dr. Klaus Feuerborn, Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH, wird in den nächsten Schritten über die Umsetzung berichten und Vorschläge zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit unterbreiten.
Die Stadt möchte mit dem Campus Melaten nicht nur Forschung und Wissenschaft stärken, sondern auch die Vernetzung mit der Wirtschaft fördern. Maßnahmen zur Standortentwicklung und zur Schaffung von Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind hierbei zentral.
KRAFTWERK Aachen: Zukunftsvision für das Bushof-Areal
Ein weiterer Meilenstein in der Stadtpolitik ist das KRAFTWERK Aachen, das Teil der Quartiersentwicklung im Bushof-Areal ist. Ziel ist es, einen zentralen Ort für Forschung, Unternehmertum und gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen. Das Projekt fördert Gründungsdynamik und schafft Arbeitsplätze, wodurch Aachen seine Position als Wissenschafts- und Gründungsstandort weiter ausbauen will.
Die Wirtschaftsförderung arbeitet an einem integrierten Gesamtkonzept, das im zweiten Halbjahr 2026 vorgelegt und politisch beraten werden soll. Schwerpunkte sind dabei das Wohnen mit sozialer Vielfalt, Mobilität und Energie. Der Bushof soll zu einem emissionsfreien Mobilitätsknotenpunkt mit Regiotram, Carsharing und E-Mobilität werden.
Citymanagement und Förderung der Innenstadt
Die Neustrukturierung des Fachbereichs 02 (Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa) in die eigenständige Abteilung „Citymanagement“ zeigt die Entschlossenheit der Stadt, die Innenstadtentwicklung aktiv mitzugestalten. Vier zentrale Arbeitsfelder – Analyse und Konzeption, Netzwerk- und Kooperationsmanagement, Ansiedlungs- und Leerstandsmanagement sowie Erlebnisstandort – wurden ausgebaut.
Im Jahr 2025 wurden bereits 18 Maßnahmen über den Fonds „Oecher Perlen“ gefördert, darunter Straßenfeste und dekorative Aufwertungen. Der Fonds „Guten Abend, Aachen“ unterstützte 46 Veranstaltungen und brachte 7.500 Besucher*innen in die Innenstadt. Zudem konnten 11 leerstehende Ladenlokale über das Projekt „Ladenliebe“ erfolgreich vermittelt werden.
Mit Initiativen wie Stammtischen für Einzelhandel und Gastronomie sowie Workshops wird die Zusammenarbeit zwischen den Akteur*innen gefördert. Die Plattform „LeAn – Leerstand und Ansiedlung“ hilft dabei, Leerstände mit Nutzungskonzepten zu besetzen.
Ausblick: Wirtschaftliche Zukunft in Aachen
Die Entscheidungen des Februars 2026 zeigen, dass Aachen sich bewusst auf Innovation, Gründungsförderung und Innenstadtentwicklung konzentriert. Die Kombination aus wissenschaftlicher Kompetenz, digitalen Impulsen und städtischer Gestaltung macht Aachen zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort.
Die Umsetzung der geplanten Projekte – vom Campus Melaten über das KRAFTWERK Aachen bis hin zu Initiativen gegen Leerstand – wird in den kommenden Monaten entscheidend sein. Mit einer starken Wirtschaftspolitik und einer vorausschauenden Finanzplanung kann Aachen seine wirtschaftliche Zukunft sichern und gleichzeitig die Lebensqualität für Einwohner*innen und Unternehmen steigern.
Quellen
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