Bildungspolitik in Aachen: Schwerpunkte und Entwicklungen im März 2026
Im März 2026 standen in Aachen zahlreiche bildungspolitische Entscheidungen und Initiativen im Fokus. Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung legte unter anderem die kommunale Klassenrichtzahl für das Schuljahr 2026/2027 fest, beriet über die Namensgebung von Montessori-Schulen und diskutierte die Einführung einer PRIMUS Schule. Zudem wurde ein Schenkungsprojekt zur Schaffung einer Kletterpyramide an der GGS Am Höfling angenommen.
Bildungspolitik in Aachen: Schwerpunkte und Entwicklungen im März 2026
In der Stadt Aachen setzte sich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung im März 2026 intensiv mit der Zukunft der Bildung ein. Zahlreiche Vorlagen, Diskussionen und Entscheidungen zeigten, wie vielfältig und dynamisch die Bildungspolitik in der Region ist. Von der Neugestaltung der Schullandschaft bis hin zur Finanzplanung – die Themen reichen weit über die reine Klassenzahl hinaus.
Kommunale Klassenrichtzahl im Schuljahr 2026/2027
Eine der zentralen Entscheidungen im März 2026 war die Festlegung der kommunalen Klassenrichtzahl für das kommende Schuljahr. Der Ausschuss beschloss einstimmig, 121 Eingangsklassen an städtischen Grundschulen zu bilden. Diese Zahl berücksichtigt nicht nur die demografische Entwicklung, sondern auch pädagogische, organisatorische und bauliche Aspekte.
Zusätzlich wurden zwei Grundschulen, die GGS Brühlstraße und die KGS Marktschule Brand, mit der Einrichtung einer zusätzlichen Eingangsklasse beauftragt. Die Schulleiterinnen hatten dafür beantragt, und die räumlichen Voraussetzungen sind gegeben. Die durchschnittliche Klassenfrequenz liegt bei 24,46, was als guter Ausgangspunkt für eine qualitativ hochwertige Grundschulbildung angesehen wird.
Namensänderung der Montessori-Schulen
Ein weiteres wichtiges Thema war die Namensänderung der drei städtischen Montessori-Gemeinschaftsgrundschulen. Bisher trugen alle drei Schulen denselben offiziellen Namen, was zu Verwechslungen führte. Nach Entscheidung der Schulkonferenzen und einstimmiger Zustimmung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung wurden die neuen Namen festgelegt:
- Montessori-Schule Mataréstraße Städtische Gemeinschaftsgrundschule – Primar –
- Montessori-Schule Eilendorf Städtische Gemeinschaftsgrundschule – Primar –
- Montessori-Schule Reumontstraße Städtische Gemeinschaftsgrundschule – Primar –
Diese Änderung wurde notwendig, da die Schulen bereits in der Praxis die Straßennamen als Unterscheidungsmerkmale nutzten. Die Namensänderung hat keine finanziellen Auswirkungen, da sie rein administrativer Natur ist.
Schenkung und Kletterpyramide an der GGS Am Höfling
Ein Projekt, das direkt in die Schulleben hineinwirkt, ist die Schenkung einer Kletterpyramide durch den Förderverein der GGS Am Höfling. Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung nahm die Schenkung einstimmig an. Die Kosten für die Anschaffung der Kletterpyramide in Höhe von 17.255,00 € werden durch den Förderverein übernommen. Die Aufstellungskosten werden aus dem Haushaltsansatz für Schulhofumgestaltung finanziert. Die Anschaffung ist grundsätzlich wartungsfrei, wodurch keine Folgekosten entstehen.
Die Kletterpyramide wird als neues Spielgerät auf dem vorderen Schulhof installiert und soll die Beweglichkeit und den spielerischen Lernansatz der Schule stärken. Der Antrag auf Annahme der Schenkung wurde am 21.11.2025 gestellt und kam durch die Zustimmung des Ausschusses im März 2026 zur Umsetzung.
Einführung einer PRIMUS Schule und neue Bildungskonzepte
Ein weiteres zukunftsorientiertes Projekt, das intensiv diskutiert wurde, ist die Einführung einer PRIMUS Schule in Aachen. Diese Schulform, die in anderen Regionen bereits etabliert ist, soll den Aachener Südraum mit einer neuen Perspektive bereichern. Die PRIMUS Schule ist geplant als Schule des längeren gemeinsamen Lernens mit Fokus auf praktische Berufsorientierung, individuelle Förderung und Kooperation mit lokalen Unternehmen, der Handwerkskammer, der IHK sowie mit Hochschulen wie der FH Aachen und der RWTH.
Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die Realisierungsmöglichkeiten und Standortfragen weiter zu konkretisieren. Zudem sollen Dialogformate mit umliegenden Schulen und Bildungseinrichtungen entwickelt werden. Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges, verlässliches und transparentes Bildungsangebot mit Ganztagsstruktur zu schaffen, das Chancengleichheit und soziale Teilhabe fördert.
Fazit: Bildungspolitik als zentraler Baustein der Stadtentwicklung
Die Entscheidungen und Diskussionen des Ausschusses für Schule und Weiterbildung im März 2026 zeigen, wie eng die Bildungspolitik in Aachen mit der Stadtentwicklung verknüpft ist. Von der Gestaltung der Schullandschaft bis hin zur Finanzplanung und der Einbeziehung von Fördervereinen – jede Maßnahme trägt dazu bei, die Bildungslandschaft Aachens zu stärken und zukunftsfähig zu machen.
Die Einführung einer PRIMUS Schule, die Namensgebung der Montessori-Schulen und die Schenkung der Kletterpyramide sind nur einige Beispiele dafür, wie die Stadt Aachen auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert. Bildung bleibt ein zentraler Schlüssel für die Entwicklung einer lebenswerten und leistungsfähigen Stadt.
Quellen
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