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Sportpolitik in Aachen: Ausbau, Infrastruktur und Vereinsförderung im Fokus

Sportpolitik in Aachen: Ausbau, Infrastruktur und Vereinsförderung im Fokus

Im Februar 2026 standen in Aachen wichtige Entscheidungen zur Zukunft des städtischen Sportangebots im Mittelpunkt. Von der Sanierung von Schwimmhallen über neue Öffnungszeiten bis hin zur Förderung von Vereinen – die Stadt Aachen setzt auf eine breit aufgestellte Sportpolitik.

Ausbau der Sportinfrastruktur: Von Sportpark Soers bis Freibad Hangeweiher

Im Februar 2026 präsentierte der Sportausschuss einen Sachstandsbericht zum Gesamtprojekt „Sportpark Soers“, das zukünftig als zentraler Knotenpunkt für Sport und Freizeit in Aachen fungieren soll. Neben der Multifunktionssporthalle und der Reithalle des ALRV-Campus ist auch ein Mobility Hub mit Parkpalette/Parkhaus in Planung, um den Parkdruck zu entlasten. Gleichzeitig wird am Freibad Hangeweiher gearbeitet: Nach der Freibadsaison 2026, die am 13. September endet, sind Renovierungsarbeiten geplant, darunter die Erneuerung der Kunststoffspielfelder. Zudem wird die wassergebundene Decke des Parkplatzes saniert, um die Infrastruktur langfristig sicherzustellen.

Öffnungszeiten und Personal: Herausforderungen im Bäderbetrieb

Die Stadt Aachen betreibt vier Hallenbäder und ein Freibad, die insgesamt über 90 Stunden pro Woche für den öffentlichen Badebetrieb geöffnet sind. Während der Freiwassersaison (1. Mai bis Mitte September) wurde die Öffnungszeit für Vereinssport und Schwimmausbildung ausgeweitet, allerdings führte dies nicht zu einer dauerhaften Zunahme des Besucheraufkommens, sondern lediglich zu einer Verschiebung der Verweilzeiten. Aus diesem Grund sollen die Abendöffnungszeiten ab 2026 wieder auf den ursprünglichen Standard zurückgesetzt werden.

Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel: Von insgesamt 26 Vollzeitstellen im Bäderbetrieb sind aktuell nur 21 (teilweise in Teilzeit) besetzt. Dies führt zu situativen Einschränkungen, insbesondere in den Hallenbädern zugunsten des Freibads. Daraufhin wurden Personalgewinnungskonzepte entwickelt, um langfristig stabile Betriebszeiten zu gewährleisten.

Vereinsförderung und Investitionen: Unterstützung aus der Stadt

Im Bereich der Vereinsförderung setzte Aachen im Februar 2026 auf konkrete Maßnahmen. Der Sportausschuss beschloss, zwei Sportvereinen Zuschüsse zur Beschaffung von Sportgeräten zu gewähren. Der Deutsche Leichtathletik Club Aachen erhielt 1.484,53 € für ein neues Zeitmesssystem, während der Post-Telekom-Sportverein Aachen 2.500 € für neue Läufermatten erhielt. Diese Investitionen unterstreichen die Bedeutung von Breiten- und Leistungssport in der Stadt.

Zudem wurden Haushaltsberatungen zum Produktbereich 08 – Sportförderung – durchgeführt. Es wird ein Beschlussvorschlag zur Genehmigung von Finanzplänen und Investitionen vorgelegt, der den Finanzzeitraum 2026–2029 abdeckt. Der Haushaltsansatz für 2026 beträgt 15.000 €, wovon bereits 3.984,53 € für neue Anträge verplant sind. Nach der Bewilligung der aktuellen Anträge bleiben noch 11.015,47 € im Haushalt, was Raum für zusätzliche Förderungen lässt.

Zukunftsausblick: Sport als Teil der demografischen Strategie

Sport und Freizeit sind nicht nur ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität in Aachen, sondern auch ein Handlungsfeld im Rahmen des Demographiekonzepts der Stadt. Mit der Anpassung der Öffnungszeiten, der Sanierung von Bädern und der Förderung von Vereinen setzt Aachen auf eine nachhaltige und inklusive Sportpolitik – sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Senioren. Die Investitionen in Infrastruktur, Personal und Vereinsförderung zeigen, dass die Stadt Aachen langfristig an die Zukunft ihres Sportangebots denkt.

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