Aachen – Januar 2026: Fokus auf Finanzen, Kultur und Städtebau
Im Januar 2026 standen in Aachen wichtige Entscheidungen im Bereich Finanzen, Kultur und Städtebau im Mittelpunkt. Der Jahresabschluss des Gebäudemanagements, Bebauungsplanverfahren und kulturelle Projekte prägten die kommunale Agenda.
Finanzen im Fokus: Jahresabschlüsse und Investitionen
Der Januar 2026 war geprägt von finanzpolitischen Entscheidungen. Der Jahresabschluss 2024 des Gebäudemanagements wurde vom Rat der Stadt Aachen auf Empfehlung des Betriebsausschusses festgestellt. Mit einer Bilanzsumme von 648,06 Mio. EUR und einem Verlust von –13,71 Mio. EUR fiel das Jahr insgesamt negativ aus. Der Verlust wird auf neue Rechnung vortragen, und die Betriebsleitung wurde entlastet. Die Prüfung erfolgte durch die Mittelrheinische Treuhand GmbH, die einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk ausstellte.
Zudem wurde der Wirtschaftsplan 2026 des Gebäudemanagements beraten. Er geht von einem operativen Verlust von 3,597 Mio. EUR aus, wobei eine Transferzahlung an den Betrieb von 59,096 Mio. EUR eingeplant ist. Für Investitionen sind 26,709 Mio. EUR vorgesehen, darunter 5 Mio. EUR für das Neue Kurhaus als Dienstleistung für den Eurogress Aachen. Im Bereich Umwelt und Energie wurden 2025 bereits 9 Photovoltaik-Anlagen mit 466 kWp fertiggestellt, und für 2026 sind 26 Anlagen mit 2.580 kWp geplant.
Kultur und Bildung: Sanierungen und Projekte
Auch im kulturellen Bereich gab es im Januar 2026 Neuigkeiten. Der Kulturbetrieb Aachen meldete für das dritte Quartal 2025 ein Defizit von 572.800 EUR, hauptsächlich aufgrund gestiegener Personalkosten. Der Wirtschaftsplan 2026 für den Kulturbetrieb sieht einen Zuschussbedarf von 25,715 Mio. EUR vor, wovon 25,331 Mio. EUR durch die Stadt gedeckt werden. Das verbleibende Defizit von 384.200 EUR wird aus der Rücklage finanziert.
Ein weiteres Highlight ist die Sanierung der Musikmuschel im Kurpark Aachen, die ab Ende 2025 abgeschlossen wird. Nach der Sanierung ist eine Nutzung für Konzerte, Theater, Lesungen und Märkte geplant, insbesondere im Zeitraum Mai bis September. Zudem wurden Stolpersteine für Aachener Opfer der Shoah verlegt, finanziert durch externe Projekte. Der Zwischenbericht der Volkshochschule Aachen zeigte steigende Teilnehmerzahlen, aber auch Ertragsverluste durch geringere Zuweisungen und Projektförderungen.
Städtebau und Bebauungsplanverfahren
Im Bereich Städtebau gab es im Januar 2026 wichtige Entscheidungen. Der Bebauungsplan Nr. 1015 für das Areal Liebigstraße / Metzgerstraße wurde als Satzung mit begleitendem städtebaulichem Vertrag beschlossen. Ziel ist die Schaffung eines weitgehend autofreien Freiraums und der Erhalt des Baumbestandes. Ein Mobility-Hub mit erweiterten Mobilitätsangeboten und Klimaschutzmaßnahmen ist verbindlich festgelegt. Zudem wurde eine Veränderungssperre für Flurstück 1498, Flur 74, Gemarkung Aachen beschlossen, um städtebauliche Ziele wie den Erhalt villenartiger Bebauung zu sichern.
Außerdem wurde der Aufstellungsbeschluss A 313 für einen Bebauungsplan im Bereich Siegelallee / Robert-Schuman-Straße aufgehoben, um die Fläche für einen zukünftigen Sportplatz genehmigungsfähig zu machen. In Aachen-Eilendorf standen Themen wie die Kindertagesbetreuung, energetische Sanierungen und Haushaltsplanberatungen im Fokus.
Bürgerbeteiligung und Zukunftsvisionen
Ein weiteres wichtiges Thema war die Weiterentwicklung des Aachener Bürger*innenrats. In der Bürgerforum-Sitzung am 27.01.2026 wurde eine Anpassung der Themenfindung und Verfahrensstruktur besprochen. Ziel ist es, die Ergebnisse effektiver in politische Prozesse einzubinden und die Wirkung der Beteiligung zu steigern. Zudem wurden zwei Bürgeranträge diskutiert: die Verkehrsberuhigung der Wilmersdorfer Straße und die Installation von Tegelwippen in Aachen als Beitrag zur Klimaanpassung.
Ausblick: Was kommt im Februar?
Im Februar 2026 wird in Aachen weiterhin der Fokus auf Finanzplanung und städtebauliche Projekte liegen. Die Umsetzung der beschlossenen Investitionen und die Fortschreibung der Bebauungspläne sind zentrale Themen. Zudem wird die kulturelle Entwicklung mit der Sanierung der Musikmuschel und weiteren Veranstaltungsformaten in den Mittelpunkt rücken. Bürger*innen sind weiterhin eingeladen, sich in Gremien und Beteiligungsverfahren einzubringen.
Quellen
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