Jugendbeteiligung in Rosengarten: Von der Idee zum Jugendrat
Rosengarten setzt im April 2026 einen Meilenstein in der Jugendbeteiligung. Mit Unterstützung des TEMP-Projekts wird ein strukturierter Prozess aufgebaut, um Jugendliche aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen – mit dem Ziel, einen Jugendrat zu etablieren.
Jugendbeteiligung in Rosengarten: Ein strukturierter Prozess beginnt
Jugendliche sind nicht nur die Zukunft – sie sind auch heute schon wichtige Mitspieler in der Gemeinschaft. In der Gemeinde Rosengarten setzt man in diesem Jahr 2026 einen klaren Fokus auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen und gesellschaftlichen Prozessen. Nach mehreren Diskussionen und einem Pilotprojekt in der Nachbargemeinde Tostedt begibt sich Rosengarten nun auf den Weg, eine dauerhafte Jugendbeteiligungsstruktur zu etablieren.
Von Temp-Projekten bis zum Jugendrat: Die Rolle des externen Supports
Die Gemeinde Rosengarten kooperiert eng mit TEMP-Projekten, einer lokalen Initiative mit langjähriger Erfahrung in der Jugendförderung. Maik Peyko, Diplom-Sozialpädagoge und Leiter der TEMP-Projekte, moderiert den Prozess und übernimmt die Prozessbegleitung. Seine Erfahrung als Stadtjugendpfleger und Moderator von Jugendforen ist dabei entscheidend.
Im April 2026 fand im Jugend-, Sozial- und Sportausschuss ein Vortrag statt, der sich mit Methoden der Jugendbeteiligung befasste. Diese Phase 1 diente als Sensibilisierungsschritt und Vorbereitung für das Jugendforum am 13. Juni 2026. Ziel ist es, ein Gremium wie einen Jugendrat oder Jugendbeirat zu etablieren, das in Zukunft regelmäßig an politischen Entscheidungen beteiligt wird.
Das Jugendforum: Ideen sammeln – Einfluss gewinnen
Die zentrale Veranstaltung des Projekts ist das Jugendforum am 13. Juni 2026. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren und bietet Raum für kreative Ideen und konstruktive Debatten. Themen wie Vandalismusprävention, Sicherheit im Park, Müllsammelaktionen und der Verzicht auf Plastik standen bereits in vergleichbaren Projekten im Fokus.
Im Jugendforum werden nicht nur Wünsche gesammelt, sondern auch politische Abläufe transparent gemacht. Jugendliche lernen, wie Entscheidungen getroffen werden und welche Grenzen bestehen. Diese Erkenntnisse fließen später in Handlungsempfehlungen ein, die im Ausschuss oder im Gemeinderat präsentiert werden.
Freizeitanlage Nenndorf: Jugendbeteiligung im praktischen Kontext
Ein zentrales Thema im Beteiligungsprozess ist die Freizeitanlage Nenndorf. Die Skateranlage war in der Vergangenheit mehrfach Thema in politischen Gremien, doch die Beteiligung der Jugendlichen blieb bislang fragmentiert. Mit dem Jugendforum soll nun ein strukturierter Prozess entstehen, der die Nutzungsmöglichkeiten der Anlage breiter gestaltet und gleichzeitig jugendgerechte Freizeitangebote entwickelt.
Die Verwaltung plant, das Jugendforum auch als Beteiligungsverfahren für die Weiterentwicklung der Freizeitanlage zu nutzen. Dabei werden Ideen der Jugendlichen direkt in die Planung einfließen. Dieser Ansatz ist Teil einer umfassenden Jugendfreizeitstrategie, die in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll.
Vom Pilotprojekt zur strukturierten Jugendbeteiligung
Die Gemeinde Rosengarten hat sich bewusst für einen strukturierten, mehrphasigen Prozess entschieden. Nach der Sensibilierungsphase (Phase 1) folgen die Durchführung des Jugendforums (Phase 2), die Präsentation der Ergebnisse (Phase 3) und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen (Phase 4). Dieser Prozess soll nicht nur einmalig bleiben, sondern als Grundlage für eine langfristige Jugendbeteiligungsstruktur dienen.
Mit der Einrichtung eines Jugendrates oder Jugendbeirats wird Rosengarten in der Region vorausgehen. Jugendliche sollen künftig nicht nur gehört, sondern auch aktiv einbezogen und in Entscheidungsprozesse eingebunden werden – ein Meilenstein für Demokratiebildung und Partizipation in der Gemeinde.
Ausblick: Jugendbeteiligung als Zukunftsinvestition
Die Schritte, die Rosengarten in diesem Jahr 2026 unternimmt, sind nicht nur ein Pilotprojekt, sondern eine Investition in die Zukunft der Gemeinde. Mit der Einrichtung eines Jugendrates und der Einbindung in praktische Projekte wie die Freizeitanlage Nenndorf wird die Gemeinde ihre politische Landschaft nachhaltig verändern.
Durch die Zusammenarbeit mit TEMP-Projekten, die Unterstützung durch den Jugendpfleger Benjamin Gaum und die Bereitschaft der Verwaltung, Haushaltsmittel bereitzustellen, hat Rosengarten die Voraussetzungen geschaffen, um eine Vorbildfunktion in der Region zu übernehmen. Die Ergebnisse des Jugendforums werden ab Juni 2026 die nächsten Schritte definieren – und vielleicht den Beginn einer neuen Ära der Jugendbeteiligung markieren.
Quellen
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