Verkehr, Bildung und Kultur: Oldenburgs Monatsbericht März 2026
Im März 2026 standen in Oldenburg Themen wie Schulwegsicherheit, Schulsanierungen, Kulturveranstaltungen und Stadtentwicklung im Fokus. Hier ist der Überblick.
Sicherheit für Kinder, Investitionen in Bildung und ein Preis für Courage
Was diesen Monat wichtig war
- Schulwegsicherheit an der Hermann-Ehlers-Schule wird geprüft: SPD beantragte Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur.
- Neubau der Dreifeld-Sporthalle am Brandsweg in dringender Sanierung: FDP, GRÜNE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stimmten dafür.
- Carl-von-Ossietzky-Preis 2026 verliehen: Güner Yasemin Balcı ausgezeichnet für Engagement gegen Rassismus und Fundamentalismen.
- Bebauungsplan N-777 G im Fokus: Diskussionen um Entlastungsstraße, Wohnraum und Gewerbeentwicklung.
Verkehr und Infrastruktur: Schulwege und Straßen im Fokus
Die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg ist ein zentrales Thema in Oldenburg. Die SPD-Fraktion beantragte konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation um die Hermann-Ehlers-Schule. Dazu gehören die Einrichtung einer Schulstraße in der Feststraße und Straße Am Schießstand sowie die Umgestaltung der Danziger Straße zu einer Einbahnstraße. Diese Maßnahmen sollen laut Straßenverkehrsordnung (StVO) und Straßenverkehrsgesetz (NStrG) durchgeführt werden.
Im gleichen Kontext diskutierten die Stadträte auch über das Verkehrskonzept zum geplanten Stadionneubau an der Maastrichter Straße. Der VCD Oldenburg kritisierte Mängel in der Planung, insbesondere fehlende Verkehrsdatenerhebungen und unvollständige Modellierungen. Zudem wurden Einwohnerfragen zur Parkmarkierung auf Gehwegen und zur Raumverträglichkeit des Projekts gestellt.
Bildung: Schulbau und Schulbezirke
Im März wurden mehrere wichtige Entscheidungen zur Bildung getroffen. Der Neubau der Dreifeld-Sporthalle am Brandsweg wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken priorisiert. Der aktuelle Zustand der Halle birgt Verletzungsrisiken und könnte sogar dazu führen, dass Spiele in höheren Ligen untersagt werden. Die geplanten Sanierungsarbeiten umfassen neue Beleuchtung, einen neuen Sportboden, Dachabdichtung und Sanitäreinrichtungen.
Im Schulausschuss wurde zudem einstimmig beschlossen, die Grundschule Wechloy ab 2027/2028 zweizügig zu führen und als Ganztagsschule zu betreiben. Gleichzeitig wurden Schulbezirke mehrerer Grundschulen angepasst, um den Bevölkerungsstand in der Stadt zu berücksichtigen. Betroffen sind unter anderem die Grundschulen Bloherfelde, Haarentor, Wechloy und Bümmerstede. Die Änderungen treten ab dem Schuljahr 2027/2028 in Kraft.
Kultur und Integration: Preisverleihung und Sport
Der Kulturausschuss verlieh den Carl-von-Ossietzky-Preis 2026 an Güner Yasemin Balcı. Sie wird für ihr Engagement für Freiheit, Selbstbestimmung und Menschenrechte ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Mai 2026 statt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, weitere 30.000 Euro werden für die Organisation bereitgestellt.
Im Bereich Integration wurde das Projekt „20. Afrika Cup Oldenburg 2026“ mit 2.000 Euro aus kommunalen Mitteln gefördert. Das Projekt richtet sich an Migrantenorganisationen und Grundschulmannschaften und setzt sich mit Themen wie Rassismus und Inklusion auseinander. Weitere Projekte im Bereich Integrationsförderung wurden mit insgesamt 240.000 Euro unterstützt.
Stadtplanung: Bebauungsplan und Entlastungsstraße
Der Bebauungsplan N-777 G für das Gebiet Fliegerhorst/Hallensichel-Ost war ein zentrales Thema im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen. Der Plan ist Teil des Masterplans zur Gewerbeentwicklung und sieht die Errichtung einer Entlastungsstraße vor, die die Gewerbegebiete mit Wohnquartieren verbinden soll. 10 Trassenvarianten werden geprüft, wobei Varianten 3a/b/c und 5 vom Landkreis Ammerland kritisiert werden.
Die Planung erfolgt unter Berücksichtigung des Baugesetzbuches (BauGB), des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) und der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Der öffentliche Beteiligungsprozess ist in zwei Schritten geplant. Die Entlastungsstraße wird zu 60 % vom Land finanziert.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Oldenburg geprägt von Themen, die direkt das Leben der Bürger*innen betreffen: Sicherheit auf dem Schulweg, Investitionen in Bildung, kulturelle Veranstaltungen und die Zukunft der Stadtentwicklung. Die Stadt setzt auf Investitionen in Infrastruktur und Bildung, fördert kulturelle Vielfalt und arbeitet an der besseren Verkehrsplanung. Im April wird es um die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen gehen – insbesondere bei den Sanierungsprojekten und der Umsetzung der Schulbezirksanpassungen.
Quellen
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