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Mobilität in Lüneburg: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Infrastruktur im Fokus

Mobilität in Lüneburg: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Infrastruktur im Fokus

Im Februar 2026 setzte Lüneburg in der Mobilitätspolitik deutliche Akzente: Der Nachhaltige Urban Mobilitätsplan (NUMP), der Ausbau des Radverkehrs, die Digitalisierung des ÖPNV und der barrierefreie Ausbau der Haltestellen dominieren das Bild. Die Stadt verfolgt ein klares Ziel: mehr Sicherheit, mehr Nachhaltigkeit und ein effizientes Verkehrsnetz für alle.

Mobilitätsentwicklung in Lüneburg: Schwerpunkte im Februar 2026

Die Mobilitätspolitik in Lüneburg hat sich in der letzten Zeit deutlich verändert. Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und Digitalisierung setzt die Stadt auf ein modernes, inklusives und klimafreundliches Verkehrsnetz. Im Februar 2026 wurden mehrere entscheidende Maßnahmen beschlossen und vorangetrieben, die die Zukunft der Mobilität in der Region prägen könnten.

Nachhaltige Verkehrsplanung und Sicherheit

Im Mittelpunkt der Diskussionen im Mobilitätsausschuss stand der Nachhaltige Urban Mobilitätsplan (NUMP). Maßnahmen wie „Sichere Schulumfelder“ und die Schaffung von 50 Knotenpunkten und Querungen bis 2035 sind Teil eines breiten Plans, der Sicherheit und Zugänglichkeit im städtischen Raum erhöhen soll. Besonders hervorzuheben ist die geplante Umgestaltung der Sternkreuzung, wo Geh- und Radwege erweitert, Grünstreifen integriert und die Fahrbahn erneuert werden. Diese Maßnahme wird nicht nur die Verkehrssicherheit verbessern, sondern auch den Radverkehr stärken. Der Umbau ist finanziell gut abgesichert: 2,9 Millionen Euro werden investiert, wobei 60 % durch Drittmittel gefördert werden.

Radverkehrsoptimierung: Strategie und Umsetzung

Die Radverkehrsstrategie bis 2035 ist ein weiterer Schwerpunkt. Insgesamt wurden 59 Maßnahmen geplant, darunter 44 bauliche und 15 verkehrsrechtliche. Bis 2025 wurden bereits 18 bauliche und 16 verkehrsrechtliche Maßnahmen umgesetzt. Beispiele wie die Verbreiterung der Radwege zwischen Bögelkreisel und Sternkreuzung oder der Umbau zwischen Pulverweg und Horst-Nickel-Straße zeigen, wie die Stadt Schritt für Schritt ein sicheres und durchgängiges Radnetz aufbaut. Ziel ist es, Lüneburg zu einer Stadt der kurzen Wege zu machen, in der Radfahren sicher, bequem und attraktiv ist.

ÖPNV und digitale Transformation

Der öffentliche Nahverkehr steht vor einer grundlegenden Umgestaltung. MOIN GmbH übernimmt ab Januar 2026 den Busbetrieb, was zu technischen und organisatorischen Herausforderungen führte. So waren beispielsweise Prepaidkarten zunächst nicht erhältlich, und es gab Störungen im Fahrplan. Die Stadt arbeitet aber aktiv an Lösungen – Echtzeitdaten sind nun in Apps und Portale integriert, und ein barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen ist in vollem Gange. 139 von 318 Haltestellen wurden bereits umgebaut, und ein Budget von 400.000 Euro jährlich sichert die Fortsetzung dieser Maßnahmen.

Schulwegepläne und Sicherheit im Schulumfeld

Ein weiterer Fokus lag auf den Schulwegeplänen, die die Sicherheit von Kindern im Schulumfeld erhöhen sollen. Jährlich werden 1–2 Schulwegepläne erstellt, wobei Schulen am Stadtrand Priorität erhalten. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern, Polizei und Behindertenverbänden ist dabei zentral. Die Stadt plant, ab 2027 100.000 Euro jährlich für diese Maßnahmen einzuplanen. Konkret sind Schulen wie die Igelschule oder die Hermann-Löns-Schule in der Umsetzung.

Ausblick auf die Zukunft

Lüneburg zeigt mit diesen Maßnahmen, wie eine moderne Stadt Mobilität denken und gestalten muss: nachhaltig, inklusiv und digital vernetzt. Die Umsetzung der Radverkehrsstrategie, der barrierefreie ÖPNV und die Schaffung sicherer Schulumfelder sind nicht nur technische Herausforderungen, sondern auch politische Entscheidungen, die den Alltag der Bürger verändern. Zwar gibt es Kritikpunkte – etwa bei der Digitalisierung oder bei der Umsetzung des Pendlerportals –, doch die Stadt arbeitet aktiv an Lösungen. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Lüneburg seine Ziele – mehr Sicherheit, mehr Nachhaltigkeit, mehr Mobilität für alle – tatsächlich erreichen wird.

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