Lüneburg im März 2026: Mobilität, Bildung und Stiftungsarbeit im Fokus
Im März 2026 standen in Lüneburg wichtige Entscheidungen zur Radverkehrsentwicklung, zur Ganztagsschulpolitik und zur Stiftungsarbeit im Vordergrund. Erfahren Sie hier, was für Sie als Bürger*in relevant ist.
Mobilität und Klimaschutz auf Kurs
Was diesen Monat wichtig war:
- Der Ausschuss für Mobilität setzte sich für ein starkes Fahrradnetz ein und beschloss Planungen für den Fahrradring Lüneburg.
- Die StadtRAD-Station wird in zentraler Lage eingerichtet – mit Platz für ca. 20 Parkplätze.
- Der Ganztagsbetrieb an Grundschulen wird finanziell abgesichert – ein Meilenstein für Familien und Bildung.
- Die Stiftungen der Hospitals diskutierten über neue Baugebiete und die Zukunft des Senioren- und Pflegestützpunktes.
- Fördermittel im Umfang von über 2,6 Millionen Euro sichern die Umsetzung klimafreundlicher Projekte.
Fahrradring Lüneburg: Klimaschutz auf zwei Rädern
Der Ausschuss für Mobilität hat im März entscheidende Maßnahmen zur Radverkehrsstrategie 2035 getroffen. Im Fokus standen die Planung des Fahrradringes Lüneburg und die Reaktivierung der Bahnstrecke Soltau–Lüneburg als Teil der klimafreundlichen Mobilität.
Im Abschnitt Marienplatz, Am Ochsenmarkt inkl. Bardowicker Straße wurde beschlossen, die Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe gemäß § 47 HOAI durchzuführen. Die Kosten und Planung sind in die Haushaltsplanungen 2027 und später einzuplanen, und vor der baulichen Umsetzung muss der Verwaltungsausschuss die Freigabe erteilen.
Die Fahrradstraße wird mit einer Gesamtbreite von 8,00 m (darunter 5,00 m Fahrbahn und 3,00 m Multifunktionsstreifen) realisiert. Die StadtRAD-Station wird flexibel in der Nähe des jetzigen Standorts eingerichtet, und ca. 20 Parkplätze sind auf dem nördlichen Multifunktionsstreifen vorgesehen.
Im Abschnitt Altenbrückertorstraße/Ilmenaustraße wird eine unechte Fahrradstraße ausgebaut. Die Vorplanung wurde angenommen, und die Leistungsphasen 3 bis 6 gemäß § 47 HOAI sind beauftragt. Die Förderfähigkeit im Rahmen des Bundesprogramms „Klimaschutz durch Radverkehr“ ist sichergestellt.
Das Gesamtprojekt Fahrradring ist mit einem Haushaltsrahmen von 3,23 Millionen Euro für die Jahre 2025 bis 2027 geplant. 2,64 Millionen Euro an Fördermitteln aus der Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) sind bewilligt, und die Förderlaufzeit beträgt 01.10.2025 bis 30.09.2029.
Ganztagsschulbetrieb: Sicherheit für Familien
Der Schulausschuss hat im März 2026 entscheidende Weichen gestellt, um den Ganztagsschulbetrieb in Lüneburg sicherzustellen. Der Ausschuss empfahl dem Rat, die Stadt zur Finanzierung des Ganztagsschulbetriebs im Schuljahr 2026/2027 zu beauftragen, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung umzusetzen.
Die Finanzierung belastet den städtischen Haushalt mit 1,074.900 Euro im Jahr 2026 und 2,393.600 Euro im Jahr 2027. Zusätzlich sind 957.900 Euro für Ferien- und Randzeitenbetreuung eingeplant. Die Verwaltung plant ein Treffen mit allen relevanten Akteuren, um das Rahmenkonzept vorzustellen, und die Genehmigungen durch das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) sind für Anfang Mai 2026 geplant.
Vier Ganztagskoordinatoren (jeweils 0,5 VZÄ) sollen spätestens zum 01.08.2026 besetzt werden. Die Verwaltung hat bereits Anträge für fünf Grundschulen gestellt, wobei die Grundschule Lüne eigenständig beantragt hat.
Stiftungsarbeit und Baulandentwicklung: Zukunft der Stadt sichern
Der Stiftungsrat der Hospitals traf sich im März zu einer nichtöffentlichen Sitzung, um über die zukünftige Nutzung stiftungseigener Grundstücke und die Senioren- und Pflegestützpunkte zu beraten. Ein Schwerpunkt lag auf der Erschließung eines neuen Baugebietes in Bardowick.
Die Stiftungen diskutierten außerdem über den Förderantrag 2025/2026ff und einen Ausblick für die Zukunft. Grundstücksangelegenheiten wurden ebenfalls behandelt, darunter Grundstückssicherungsverträge A39. Obwohl keine konkreten Eurobeträge genannt wurden, ist der Austausch über Baulandentwicklung und soziale Angebote ein zentraler Bestandteil der Stiftungsarbeit.
Blick über den Tellerrand: Klimaschutz, Bildung und Bauland
Die Entwicklungen im März zeigen ein klares Bild: Klimaschutz durch Radverkehr, Bildungspolitik mit Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und Baulandentwicklung mit sozialem Fokus prägen das aktuelle Handeln der Stadt. Diese Themen sind nicht isoliert, sondern miteinander verbunden – Klimaschutz beeinflusst die Mobilität, Bildung ermöglicht soziale Teilhabe, und Bauland ist die Grundlage für zukunftsfähige Stadtentwicklung.
Die Kooperation zwischen Verwaltung, Politik, Schulen und Stiftungen ist dabei entscheidend. Die Stadt hat gezeigt, dass sie Ressourcen mobilisieren und konkrete Projekte umsetzen kann – sowohl finanziell als auch politisch. Die Herausforderung bleibt, diese Projekte nachhaltig umzusetzen und transparent zu kommunizieren.
Fazit und Ausblick
Der März 2026 war in Lüneburg geprägt von klaren Entscheidungen und konkreten Planungen. Der Fahrradring ist ein Meilenstein für klimafreundliche Mobilität, der Ganztagsschulbetrieb sichert Bildungsgerechtigkeit, und die Stiftungen bereiten zukünftige Baulandentwicklungen vor. Die Stadt hat gezeigt, dass sie Handlungsfähigkeit besitzt und Fördermittel effektiv nutzt.
Im April wird es um die Genehmigungen für Ganztagsschulen, die Vorbereitung der Baulandentwicklung in Bardowick und die weitere Umsetzung des Fahrradringes gehen. Die Bürger*innen sollten sich auf weitere konkrete Schritte und Offenheit in der Kommunikation freuen – denn nur so kann Lüneburg die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam meistern.
Quellen
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