Sportförderung in Hannover im März 2026: Neue Grundsätze, Hochwasser-Risiken und Investitionen
Im März 2026 setzt die Landeshauptstadt Hannover wichtige Meilensteine in der Sportförderung. Der Ausschuss für Sport, Bäder und Eventmanagement beschloss eine überarbeitete Sportförderung, prüfte Risiken durch Überschwemmungsgebiete und genehmigte eine bedeutende Investition in das Familiensportzentrum des Turn-Klubs zu Hannover.
Neuausrichtung der Sportförderung: Was hat sich geändert?
Am 9. März 2026 beschloss der Ausschuss für Sport, Bäder und Eventmanagement die Neufassung der Grundsätze der Sportförderung in der Landeshauptstadt Hannover. Diese Regelungen treten am 1. November 2025 in Kraft und bilden die Grundlage für finanzielle und ideelle Unterstützung von Sportvereinen, Verbänden und Einzelsportlern.
Ein zentraler Punkt ist die Gleichstellung des Unterkreises des Verbandes Hannoverscher Schützenvereine mit anderen Sportvereinen. Damit wird der Schießsport stärker in das allgemeine Förderungsmodell integriert. Zudem wird der Eigenleistungsbetrag für Eigenanteile erhöht – von 15 auf 20 Euro pro Stunde. Pokalendspiele erhalten nun den gleichen Stellenwert wie Deutsche Meisterschaften, was für Amateur- und Breitensportvereine eine deutliche Erleichterung darstellt.
Hochwasserrisiken: Was bedeutet das für Sportvereine?
Ein weiteres wichtiges Thema auf der Tagesordnung war der Prüfantrag zur Auswirkung von Überschwemmungsgebieten auf Sportvereine und Sportstätten. Bereits bekannt ist, dass Vereine wie die Sportfreunde Ricklingen oder Hannover 96 an der Stamme in solchen Gebieten liegen, was bauliche und finanzielle Herausforderungen mit sich bringt.
Die Verwaltung wird bis Mai 2026 prüfen, welche Vereine konkret betroffen sind und welche Lösungsansätze – etwa rechtliche Ausnahmen oder finanzielle Unterstützung – in Betracht kommen. Gleichzeitig wird untersucht, welche zusätzlichen Kosten durch Hochwasserschutzmaßnahmen entstehen. Ziel ist es, langfristig Strategien zu entwickeln, um den Erhalt von Sportflächen in diesen Risikogebieten sicherzustellen.
Investition in die Zukunft: Das Familiensportzentrum des Turn-Klubs
Ein weiteres Highlight war die Genehmigung einer Zuwendung an den Turn-Klubb zu Hannover (TKH) für das Familiensportzentrum. Bis zu 2,4 Millionen Euro werden in drei Jahren ausgeschüttet – 1 Mio. € im Jahr 2026, 1 Mio. € 2027 und 400.000 € 2028. Das Projekt, das nun auf eine Gesamtbaukosten von 14 Mio. € angestiegen ist, umfasst eine Turnhalle, eine Kinderturnwelt, multifunktionale Räume und einen Vereinsbereich.
Die Förderung unterstreicht die Bedeutung von Sport für Bildung, Jugend und Familie. Zudem hat das Projekt Modellcharakter und könnte in Zukunft als Vorlage für ähnliche Projekte in der Region dienen. Die Genehmigung ist jedoch an die Haushaltsplanung 2027/2028 gebunden.
Was bedeutet das für die Zukunft des Sports in Hannover?
Die aktuellen Entscheidungen zeigen, dass Hannover den Sport nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern als zentralen Bestandteil der Stadtentwicklung versteht. Die neue Sportförderung stärkt sowohl Breiten- als auch Leistungssport, fördert Kooperationen zwischen Vereinen und schafft klare Kriterien für Zuwendungen. Gleichzeitig wird die Stadt sensibel auf Herausforderungen wie Klimawandel und Hochwasserrisiken reagieren müssen.
Die Investition in das Familiensportzentrum des TKH ist ein weiterer Schritt, um Sportangebote für Familien und Kinder zu stärken. Zudem wird der sportliche Austausch mit Partnerstädten sowie die Integration von Migrantengemeinschaften in den Sport weiter gefördert.
In der nächsten Phase wird es darauf ankommen, wie die Prüfung zu den Hochwasserrisiken verlaufen wird und ob zusätzliche finanzielle oder planerische Maßnahmen notwendig sind. Die Stadt hat mit diesen Entscheidungen aber bereits eine klare Richtung gesetzt: Sport in Hannover wird zukunftsorientiert, inklusiv und nachhaltig gefördert.
Quellen
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