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Hannover: Stadtentwicklung und Bauen im Februar 2026 – Fokus auf Quartiersentwicklung, Schulbau und Nachhaltigkeit

Hannover: Stadtentwicklung und Bauen im Februar 2026 – Fokus auf Quartiersentwicklung, Schulbau und Nachhaltigkeit

Im Februar 2026 standen in Hannover zentrale Themen der Stadtentwicklung im Fokus: Quartierssanierungen, Schulbau, Velorouten, Nachhaltigkeit und soziale Infrastruktur. Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss legte klare Entscheidungen und Planungsschritte vor, die die Zukunft der Stadt prägen.

Quartiersentwicklung und Sanierungsprojekte: Stöcken im Fokus

Die Stadtentwicklung in Hannover legte im Februar 2026 den Schwerpunkt auf die Quartiersentwicklung, insbesondere in Stöcken. Mit der Teilentlassung des Sanierungsgebietes Stöcken wurde ein Meilenstein gesetzt. 64 Hektar des ehemaligen Sanierungsgebiets wurden entlassen, während ca. 7.000 m² Fläche für weitere Maßnahmen bis 2028 erhalten bleiben.

Die Investitionen in das Quartier summierten sich auf über 19 Millionen Euro, wobei Fördermittel aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ und „Lebendige Zentren“ eine zentrale Rolle spielen. Wichtige Projekte wie der Umbau des Stöckener Markts, der Neubau des Stadtteilzentrums und der Bewegungspark „Park im Wald“ sind bereits in der Umsetzung. Gleichzeitig wurde die soziale Infrastruktur durch Initiativen wie das Sozialkaufhaus Stöber-Treff oder das Leckerhaus gestärkt.

Schulbau: Modulares Neubaukonzept für Mußmanns Haube

Ein weiteres zentrales Projekt ist der Neubau einer 4-zügigen Ganztagsgrundschule am Standort Mußmanns Haube. Das Gebäude wird mit einer 2-Feld-Sporthalle ausgestattet und in Holz-Hybrid-Modulbauweise realisiert. Mit einem Fertigstellungsziel für das Schuljahr 2029/2030 ist das Projekt Teil eines umfassenden Schulbauprogramms, das auch die Modernisierung bestehender Gebäude umfasst.

Die Finanzierung erfolgt über den Teilhaushalt 19, und ein EU-weiter Teilnahmewettbewerb für die Planung ist in Vorbereitung. Der Abriss des 1956 erbauten Bestandsgebäudes, das nicht wirtschaftlich sanierbar ist, ist ebenfalls geplant. Die Bauphase wird etwa 15 Monate dauern, wobei die Vorfertigung der Module in der Werkstatt stattfindet.

Velorouten: SPD-Anfrage zu Veloroute 12 bleibt unbeantwortet

Im Kontext der Mobilität ist die Veloroute 12 ein Thema, das weiterhin auf der politischen Agenda bleibt. Der Bezirksrat Stöcken hatte 2024 einen Routenvorschlag beschlossen, doch bis heute sind keine konkreten Umsetzungsschritte erfolgt. Die SPD-Fraktion fragte nach, doch die Verwaltung hat bislang keine Antwort geliefert.

Auch bei anderen Velorouten, wie der Veloroute 03, wurden Planungen vorangetrieben. Die SPD-Fraktion fordert, den Laher Kamp als Verbindung zwischen Bothfeld und Lahe weiterhin für Pkw geöffnet zu halten, um den Veloroutenverlauf nicht zu gefährden.

Nachhaltigkeit und Inklusion: Bauplanung im Zeichen der Klimaziele

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema in der Bauplanung. Die Stadt setzt auf nachhaltige Baustoffe und eine lange Lebensdauer der Gebäude von 30–50 Jahren. Barrierefreiheit und Inklusion sind feste Bestandteile der Planung, wobei auch der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in den Prozess eingebunden wird.

Ein weiteres Projekt, das Nachhaltigkeit und Inklusion verbindet, ist der Neubau der IGS Bothfeld mit einer integrierten Stadtteilbibliothek und Kulturtreff. Der Bau wird in Holz-Hybridbauweise realisiert und bietet auch inklusive Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Finanzierung und Investitionsplanung: 1,2 Mrd. Euro für zukünftige Projekte

Die Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH markiert eine entscheidende Entwicklung in der Finanzierung und Realisierung von Hochbauprojekten in Hannover. Mit einem Investitionsbedarf von etwa 1,2 Mrd. Euro in den nächsten zehn Jahren wird die GmbH für Schulen, Unterkünfte für Geflüchtete und Sanierungen verantwortlich sein. Der Stammkapital von 25.000 Euro und eine Liquiditätssicherung von 5 Mio. Euro aus der Kapitalrücklage stellen die finanzielle Handlungsfähigkeit sicher.

Zudem wurden im Februar 2026 mehrere Finanzierungsentscheidungen getroffen, darunter die Einführung eines Sonderfonds für Kita-Sanierungen ab 2027. Mit jährlich mindestens 5 Mio. Euro ist das Ziel, Kitas in freier und städtischer Trägerschaft energetisch zu sanieren, barrierefrei zu gestalten und Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

Fazit: Hannover baut nachhaltig und inklusiv in die Zukunft

Die Entscheidungen im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss von Hannover im Februar 2026 zeigen einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Quartiersentwicklung und Inklusion. Mit Projekten wie dem Sanierungsgebieth Stöcken, dem Neubau von Schulen in Holz-Hybridbauweise und der Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH wird die Stadt zukunftsorientiert und mit einem klaren Klimaschutzkurs vorangetrieben.

Die Herausforderungen im Bereich der Velorouten und der mobilen Unterkünfte zeigen jedoch auch, dass in der Umsetzung oft noch mehr Tempo und Transparenz erforderlich sind. Doch insgesamt hat Hannover im Februar 2026 gezeigt, dass sie bereit ist, in ihre Zukunft zu investieren – nachhaltig, inklusiv und mit klaren Planungen.

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