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Hannover im Fokus: Monatsrückblick Februar 2026

Hannover im Fokus: Monatsrückblick Februar 2026

Der Februar 2026 brachte in Hannover viele wichtige Entscheidungen und Entwicklungen: von der Gründung einer neuen kommunalen Baugesellschaft bis zur Förderung von Kultur und Jugend. Hier ist der Überblick.

Hannover baut, fördert und plant für die Zukunft

Was diesen Monat wichtig war

  • Neue Baugesellschaft für kommunale Gebäude: Die hanova KOMMUNAL GmbH wurde eingerichtet, um Schulen, Rathäuser und andere städtische Liegenschaften zu bauen und zu modernisieren.
  • Mehr Spiel- und Sportflächen: Zwei neue Kunststoffrasenplätze für Vereine in Sachsenross und Limmer sind geplant.
  • Förderung für Kitas: Ein Sonderfonds mit jährlich 5 Mio. € für Kitas in freier Trägerschaft wird eingerichtet.
  • Gleichstellungsplan 2025–2027: Der FGG-Kriterienkatalog wird angepasst, um Gleichstellung in der Stadt weiter voranzutreiben.
  • MINT-Bildung gestärkt: Die Gründung der TUMO + MINT Hannover gGmbH setzt einen Schwerpunkt auf technisch-naturwissenschaftliche Bildung für Jugendliche.

Stadtentwicklung: Von der Baugesellschaft bis zur Feuerwache

Hannover hat sich entschlossen, die hanova KOMMUNAL GmbH als Tochtergesellschaft der Stadt zu gründen. Die Gesellschaft wird künftig für die Planung, den Bau und die Instandhaltung kommunaler Gebäude zuständig sein – mit Ausnahme von Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften. Mit einem Stammkapital von 25.000 Euro und einer Kapitalrücklage von 5 Mio. Euro aus dem Haushaltsrest 2025 ist die Grundlage geschaffen, um zukünftige Bauprojekte sicherzustellen.

Ein weiteres Highlight war die Genehmigung des Neubaus der Feuerwache 4 in Ricklingen. Das Projekt umfasst eine Bruttogeschossfläche von 23.000 m² und wird über ein Öffentlich-Privates Partnerschaftsverfahren (ÖPP) realisiert. Zudem wurde der Vertrag für die Kleingartenkolonie „Hanomag II“ gekündigt, was die Fläche für den Neubau freigibt.

Finanzen & Haushalt: Sicherheit für Investitionen und Kitas

Im Februar wurden wichtige finanzielle Entscheidungen getroffen, um Investitionen und soziale Projekte auch in den nächsten Jahren zu sichern. So wurde die Finanzierung des Kunststoffrasenplatzprogramms für die Jahre 2025 bis 2028 mit insgesamt 3 Mio. Euro festgelegt. Zwei Projekte – in Sachsenross und Limmer – sind bereits genehmigt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung von Kitas in freier Trägerschaft: Ein Sonderfonds mit jährlich 5 Mio. Euro und einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren ab 2027 wurde beantragt. Zudem wurde die Ausfallbürgschaft für die hannoverimpuls GmbH bis 2035 verlängert, um Investoren weiterhin Sicherheit zu bieten.

Bildung & Inklusion: Von der Schulentwicklung bis zur Verpflegung

Der Februar brachte auch wichtige Entwicklungen im Bereich Bildung. Die Gründung der TUMO + MINT Hannover gGmbH wurde beschlossen, um Jugendliche in MINT-Bereichen zu fördern. Die Stadt investiert 20.000 Euro (20 %) in das Projekt.

Im Schulentwicklungsplan standen Themen wie Chancengerechtigkeit und Inklusion im Mittelpunkt. Der Neubau der IGS Bothfeld wurde beantragt, und auch die Schulbauprojekte für IGS Roderbruch, IGS Vahrenheide und Käthe-Kollwitz-Schule wurden geplant. Zudem wurden Anträge zur Schulverpflegung gestellt – unter anderem ein Pilotprojekt für inklusive Verpflegung an der Mühlenweg-Grundschule.

Quartiersentwicklung & sozialer Zusammenhalt

Im Bereich Quartiersentwicklung wurden neue Förderungen beschlossen, um soziales Miteinander und ehrenamtliches Engagement zu stärken. Das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Projekte mit einer Förderquote von bis zu 80 %. Besonders betont wurde die Förderung von Ehrenamt: bis zu 10 Euro pro Stunde oder 10 Euro pro Monat/Quadratmeter können beantragt werden.

Zudem wurden Projekte in Mühlenberg gefördert, unter anderem eine Sozial- und Wohnberatung sowie ein Bildungsladen West. Insgesamt wurden mehrere Projekte durch den Hannoverfonds unterstützt, darunter auch Initiativen wie Start2Dance e.V..

Kultur & Jugend: Tanzförderung und Atelierprogramme

Auch in kulturellen Themen gab es Fortschritte: Die Tanzförderung 2026 wurde mit insgesamt 85.800 Euro bewilligt. Dazu zählt eine Grundförderung von 20.000 Euro für Mónica García Vicente. Zudem wurden 90.652 Euro für die Atelierförderung an 61 Ateliers und Ateliergemeinschaften bewilligt.

Integration & Migration: WIR2.0 und Monitoring

Im Bereich Migration wurde das WIR2.0-Förderprogramm 2025 mit einem Volumen von 394.027 Euro beschlossen. Großprojekte erhalten 200.000 Euro, Kleinprojekte 154.000 Euro und Sachmittel 40.000 Euro. Zudem wurde ein Monitoring zur Arbeitsmarktintegration mit 50.000 Euro beauftragt.

Zusammenhänge und Tendenzen

Ein klarer Trend im Februar war die Stärkung von Bildung, Integration und sozialem Zusammenhalt. Die Stadt investiert gezielt in Schulbau, MINT-Bildung und Kultur, um langfristig die Lebensqualität in Hannover zu sichern. Gleichzeitig wird der Fokus auf Inklusion und Gleichstellung verstärkt – sowohl in der Schule als auch in der Verwaltung.

Auch finanziell werden Sicherheit und Planbarkeit geschaffen: durch langfristige Förderprogramme und bürgschaftliche Sicherheiten für Investoren. Die Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH ist ein deutliches Signal, dass Hannover die Zukunft ihrer baulichen Infrastruktur selbst in die Hand nimmt.

Fazit und Ausblick

Der Februar 2026 war ein Monat der Planung, Investition und Stabilität in Hannover. Von der Gründung einer neuen Baugesellschaft bis zur Förderung von Kultur und Jugend – die Stadt bereitet sich auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Im März wird sich zeigen, ob die beschlossenen Projekte in die Umsetzung gehen und wie sich die finanziellen Sicherungen auswirken.

Quellen

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